ThessaLoniki
Unser kleiner zeigte in den ersten 5 Lebenswochen sehr viel Schreien und Weinen. Ab etwa der 5. Lebenswoche kam es dann zu einer fast schlagartigen Verbesserung. Für etwa 3–4 Wochen war der Verlauf insgesamt sehr gut: Er schlief und trank regelmäßig etwa alle drei Stunden ca. 120 ml ohne Probleme an der Flasche, spielte viel, lachte häufig und wirkte überwiegend fröhlich und zufrieden. Einschlafen ging vor allem tagsüber auch ohne Probleme und dauerte ca. 10-20 Minuten. Er schlief meist 1-2 Stunden. Danach wurde gefüttert und gespielt immer in einem 2-3 Stunden Rhythmus ohne größere Probleme. Ab ungefähr der 9. Lebenswoche kam es zu einer deutlichen Verschlechterung. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Anteil an PRE-Nahrung erhöht, wobei er bereits zuvor 2–3-mal täglich PRE-Nahrung erhalten hatte (in Kombination mit abgepumpter Muttermilch). Zeitgleich veränderte sich der Stuhlgang (grünlich, teilweise schleimig). Zuerst wurde er tagsüber zunehmend quengelig und schlief vor allem tagsüber schlechter. Zwischenzeitlich wurde dann die Trinkmenge etwas erhöht, worunter die Magenprobleme jedoch wieder zunahmen – bis hin zur Trinkverweigerung. Nach Reduzierung der Trinkmenge zeigte sich zunächst eine leichte Besserung, die Darm/Trink-Beschwerden blieben jedoch insgesamt sehr wechselhaft. Die Probleme an der Flasche nahmen zuletzt wieder zunehmend zu. (Erhält aktuell nur noch pre Nahrung) Aktuell verweigert er die Flasche häufig und trinkt sehr unregelmäßig. Während des Trinkens kommt es oft zu extremem Gluckern im Bauch, anschließend überstreckt er sich und beginnt zu weinen. Er wirkt, als würde er die Flasche nicht genießen, schlägt sie häufig weg und wirkt insgesamt unruhig beim Trinken. Zusätzlich bestehen folgende Probleme: - gelegentlicher Ausschlag, insgesamt aber eher dezent - starke Verschleimung meist nach dem Trinken - häufiges Niesen oder Husten - viel Schleim in der Nase mit täglicher Entfernung größerer „Popel“ - ohne Erkältung - weiterhin häufig Schluckauf, der ihn scheinbar stört - Spucken eher unregelmäßig (immer in Bauchlage mit extremen Speichelfluss) - häufiges Aufstoßen und Regurgitation (auch Stunden nach der letzten Mahlzeit) - zwischendurch sehr starkes Speicheln mit vielen Bläschen Der kleine wirkt insgesamt extrem unruhig, weinerlich und schreit im Verlauf des Tages zunehmend mehr. Früher trat dies vor allem bei schlechtem Schlaf auf, mittlerweile scheint seine schlechte Stimmung weitgehend unabhängig von der Schlafmenge zu sein. Er wirkt oft angespannt und angestrengt, stöhnt viel und ist selten wirklich entspannt oder zufrieden (auch wenn alle Grundbedürfnisse erfüllt sind). Er scheint vieles nicht zu mögen, insbesondere Kinderwagen, Babyschale und Tragetuch. Es ist oft schwer, seine Aufmerksamkeit zu bekommen; er reagiert teilweise wenig auf Ansprache oder Geräusche. Soziale Interaktion ist jedoch grundsätzlich möglich. Motorisch ist er extrem unruhig und aktiv, dies besteht allerdings bereits seit Geburt. Es bestehen immer wieder Probleme in Bauchlage. Wegen Halsproblemen und starkem Überstrecken waren bereits mehrere osteopathische Vorstellungen erfolgt. Zwischenzeitlich schienen die Beschwerden besser, aktuell jedoch wieder schlechter. Motorisch wirkt er inzwischen etwas zurückgefallen. An Spielzeug greifen das man ihn hinhält zeigt er kein Interesse. (Aktuell 14 Wochen alt). Körperkontakt scheint er wenig zu suchen. Er hat von Anfang an kaum aktiv gekuschelt. Auf dem Arm legt er den Kopf nie an oder ab. In Bauch-an-Bauch-Position überstreckt er sich meist. Zusätzlich bestehen nun deutliche Probleme beim Einschlafen, vor allem tagsüber. Während der Einschlafbegleitung auf dem Arm beginnt er irgendwann oft extrem zu schreien. Einschlafen gelingt fast nur in der Federwiege, meist unter viel Gemecker und häufig erst nach sehr langer Zeit (teilweise bis zu 30-45 Minuten), sodass er dann bereits wieder deutlich übermüdet ist. Die Wachzeiten erscheinen insgesamt sehr kurz; meist wirkt er nach spätestens einer Stunde bereits wieder müde. Wirklich ausgeschlafen wirkt er fast nur morgens. Nachts trinkt er komischerweise deutlich häufiger als tagsüber (ca. alle 2–3 Stunden). Tagsüber kommt es dagegen teilweise vor, dass er 4–5 Stunden gar nichts trinken möchte oder verweigert obwohl er manchmal auch hungrig wirkt. Mittlerweile sind wir wirklich ratlos. Erst schien es wie ein Schub aber es zeigt sich nun seit über einem Monat keine Verbesserung. Vieles davon gehört irgendwie schon zu normalen Baby Verhalten aber insgesamt haben wir das Gefühl das irgendwas nicht stimmt, vor allem weil er ja schon mal anders war. Unsere Kinderärztin hört uns nicht wirklich zu. Bei einer Schreiambulanz sind wir auch bereits angebunden. Dort wird alles auf die Geburt (Kaiserschnitt) geschoben wovon ich nicht ganz so überzeugt bin. Insgesamt weiß ich das es zwar wahrscheinlich nichts akutes sein kann aber die Sorgen sind trotzdem weiterhin da!