Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Abeck, ich hoffe Sie können mir meine Ängste nehmen, das Thema UV-Schutz bereitet mir gerade schlaflose Nächte. Mein Mann scherzt immer „Mit dem heutigen Sonnenschutz züchten wir eine Generation Vampire heran, die beim 1. Strahl sofort verbrennt“ :-) Er hält zuviel Schutz für genauso schädlich wie zuviel Sonne, denn die Haut müsse auch lernen, sich selbst zu schützen, reparieren und Vitamin D zu produzieren (dafür sei sie ja gemacht). Wir haben es also mit dem goldenen Mittelweg versucht. Das 1. Jahr noch akribisch: Aufenthalt nur im Schatten, keine Creme, bekleidet, Hut, im Sommer möglichst von 11-16 Uhr im Haus. Im März war der 1. Geburtstag und wir machten es weiterhin wie bisher, nur an heißen Tagen jetzt auch mal kurzärmlig / unbekleidet (aber Hut), und ganz kurz in die Sonne (wenige Minuten pro Tag). Es gab nie Sonnenbrand, höchstens ganz minimal rosa (kaum sichtbar, nicht warm). Natürlich etwas Farbe bekommen (auf den Fingerknöcheln ist die Haut auch dicker geworden). Eingecremte Kinder sehen genauso braun aus, und auch das mit minimal rosa passiert da genauso, darum hab ich mir nichts dabei gedacht. Nun habe ich aber gehört, dass auch das schon geschadet hat, und die Lichtschwiele erst ab dem 3. Sommer funktioniert? Mein Mann meint ich soll nicht übertreiben, unser Kind ist ja nicht der ganz helle (keltische) Typ, und außerhalb der Mittagszeit max 2-3 Stunden im Schatten (ohne Wasser, Strand, Südland) sei nun wirklich nicht „übermäßig viel UV“. (Insgesamt sind wir länger draußen, aber da ist der UV Index dann 2 oder 1.) Ich hoffe Sie können mich beruhigen und sagen er hat recht? Sarah
Ihr Mann hat nicht recht, Ihr Vorgehen ist das korrekte. Vermeidung von Sonnenbränden in den ersten Lebensjahren; wenn UV-Exposition nicht zu vermeiden ist, textiler Lichtschutz und dort, wo das nicht geht, Einsatz von Sonnenschutzmitteln. Bis zu einem UV-Index von 2 unbegrenzte ungeschützte UV-Exposition möglich. Vitamin D-Gabe ganzjährig sinnvoll.