Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Christiane Mallmann:

BV seit über einem Jahr

Frage: BV seit über einem Jahr

Bienche88

Beitrag melden

Guten Tag, Seit Oktober 2024 leide ich, laut Frauenarzt, unter einer BV. Ich wurde bereits mit Gynatren geimpft (ohne Besserung) habe etliche Male Arilin erhalten, gesteigert von der kleinen zur großen Packung (nach ca.8Tagen treten die Beschwerden wieder auf) habe zig Milchsäurekuren gemacht und fast alles was es auf dem Markt gibt ausprobiert (Gele, etc.)ich habe auch probiert nichts zu nehmen und der Sache einfach mal Zeit zugeben. Alles ohne Erfolg. Ich bin Zustand nach Dammriss IV vor 9 Jahren und merke immer noch die Fäden. Damals wurde alle so zusammengenäht, dass diese sich nicht auflösen konnten. Mein damaliger Frauenarzt riet zur Wiedereröffnung, dies wollte jedoch niemand durchführen. Mein jetziger Frauenarzt glaubt nicht an sowas. Zudem kommt hinzu dass ich seit 2 Jahren HPV positiv bin (Pap3Cin1), Und vor 4 Jahren eine Laparotomie bei borderlineTumor hatte mit Entfernung beider Eierstöcke. Zuvor einige laparoskopische Zystenops. Mein Östrogenspiegel habe ich kontrollieren lassen. Der sei in Ordnung. Nehme die la femme. Kann es auch andere Gründe für die BV geben? z.B Eine Fistel oder Granulom? Laut meinem Gyn sei ich austherapiert und er könne mir nicht helfen außer immer wieder Antibiotika zu verschreiben.  Vielen Dank für Ihre Zeit.    


Dr. med. Christiane Mallmann

Dr. med. Christiane Mallmann

Beitrag melden

Guten Abend, leider sind bei der bakteriellen Vaginose chronisch wiederkehrende Verläufe nicht so selten und ich kann mir gut vorstellen, dass dies einen hohen Leidensdruck erzeugt. Ja, dass eine chronisch wiederkehrende BV auch durch eine Fistel, z.B. zwischen Darm und Vagina oder Anus und Vagina entsteht, ist durchaus denkbar. Besipsielsweise auch Fremdkörper, vaginaler Östrogenmangel, Stress, usw können theoretisch ursächlich sein bzw. die Entstehung fördern. Mit Hilfe einer gynäkologischen Untersuchung können viele der genannten Ursachen abgeklärt werden, manchmal benötigt man aber auch eine proktologische Untersuchung oder eine Bildgebung. Falls noch nicht erfolgt, sollte bei wiederkehrender BV eine Partnerbehandlung erwogen werden. Zudem gibt es laut der aktuellen Leitlinie bei chronisch rezidivierender BV die Option, eine Erhaltungstherapie durchzuführen. Diese besteht aus einer 16-wöchigen vaginalen Metronidazol-Therapie (2x/Woche); laut dazugehöriger Studie betrug die Heilungswahrscheinlichkeit 70%.  Sprechen Sie doch nochmal mit Ihrem Frauenarzt darüber, welche Optionen bzgl. Diagnostik und Therapie bei Ihnen noch offen sind.  Alles Gute!


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.