Schokokeks
Sehr geehrter Dr.Busse, bei meiner 2 jährigen Tochter wurde durch eine Blutuntersuchung im Mai 14 ein positiver IgG-Wert nachgewiesen, IgM negativ - dies spricht ja für eine Borreliose, welche nicht mehr akut ist. Feststellung eines Neurodermitisexzemes im April 2014 (VdA Wanderröte, aber es spricht eher für Neurodermitis, da nach 3 Tagen Fettcreme sofort verschwunden und sich nicht ausbreitete, sondern sofort so da war, Mutter auch Neurod.). Im Juni 14 hat Sie 21 Tage Amoxicilinsaft bekommen: 2x tgl. 3,75 ml - also 7,5 ml am Tag. Warum Amoxicilin weiß ich nicht, da dieses ja eigentlich nur bei akuter B. gegeben wird. Nach erneuter Blutabnahme im Aug 14 ist der IgG-Wert 0 und der Fall somit abgeschlossen. Nun ist aber das Problem, dass weiterhin Beschwerden bestehen. Oftmals tun Beine und Knie weh, und sie hat aktuell ein Lymphozytom (heute vom HNO diagnostiziert) am Ohr, welches seit etwa einer Woche besteht und täglich schlimmer wird. Das ist doch eigentlich ein sicheres Zeichen, dass die Borr. nicht weg ist. Was sollte noch gemacht werden? Reicht wirklich eine einfache Blutuntersuchung aus, oder sollte vielleicht ein weiterer Test gemacht werden? War das verschriebene AB überhaupt richtig gewählt? Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Unterstützung und hoffe, dass Sie uns weiterhelfen. MfG Schokokeks
Liebe S., das Problem ist leider, dass es keine Blutuntersuchung gibt, die eindeutig eine Borreliose nachweist und alle Fachleute weisen darauf hin, dass die Diagnose immer nur anhand des klinischen Befundes zu stellen ist und der Laborwert nur als Ergänzung zu sehen ist. Die Beschwerden Ihrer Tochter sollten also erst mal unabhängig von dem damaligen Befund abgeklärt werden und das wird ja sicher Ihr KInderarzt tun. Notfalls sollte man einen Spezialisten für kindliche Infektionen hinzuziehen, den es auf jeden Fall an der nächsten Universitätskinderklinik gibt. Alles Gute!
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