Niobe78
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, meine Tochter (2) hatte in den letzten 2 Wochen ab und an mal Durchfall / flüssigeren Stuhl, der sich aber zwischendrin immer wieder verfestigt hat. Vor einer Woche hat sie nachmittags 3 Mal erbrochen. Alles waren singuläre Ereignisse ohne weitere Symptome. Außerdem klagt sie seit einiger Zeit über Bauchschmerzen (Nabelgegendl) und möchte ständig zum Kinderarzt fahren, ist aber insgesamt gut drauf. Gleichzeitig haben wir Probleme, dass sie das Mittagessen an manchen Tagen komplett verweigert. Wenn überhaupt isst sie dann nur komplett püriertes (normalerweise isst sie schon seit 1 Jahr ganz normal am Familientisch mit), so dass wir ihr dann teilweise Babygläschen ab 6. Monat anbieten, damit sie überhaupt etwas Gemüse/Fleisch bekommt. Das Problem gibt es nur beim Mittagessen, Backwaren, Müsli, Joghurt und Obst verzehrt sie weiterhin. Dann isst sie wieder ein paar Tage völlig normal und in einer Menge als hätte sie vorher eine Woche hungern müssen. Nach dem Vorfall mit dem Erbrechen waren wir beim Kinderarzt, der in Ohren, Hals und Nase geschaut hat, sie abgehört (Bauch, Lunge) und abgetastet hat (Bauch), alles war unauffällig), auch aktuell hat sie keine Abwehrspannung im Bauch. Ihr Bauch sieht nur oft aufgebläht aus, aber eigentlich schon immer. Sie hat seit Geburt einen Nabelbruch. Ich weiß jetzt nicht mehr, was ich tun soll, da ich nicht weiß, ob die Bauchschmerzen tatsächlich real sind oder sie nur etwas nachplappert. Einerseits will ich ihre vermeintlichen Bauchschmerzen nicht ignorieren, andererseits aber auch nicht ständig zum Kinderarzt ohne dass tatsächlich irgendwas ist. Sollte ich eine Blutabnahme veranlassen, um evtl. Unverträglichkeiten auszuschließen? Vielen Dank!
Liebe N., das klingt sehr nach "Machtspielchen", bei dem Ihre Tochter sie nach Herzenslust manipuliert. Wer keinen Hunger hat, der darf freundlich vom Tisch aufstehen und sich seinen Hunger für die nächste feste Mahlzeit am Tisch aufsparen. Es gibt aber keine "Extras" wie Babygläschen,....... Alles Gute!
Mamamaike
Hallo, Bauchschmerzen rund um den Bauchnabel sind typische psychosomatische Schmerzen - also Ausdruck dafür, dass es dem Kind psychisch nicht gut geht. Der Auslöser muss auch nicht offensichtlich sein, aber es ist immer etwas, das dem Kind zu schaffen macht (eine neue Situation (Kindergartenstart?), ein Geschwisterchen, was auch immer). Hilfreich ist Zuwendung, Kuscheln, "Zaubersalbe", die das Kind ernstnimmt. Diese Bauchschmerzen sind real, auch wenn sie keine körperliche Ursache haben. Daher lassen sie sich auch nicht mit rein körperlichen Mitteln "beseitigen". Gut, dass Du weißt, dass der Arzt nichts gefunden hat. Beobachte, wann die Bauchschmerzen konkret auftreten (Was war vorher am Tag? Etwas Wiederkehrendes?), dann kannst Du vielleicht eine Ursache finden, vielleicht auch abstellen. Viele Grüße
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