Sehr geehrter Herr Prof. Abeck, ich melde mich bei Ihnen, weil ich vermute, dass meine Tochter (7 Monate am 23.1.26, also heute) allergisch auf Mandeln sowie Hartweizengries reagiert und ich nun verunsichert bin, wie ich die Beikost und weitere Allergene einführen soll. Zum Hintergrund: - Ich habe allergisches Asthma und viele Allergien (Hausstaub, Katze, rohe Karotten…), mein Mann Morbus Crohn und geringen Heuschnupfen, sodass ich davon ausgehe, dass unsere Tochter allergiegefährdet ist. - Aufgrund eines starken Milchspendereflexes schluckt meine Tochter viel Luft beim Stillen, leidet daher oft an Blähungen bzw. hat häufig flüssigen Stuhl, was uns das Erkennen von Durchfall etc. auch schon vor Beikosteinführung erschwerte. - Im Rahmen eines Beikostkurses wurde mir empfohlen, zwischen dem 4 und 6 Monat ab Reifezeichen auch Allergene einzuführen. Zusätzlich wurde dazu geraten, die Beikost sehr abwechslungsreich zu gestalten, sodass ich am 17.12.25 mit Pastinake und Karotte schrittweise gestartet, aber dann auch direkt am 22./23.12 eine Löffelspitze Mandelmus zum Karottenbrei gegeben habe. Meine Tochter hat am 22.12 sieben Löffel davon gegessen und keine untypische Reaktion gezeigt. Am 23.12 gab es noch einmal 10 Löffel vom gleichen Brei. Allerdings zeigten sich dieses Mal 3 Stunden später Symptome. Aus dem Schlaf im Auto aufwachend weinte sie heftig, war kaum zu beruhigen und zeigte rote Schwellungen um beide Augen. Auch Po und Genitalbereich waren rot bzw. wund mit Pusteln. Nach 30 min verschwand der Ausschlag um die Augen, der wunde Po hielt etwas an und wurde mit Multilind behandelt. Unsere Kinderärztin hat uns dann empfohlen, 2 Monate auf Mandelmus zu verzichten und es dann wieder zu probieren (was uns noch bevorsteht). Im Anschluss habe ich als Allergene noch Sesam, Ei und Hartweizengries zum Brei gegeben, jedoch die Gabe verändert, weil ich in der Recherche gefunden hatte, dass man ggf. auch drei bis fünf Tage Abstand halten soll, bevor man das Allergen wieder hinzufügt. Das habe ich bei Sesam und Ei getan und auch weniger gegeben, weil meine Tochter es nicht so mochte (Sesam 3 Tage Abstand mit 4/5 Löffeln und Ei 7 Tage Abstand jeweils 6 Löffel). Hier gab es keine untypischen Reaktionen bei der zweiten Gabe - höchstens etwas mehr Blähungen/Bauchgrummeln bei Ei. Allerdings war ich auch unsicher, ob die Allergene mit dem Abstand und den Mengen nun als eingeführt gelten. Daher habe ich ihr gestern und vorgestern noch einmal Eiernudeln mit Zucchini angeboten (6/12 Löffel). Am ersten Tag zeigte sich keine Reaktion, sodass ich davon ausgehe, dass sie Ei verträgt.  Am zweiten Tag war die Reaktion allerdings wieder so, dass meine Tochter nach 3 Stunden heftig weinte, einen roten, pusteligen Ausschlag um Auge sowie Windelbereich bekam und ich jetzt vermute, dass der Weizen in den Nudeln das Problem sein könnte, was sehr schade ist, da sie den Brei sehr gerne gegessen hat. Meine Fragen wären jetzt: Habe ich meine Tochter mit der täglichen Gabe sowie den Mengen überfordert und bei ihr Allergien hervorgerufen, die sie sonst nicht gehabt hätte? Wie sollten Allergene am besten eingeführt werden? Mehrere Tage hintereinander oder mit Abstand? Sollten die Mengen gesteigert werden oder lieber gleich bleiben?  Sollte ich, da ich stille, auf die Lebensmittel selbst verzichten (hatte z.B. den Eindruck, dass Mandeln jetzt zu einem roten Po führen, bin aber unsicher)? Viele Produkte enthalten Mandelöl - bislang sehe ich da keine Hautreaktion bei meiner Tochter - sollte das trotzdem lieber weggelassen werden? Wie kann ich weitermachen – sowohl mit den anderen Allergenen (Fisch, Erdnuss etc.) als auch mit Weizen/Mandeln? Uns wurde Multilind bei pusteligem Ausschlag im Windelbereich empfohlen, ist das in diesem Fall, falls es eine allergische Reaktion ist, überhaupt sinnvoll? Können Lebensmittelallergien im Säuglingsalter von alleine wieder verschwinden?  Vielen Dank schon im Voraus, dass es hier die Möglichkeit gibt, diese Fragen zu stellen.  Herzliche Grüße, I. Müller