Lenalenalena
Hallo Herr Dr. Busse, ich habe eine Frage: mein Sohn ist 3 Monate alt und hat kürzlich die zweite Rotavirus Impfung erhalten zusammen mit der ersten 6-fach Impfung. Anschließend war er 1-2 Tage etwas schlapp mit leicht erhöhter Temperatur. Am dritten Tag hat er plötzlich eine große Menge Blut im Stuhl gehabt. (Nach der ersten Rotavirus Impfung hatte er keinerlei Nebenwirkungen) Wir sind daraufhin in die Anlaufpraxis gefahren. Die Ärztin dort hat ihn vorsichtshalber ins Krankenhaus eingewiesen, um eine Invagination auszuschließen. Im Ultraschall konnte keine akute Darmeinstülpung festgestellt werden, der Bauch war weich und die Blutmenge im Stuhl war langsam rückläufig. Er sollte dennoch eine Nacht zur Beobachtung dort bleiben. Blutabnahme und Stuhlprobe waren unauffällig (kein Nachweis von Noro, Rota, Adeno.). Da im Laufe der Nacht nur noch wenige Blutfäden im Stuhl waren, durften wir am nächsten Tag (vorgestern)nach Hause. Wir sollten es weiter beobachten und wenn es nach einigen Tagen nicht besser wird, nochmal beim Kinderarzt vorstellen. Eine richtige Diagnose haben wir nicht bekommen. Es könnte eine Invagination gewesen sein, die sich von selbst zurückgebildet hat oder auch eine Kuhmilcheiweißallergie, wobei das plötzliche starke Auftreten eher ungewöhnlich sei. In den letzten zwei Tagen ist das Blut im Stuhl in unterschiedlicher Menge vorhanden. Selten ist gar nichts sichtbar, meistens sind leichte Blutfäden vorhanden, selten etwas größere Mengen blutiger Schleim (aber immer noch deutlich weniger als am ersten Tag). Er hat relativ häufig Stuhlgang/Durchfall (ca. alle 2-3 Stunden) und hat meistens Schmerzen dabei (starkes Überstrecken, Weinen). Seine Temperatur schwankt zwischen 36,5 und 37,8. Sein Allgemeinzustand ist ansonsten gut und er trinkt auch normal. Außerhalb des Stuhlgangs ist er meistens gut drauf und lacht etc. Da unsere Kinderärztin noch ein paar Tage im Urlaub ist, wollte ich bis dahin einmal nach Ihrer Meinung fragen. Kommt so etwas häufiger mal vor nach einer Rotavirus Impfung ohne dass es gleich eine Invagination gewesen sein muss? Wie lange dauert es erfahrungsgemäß, bis es wieder abklingt? Kann man ihn irgendwie unterstützen? Für wie wahrscheinlich halten Sie eine Kuhmilcheiweißallergie? Kann so etwas durch die Impfung getriggert werden? Er hat aktuell keine auffälligen Hautausschläge etc. und wird voll gestillt. Eigentlich sollte er in einigen Wochen noch eine dritte Dosis Rotavirus bekommen - würde man das in so einem Fall eher weglassen? Besteht auch nach zwei Dosen schon ein gewisser Impfschutz? Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung!
Liebe L., was genau der Auslöser der Blutbeimengung im Stuhl Ihres Babys war und ist, kann ich aus der Ferne nicht abschließend beurteilen. Häufig ist in diesem Alter eine "Muttermilch-induzierte.Kolitis", wobei der häufigste Auslöser das Kuhmilcheiweiß ist, das über die Muttermilch auch den Säugling erreicht. Das ist in der Regel ein vorübergehendes Problem, sodass die Kinder später auch wieder Kuhmilch-Produkte vertragen. Als erstes würde ich ganz pragmatisch in Ihrer Ernährung komplett auf Kuhmilch-Produkte verzichten, oder Ihr Baby mit einer hoch hydrolysierten Babymilchnahrung wie z.B. Althera füttern. Sollte es Ihrem Baby in den nächsten Tagen in irgendeiner Form schlechter gehen, sollten Sie sich bitte erneut an den Kindernotdienst wenden. Ansonsten bitte alles nach deren Rückkehr mit Ihrer Kinderärztin besprechen. Alles Gute!
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