Flo_84
Guten Abend Herr Dr. Busse, meine Tochter ist 13 Wochen alt und hat in den ersten Monaten sehr viel geschrien. Es wird zwar langsam besser und die entspannten Momente nehmen zu und dann ist sie sehr zufrieden, aber manchmal schreit sie sich immer noch hysterisch in Rage. Eine große Herausforderung ist es für uns, dass sie oft so schlecht in den Schlaf findet. Dann ist es egal, ob auf dem Arm wiegend (mit dem gesucht zur Brust, abgeschirmt von Reizen) oder liegend im Bett; sie schreit total hysterisch und verzweifelt und fuchtelt wild mit Armen und Beinen und wenn sie es (mit schnuller) geschafft hat, wegzunicken, zuckt sie nach ein paar Sekunden zusammen und das Geschrei geht weiter. Zum Teil geht das 30-45 Minuten so; unabhängig von der Tageszeit (nachts schläft sie super, 1-2 mal stillen, danach einfaches Ablegen und Weiterschlafen) Wir versuchen schon, einen möglichst geregelten Ablauf zu haben. Das geht manchmal aber mit großer Schwester nur bedingt, da diese z.B. in die kita gebracht werden muss und das Baby manchmal einfach mit muss. Da ist das Deuten früher Müdigkeitszeichen und das sofortige Hinlegen einfach nicht drin. Aber es fällt ihr auch z.T. einfacher, unterwegs einzuschlafen (Kinderwagen, Auto) als zuhause, wo Ruhe ist. Wir haben ein Abendritual (gedämmtes Licht, Spieluhr, Umziehen und dabei ein bisschen kuscheln). Diese Zeit genießt sie ganz offensichtlich. Sobald aber der Schlafsack angezogen wird, fängt sie an zu weinen. Da wir sie nicht auf dem Arm einschlafen lassen wollen, legen wir sie dann (schreiend) ins Anstellbett und kuscheln, halten ihre Hand und singen mit ihr, bis sie komplett ruhig wird. Dann gehen wir raus und sie schläft ein. Bis es soweit ist, durchlaufen wir allerdings meistens das selbe prozedere wie sonst auch; sie wird ruhig, "zuckt" dann und weint wieder. Jedoch dauert das Gabze abends nicht so lange, vielleicht 10 Minuten. Absurderweise gibt es aber sowohl tagsüber als auch abends Tage (wenn auch selten), an denen sie zufrieden liehend einfach wegdämmert und einschläft. Das ist also schon auch irgendwie möglich! Eine Regelmäßigkeit, wann sie welches Muster zeigt, lässt sich nicht erkennen So viel zur Situation... Mit ist klar, dass sie keine Diagnosen stellen können und auch kein Wunderheiler sind :-) Dennoch: Können Sie sich erklären, was es mit diesem "Zucken" bzw. "Aufschrecken", wenn sie gerade eingedämmert war, auf sich hat? Ist Ihnen das bekannt? Oder sollte ich mich damit an die Kinderärztin wenden? Ist es ratsam, abends weiterhin so vorzugehen? Sie weinend ins Bett zu legen und dort zu beruhigen? Das machen wir etwa seit drei Wochen und hatten gehofft, sie gewöhnt sich dran... Aber sie weint nach wie vor... Sollten wir was ändern? Sie bei uns in Bett einschlafen lassen oder auf dem Arm (Stichwort Urvertrauen)? Auf keinen Fall soll sie sich allein gelassen fühlen, daher sind wir ja auch ganz nah bei ihr und sofort wieder da, wenn sie wach werden sollte... Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Einschätzung und entschuldige mich schon jetzt für diesen "Roman"! Beste Grüße und herzlichen Dank!!! P.S. Beim Osteophaten waren wir bereits! Und- an der Brust beruhigt sie sich kurzzeitig, aber ich möchte ihr nicht angewöhnen, dass sie die Brust unbedingt als Beruhigungsmittel benötigt...
Liebe F., Sie haben wohl einfach ein sehr sensibles "Exemplar" erwischt mit leicht erregbarem Nervenkostüm. Es gibt also nichts, was Sie falsch gemacht haben oder machen, ganz im Gegenteil. Mit ihrer konsequenten Strategie wird sich Ihre Tochter mit der Zeit daran gewöhnen und lernen, alleine abschalten und in den Schlaf finden zu können. Bleiben Sie dabei, Sie machen das ganz richtig. Alles Gute!
Bonnie
Hallo, wollte auch gern etwas dazu kamellen, wenn ich darf. Das Problem beschreibst Du ja schon selbst: Ihr versucht, einen "geregelten Ablauf" einzuhalten und nehmt auf Müdigkeitsanzeichen keine Rücksicht. Ich habe auch zwei Kinder und musste den Jüngeren morgens auch aus dem Bett reißen, wenn die Große zum Kiga musste. Das ist nicht schön, aber das gilt ja nicht für abends und hat nichts mit dem Einschlafen zu tun. Ein Baby möchte einfach dann schlafen, wenn es müde genug ist. Ein "geregelter Tagesablauf" nach der Uhrzeit gehört nicht zu seinen Prioritäten oder angeborenen Bedürfnissen. Es ist manchmal aufschlussreich zu schauen, wie der Umgang mit Babys von den sog. Naturvölkern gehandhabt wird. Erstaunlicherweise gibt es dort so gut wie keine Schreibabys, anhaltendes Schreien von Säuglingen ist weitgehend unbekannt. Das ist kein Zufall, und es ist interessant, denn: Was machen sie anders? Sie legen ihr Baby hin, wenn es müde ist. Es ist egal, ob das um 18 Uhr oder um 21 Uhr ist. Und sie lassen es niemals allein schlafen. Mir hat ein bisschen Umdenken hier sehr geholfen, vor allem beim zweiten Kind. Ich war viel pragmatischer als beim ersten. Ich habe den Gedanken, was mein Baby alles "sollte" mal aufgegeben und geschaut, was es wollte. Ich habe meinen Sohn manchmal erst um 21.30 Uhr hingelegt, manchmal war er früher müde, manchmal schlief er sogar erst, wenn auch wir ins Bett gegangen sind. Dafür hat er null geschrien abends, nicht ein Mal. Wenn er morgens früh geweckt werden musste, weil die große Schwester in den Kiga ging, dann war das eben so. Er schlief dann einfach nochmal etwas später am Vormittag. Ich weiß, es wäre schöner, einen geregelten Feierabend zu haben als Eltern. Aber eine feste Schlafenszeit lässt sich einfach nicht erzwingen. Ich würde mein Baby nie schreiend hinlegen. Lasst Euren Kleinen notfalls auf einer Decke bei Euch im Wohnzimmer, wenn er abends noch nicht müde genug ist. Es gibt hier keine festen Regeln oder gar No Gos. Man darf als Familie unkonventionelle Lösungen finden, egal, ob das üblich oder unüblich ist, das ist dem Baby wurscht. Erlaubt ist, was funktioniert. LG
Flo_84
Hi Bonnie, danke für dein Feedback! Sicherlich hast du recht- Umdenken ist manchmal eine wirklich gute Sache! Wir handeln in vielen Situationen ebenfalls viel pragmatischer als bei unserem ersten Kind. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass es richtig ist, für Kleine abends in ihrem Bettchen schlafen zu lassen. Denn sie ist dann wirklich müde und beruhigt sich (wie oben geschrieben) auch relativ schnell, wenn sie im Dunkeln im Bett liegt. Ich kuschel mit ihr und gebe ihr extrem viel Nähe, bis sie ganz ruhig und zufrieden ist oder sogar schon schläft. Ich habe den Eindruck, dass sue abends (nachdem sie aufgehört hat zu schreien) regelrecht froh um die Ruhe im Schlafzimmer ist (im Wohnzimmer ist es einfach unruhiger), denn sie schläft ja dann stundenlang ganz friedlich. Sonnige Grüße
Tweety2014
Dein Kind schreit weil es deine Nähe und Wärme sucht warum gibst du sie ihm nicht einfach?
Flo_84
Das tue ich, wie oben auch beschrieben! Ich liege jedoch neben ihr anstatt sie auf dem Arm zu tragen. Das ist mir wichtig, damit sie dort einschläft, wo sie auch wieder aufwacht. Meine Tochter bekommt von mir täglich eine riiiiiesen Portion Nähe, Liebe und Zuneigung!
miasMama
Waren sie mal in einer Schreiambulanz oder beim Babyyoga? Baby Yoga klingt erstmal seltsam, es hilft aber gerade nervösen Schreibabys sich zu entspannen und innere Ruhe zu finden
Fiona567
Hallo liene Flo_84! Ich kann deine Fragen und Bedenken sooo gut verstehen... Unser Sohn ist identisch ☺ er ist jetzt 4.5 monate alt und es wird auch abends langsam besser... sprich..er beruight sich viel schneller ☺ Zu den tipps er braucht deine Nähe usw... er hat di Nähe aber er beruight sich auch ao nicht... Mamis die.das nicht selbst durchmachen können das nicht verstehen... In dem.Moment kann man machem was man will die.Babys müssen einfach schreien... Probier das kleine man zu Pucken und dann hinlegen und bei ihm sein es streicheln, uns hilft das immer noch... Er wehrt sich zwar am Anfang beim einwickeln aber wenn er erstmal drinn ist und im Bett liegt gehts dann... Er wird so viiel ruihger und stört sich nicht selber mit seinem herumgefuchtle... Schnulli rein ich leg ihm dann noch sein schmusetuch über die Augen und langsam schläft er dann ein... Lg
sunny0931
Hallo. Es wurde dir schon sehr viel gesagt, doch ich wollte dir einen Tipp geben der uns sehr oft weiterhilft. Pucken! Wenn unser kleiner zu aufgebracht ist, ist es sehr schwer für ihn einzuschlafen. Er ist müde doch durch dieses Zucken was du beschreibst, macht er sich selbst immer wieder wach. Wenn ich merke dass er wieder so ein Problem hat, dann pucke ich ihn einfach mit einem Deckchen, oder auch einem Mulltuch, wenn er einen Schlafsack an hat. Hauptsache die Ärmchen sind nah am Körper. Anfangs kommt es einem selbst wie eine Art Bestrafung vor, doch du wirst merken dass es ihr damit gut geht. Mittlerweile ist es sogar so, dass wenn er merkt dass er wieder gepuckt wird, zu schreien aufhört und mich ganz glückselig anlächelt. Ich hoffe ihr bekommt es hin. ;)
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