Violienchen
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, mein Sohn ist jetzt fast 10 Monate alt und bekommt seit 4 Monaten Brei. Klappte anfangs auch sehr gut. Dann begann er vor ca. 2 Monaten, abends oft beim Essen zu brüllen. Wir dachten erst, er wäre vielleciht schon müde. Seit ca. 1 Monat brüllt er aber bei jedem Essen (auch beim Stillen morgens). Sobald wir mit dem Löffel kommen, fängt er nach kurzer Zeit wie am Spieß an zu schreien und lässt sich oft nur durch auf den Arm nehmen beruhigen. Nach einem weiterem Löffel geht das Spiel von vorne los. Wir bekamen die Ratschläge, sobald er losbrüllt das Essen zu beenden, mit dem "Erfolg", dass er den ganzen Tag nur 3 Löffel Brei gegessen hat. Da er sowieso ein schlechter Esser und ein Leichtgewicht ist, halte ich das nicht für die richtige Methode, oder? Ablenkung wie singen klappt eher nicht, ab und zu funktioniert es, wenn er selber im essen matschen darf. Ich habe das Gefühl, er verbindet Essen mit etwas schlimmen und das möchte ich natürlich nicht. Er durfte von Anfang an selber bestimmen, wieviel Brei er essen möchte. Wie waren letzte Woche beim KiA, soweit ist er gesund... Haben Sie eine Idee, woher das kommen könnte und viellecith auf einen Tipp, wie wir das Essen wieder entspannter gestalten können? Vielen Dank und entschuldigung für den langen Text.
Liebe V., wenn Ihr Kinderarzt sicher ist, dass ihm nichts fehlt, dann wäre es in der Tat am sinnvollsten, jede Mahlzeit sofort zu beenden, wenn er nur weint. Und eben in 2 bis 3 Stunden dann die nächste anzubieten. Keine Sorge, ein gesundes Kind "verhungert" deswegen nicht. Alles Gute!
Mitglied inaktiv
Hallo, kann es sein, dass er vielleicht zahnt? Dann finden viele Kinder das Essen sehr unangenehm. Versuche es doch mal mit einer Veilchenwurzel aus der Apotheke, da können die Kinder drauf rumlutschen bzw. kauen und das lindert die Schmerzen. Schau mal ob vielleicht die Backenzähne einschießen, dann müßte hinten das Zahnfleisch auch ganz dick und eventuell rötlicher sein. Keine Angst, immer wieder was anbieten, vielleicht auch eher einen kühlen Obstbrei versuchen. Kinder holen sich ja eigentlich das was sie brauchen. LG ALEXANDRA
Violienchen
Hallo, danke für deine Antwort! Das mit dem Zahnen hatte ich auch schon gedacht, allerdings kann ich nichts sehen/fühlen oder so. Außerdem geht das Theater jetzt schon fast einen Monat lang so, da müsste dann ja langsam ein Zahn durch sein ;) Er hat auch erst unten 2 Zähne, also müssten ja jetzt eigentlich oben welche kommen, oder? LG,Viola
rabarbera
Wie sieht es aus mit Fingerfood?? D.h. alles, was er selber mit der Hand essen kann: Obst- und (evtl. gekochte) Gemüsestücke, Brot, Reiswaffel, Nudeln, Kartoffeln,... Mit 10 Monaten ist er ja auch schon fast alt genug, um bei euch am Tisch mit zu essen (natürlich nur babygerecht weiche und mild gewürzte Speisen)! Vielleicht mag er einfach den Brei nicht mehr?!? Ist nur eine Idee, weil mein Sohn Brei und Füttern mit dem Löffel von Anfang an (6. Monat) fast vollständig verweigert hat - ab ca. 10 Monaten hat er aber immer mehr feste Nahrung bei uns am Tisch mitgegessen! Mitlerweile ist er 16 Monate alt und ein total problemloser Esser, der fast alles mag! :-) Trinkt er denn auch keine Mutter- od. Säuglingsmilch, ohne zu schreien? D.h. wenn er seinen Brei nicht isst, nützt es was, wenn du ihn stattdessen stillst od. Fläschchen gibst? Meiner Meinung nach schadet es einem Kind mit 10 Monaten auch nicht, wenn es mal wieder vorübergehend weniger feste Nahrung (bzw. Brei) isst und mehr Milch trinkt! Ich habe es so gehandhabt, dass mein Sohn einfach gestillt wurde, wenn er partout keinen Brei essen wollte, und es hat ihm nicht geschadet! LG
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