Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Ängste

Frage: Ängste

Mimi76

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Sehr geehrter Herr Dr. Busse, meine Tochter wird bald 3 Jahre alt. Wir haben in Januar nochmals Nachwuchs bekommen und das ist für sie natürlich eine Umstellung.  Seit 2 Wochen ist sie im Kindergarten und macht es eigentlich super. Die ersten 2 Tage waren solala seitdem klappt es gut. Ich war gestern das erste Mal weg. Die Erzieherinnen sagen sie macht es super daher war ich gleich 2 h weg. (Wir wohnen 3 min entfernt zu Fuß). Sie hat es super mitgemacht und es hat gut geklappt.  Zeitgleich hat aber auch das Thema Ängste bei ihr angefangen weshalb ich mich Frage ob es ihr unterschwellig doch zu schnell geht und sie es nicht zeigt.  Sie hat wahnsinnige Angst vor Dingen die früher kein Problem waren. Sie hat Angst vor Hacki Backi (wir haben das Lied immer zum Putzen gehört). Es geht sogar so weit, dass sie nichtmehr Essen will. Bevor sie isst versichert sie sich dass da nicht der Hacki kommt. Sie hat bei einem Geburtstag im Kindergarten sogar kein Mini Eis gegessen weil sie Angst hatte. Ich erkläre ihr dass es nicht so schnell geht, dass wir 2 mal am Tag putzen und das dann passt. Dennoch will die bestimmt nach 11 Uhr jedes Mal wenn sie etwas isst die Zähne putzen. Das geht natürlich nicht weil so oft putzen ja auch schlecht ist weshalb ich dann sage wir putzen heute Abend das reicht und sie einfach versuchen zu beruhigen und für sie da zu sein.  Dann will sie nicht auf den Spielplatz weil da sind Zecken, und im Wald sind Schnaken und und und.  Da es gleichzeitig mit dem Kitastart begonnen hat Frage ich mich ob wir ggf nochmals einen Gang runter schalten sollten und ich noch etwas im Aufenthaltsraum bleiben sollte. Auf der anderen Seite will ich es auch nicht unnötig in die Länge ziehen.  Viele Grüße 


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe M., ja, da gab es für Ihre Tochter ja gleich 2 neue Erfahrungen mit dem Geschwisterchen und dem Kindergarten. Die natürlich erst Mal bewältigt werden wollen. Außerdem sind im Alter Ihrer Tochter zeitweise Ängste vor Dingen, die wir nicht nachvollziehen können, ganz normal. Ich sehe deshalb keinen Anlass zu besonderer Sorge. Wichtig ist, dass Sie solche Ängste im Moment ernst nehmen, dabei aber sehr gelassen reagieren und liebevoll konsequent bleiben wie z.B. beim nicht notwendigen Zähneputzen. Was den Neuankömmling angeht, so ist es sehr hilfreich, wenn Sie Ihrer Erstgeborenen jeden Tag für sie planbar zu einer festen Zeit eine "Allein für sie halbe Stunde" widmen, in der das Baby "Nebensache' ist und die Große sich wieder wie ein Baby auf Die kuscheln darf, nuckeln,.......  Und auch der Papa sollte viel alleine mit ihr machen, "was nur sie darf" und kann. Viel Freude mit ihren Beiden!  


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