JePeMe
Hallo, ich schildere den Fall in Stichworten (bitte nicht als unfreundlich verstehen) - Sohn, 15 Monate - Donnerstags beim Kinderarzt wegen Infekt seit 4 Tagen vorgestellt (Husten, Hustenanfälle nachts die einem Sorge gemacht haben, Gelblicher Ausfluss der Nase, gelblich verklebte Augen am morgen/teilweise auch tagsüber Sekret ausgetreten, Fieber über 39°C) - PCR negativ auf Corona; Fiebersaft verschrieben bekommen - Samstags Klinik aufgesucht da Fieber immer wieder stieg, an diesem Tag auf 40,1°C - Klinik diagnostizierte Mittelohrentzündung (beide Seiten seien stark gerötet); Dringlichkeit der Behandlung durch Antibiotika verdeutlicht - Samstag abend damit begonnen (3x täglich 5ml einer "Trockensaftlösung" - mussten wir erst mit Wasser anmischen; Name gerade nicht zur Hand) - Fieber bis Montag morgen weiterhin immer wieder über 39°C geklettert (Mit Saft/Zäpfchen gegengewirkt - parallel mit Abstand von 2h zum Fiebermittel das Antibiotikum verabreicht) - Montag nachmittag vom Kinderarzt gesagt bekommen, dass er keine Mittelohrentzündung hat und es eine Fehldiagnose war (der zweite aus dieser Klinik an diesem Wochenende). Es sei ein normaler Infekt (viral); daher wirkte das Antibiotikum nicht - die Ohren waren heute auch nicht mehr auffällig. Nun zu meiner Frage: Das Antibiotikum ist hier ja die totale Fehlverschreibung und schädigt nun nur unnötig die Darmwand. Können wir das nun direkt absetzen? Ich finde in Foren o. Ä. immer nur das Thema "Frühzeitiges absetzen im Zusammenhang mit einer Infektion durch Bakterienstämme nicht ratsam, da noch Sporen......" Da das in unserem Fall aber generell was die Wirksamkeit belangt ins leere läuft, wollen wir den Saft nicht weiter verabreichen. Können wir das guten Gewissens tun? Der KiA sagte halt wir sollen mal die Mindestzeit von 3 Tagen einhalten - mir ist unklar wo das Sinnvoll ist. Vielen Dank im Voraus Beste Grüße Jens
Liebe J., ich kann und darf hier keine individuellen Therapieempfehlungen geben, ohne dass ich einen Patienten selber untersuchen kann. Ich sehe auch keinen Grund, warum Sie Ihrem Kinderarzt und seinem Rat nicht vertrauen sollten. Wenn Sie Zweifel haben, dann sprechen Sie doch mit ihm. Und was die fragliche Mittelohrentzündung angeht, so ist es von Haus aus meistens unmöglich, anhand des klinischen Befunds sicher auf eine bakterielle oder virale Ursache zu schließen. Bei Kindern unter 2 Jahren wird aber empfohlen, im Zweifelsfall antibiotisch zu behandeln, denn das Risiko, dass es in diesem jungen Alter bei fehlender Behandlung zu einem schweren Verlauf kommt, ist größer als die mögliche Belastung durch eine möglicherweise unnötige antibiotische Behandlung. Die Kollegen in der Klinik haben also korrekt gehandelt. Alles Gute!
E.M.M.A
Wenn man Antibiotika zu schnell absetzt kann es zu Resistenzen kommen.
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