Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Ablärung Diabetes?

Frage: Ablärung Diabetes?

Sunny_31

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Sehr geehrter Herr Dr. Busse, unsere Tochter (20 Monate) besucht seit Mitte September eine Kinderkrippe. Die Erzieherinnen haben mich gestern zum zweiten Mal darauf angesprochen, dass sie dort sehr viel trinkt und ggf. medizinischer Abklärungsbedarf besteht (Diabetes). Ich habe dann nachgefragt, was „viel“ bedeutet, aktuell müssen sie ihre 300ml-Trinkflasche 4-5x auffüllen (aus der Tasse trinken die Kinder nur beim Frühstück/Mittagessen, aber nicht während der regulären Spielzeit). Wenn ich meine Tochter um 14.00 Uhr abhole, trinkt sie bis zum Bettgehen auch nochmal 300-500ml, sodass sie – wenn ich mich jetzt nicht total verrechnet habe – auf ca. 2L pro Tag kommt. Sie hat immer schon viel getrunken und nachdem sie zudem körperlich recht aktiv ist und am Wochenende etwas weniger trinkt (ca. 1,5L), hätte ich zunächst noch keinen akuten Handlungsbedarf gesehen. Vielleicht ist das Trinken in der Krippe auch ein Nachahmungseffekt (sie imitiert sehr stark andere Kinder) oder sie will sich damit etwas beruhigen? Sie hat auch nicht an Gewicht abgenommen und ich stelle keinen sonderbaren Uringeruch fest (soweit ich das mit meiner Schnupfennase beurteilen kann). Nichtsdestotrotz will man als Mutter aber auch nichts übersehen, deswegen meine Frage(n): - Besteht aus Ihrer Sicht ein Abklärungsbedarf? - Ist es wirklich ratsam, ein eigentlich gesundes Kind zur „Noro-Hochsaison“ in eine Kinderarztpraxis zu schleppen? Meine Mutter unterzieht sich zudem aktuell noch einer Krebstherapie, sollte also nach Möglichkeit nicht angesteckt werden (hat aber täglich mit ihr Kontakt, weil sie sie so gut von ihrer Krankheit ablenkt). - Könnte eine Messung auch via Urinstreifen zuhause oder Messung in der Apotheke erfolgen? - Gibt es irgendwelche Symptome, bei denen bei mir sofort die Alarmglocken schrillen müssten? Apathie etc.? Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihnen ein schönes (hoffentlich gesundes) Wochenende!


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe S., meiner Erfahrung nach ist so unmäßiges Trinken ohne sonstige Symptome in diesem Alter in der Regel einfach eine schlechte Gewohnheit. Und die Trinkflasche (warum muss die überhaupt sein und warum können KInder nicht aus der Tasse oder dem Becher trinken?) verführt auch dazu, sie als Beruhiger und Tröster zu missbrauchen. Das lässt sich ja alles ändern vor allem kann man weniger zu trinken geben. Bevor Sie sich Sorgen machen, könnten Sie auch eine Urinprobe beim Kinderarzt abgeben. Alles Gute!


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