Sehr geehrter Herr Dr. Busse Aufgrund einer längeren, schweren Krebserkrankung in der Verwandtschaft und verunsichernden Situationen mit unseren Kindern in der Vergangenheit, habe ich einige grundsätzliche Fragen. Unsere jüngste Tochter nimmt nebst ihren Fingern nach wie vor ständig vieles in den Mund. Die erkrankte Person bekommt jeweils stationär im Krankenhaus starke Chemotherapien und zuhause in tablettenform Medikamente, welche die Leukämie eindämmen sollen, die aber so extrem stark sind, dass man sie nicht mit blossen Händen anfassen darf... Ins Krankenhaus fahre ich mit den Kindern nicht, aber die Grosseltern machen Besuche im Krankenhaus und nehmen es mit der Hände-Hygiene auch nicht so eng. Kann man so auch Rückstände dieser äusserst starken Chemotherapiemedikamenten nach Hause schleppen? Ich habe gelesen, dass ja auch im Krankenhaus an gewissen Stellen Rückstände gefunden werden... Was muss man mit Kleinkindern beachten? Die Person fasst sich ja auch an den Mund und dann greift sie den Kindern wieder ins Gesicht. Wie sieht es bei Küssen bei der Begrüssung aus? Seit ich weiss, dass ja diese Medikamente auch im Speichel, Schweiss und auf der Toilette ausgeschieden werden, sehe ich überall eine Gefahr für die Kleinste, die eben ständig mundelt... Ich bin immer sehr angespannt, letztens wenn die erkrankte Person eine blutende Wunde an der Hand hat und dann unseren Kindern die Hand gibt und die Kinder damit in Kontakt kommen. Ist es übertrieben, den Grosseltern nach einem Besuch beim Patient zu sagen, sie sollen bei uns die Hände vor dem Spielen mit den Kindern waschen? Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Einschätzung! freundliche Grüsse Luna