Elternforum Schwanger mit 35 plus

45 und zum 1. Mal schwanger

45 und zum 1. Mal schwanger

FlyingDesaster

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Aloha!  Ich bin so ziemlich am Ende. Ich bin 45 Jahre alt u zum 1. Mal schwanger. Ja zum allerallerersten Mal. Ich weiss gar nicht wo mir der Kopf steht. Ich erzähl euch erstmal was von mir & hoffe das ihr mir vielleicht ein wenig helfen könnt.  Ich bin 45 Jahre alt, hab seit 2022 einen Schlauchmagen, habe ca. 130 kg abgenommen. Bauchdeckenstraffung hab ich schon hinter mir. Das ich kinderlos ende habe ich mit Mitte 30 dann einfach akzeptiert. Ich habe einige Versuche unternommen auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Es hat nie geklappt. Nicht mals Fehlgeburten oder chemische Schwangerschaften. Gar Nichts. Mein FA sagte das ich ohne Hilfe nicht schwanger werden könne. Also musste ich mich damit abfinden. Es war hart, schmerzhaft & ich kam mir sehr lange soooo unnütz vor. Das ich eben keine vollwertige Frau bin. Wobei ich optisch der Inbegriff von Weiblichkeit bin. Nun ja.  Im Mai 2023 lernte ich meinen jetzigen Partner kennen. Er ist um einiges jünger als ich. Er fand's gut das ich keine Kinder möchte aufgrund meiner 'Unfruchtbarkeit'. Dumme Sprüche haben wir gemeinsam durch. Z.B. Die wird dir nie Kinder gebären, etc. Bis jetzt kam ja auch Nix rum beim ungeschützten GV. Also war Alles gut. Wir haben 2 Katzen. Geniessen unsere Freiheit, gehen spontan aus, verreisen, Feiern u leben einfach.  Letzten Montag war ich bei meiner FA zum jährlichen Check. Beim Ultraschall der Schock, ein Untermieter. Ich weiss überhaupt nicht wo ich dran bin. Mein Partner & ich sind völlig paralysiert.


Lillimax

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Hallo, oft liegt Unfruchtbarkeit ja am Übergewicht, denn im Fettgewebe wird Östrogen gebildet, und ein Östrogenüberschuss verursacht Probleme. Wenn man stark abnimmt, verschwinden diese Probleme oft ganz. So war es wohl auch bei dir, was ja eigentlich erstmal sehr schön ist!  Ich muss sagen, ich würde die Geschenke des Lebens feiern, wie sie fallen. Heute ist eine Schwangerschaft mit Mitte 40 ja nicht mehr so selten. Außerdem haben Babys ja immer die Angewohnheit zu kommen, wann sie wollen, und nicht dann, wenn man sie plant. Das gilt sehr oft. Vielleicht noch eine kleine Entscheidungshilfe: Kinder, die man bekommt, bereut man nie. Aber die Kinder, die man nicht bekommt, oft sehr wohl. Wenn du mit 90 auf dein Leben zurückschaust, wirst du nicht denken: "Ach, verdammt, hätte ich doch dieses Kind und diese Enkel nie bekommen." Aber wenn du das Kind nicht bekommst,  wirst du mit recht großer Wahrscheinlichkeit denken: "Vielleich hätte ich mich damals doch trauen sollen ..." LG 


FlyingDesaster

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Antwort auf Beitrag von Lillimax

Danke für deine aufmunternden Worte. Diesen Gedanke habe ich auch. Allerding überwiegt das mit 60 dann ein Pubertier ertragen? Mit 50 im Kindergarten mit anderen Muttis über Allergien & Kindergeburtstage philisophieren. Ich tue mich da wirklich schwer. Ich war immer die coole Tante. Was mir am allerschwersten fällt ist die Freiheit bzw. Unabhängigkeit. Es gibt sogesehen keine Familie die uns den Wurm mal abnehmen würden. Generell könnte ich Niemandem mein Kind anvertrauen. Mit Zwerg um die Welt fliegen & ganze WEs auf Festivals verbringen. Ich weiss nicht ob ich das kann. Gesundheitlich gesehen habe ich riesige Angst.  Mein Partner sagt Abort. Es wäre aber unsere erste & einzige Chance. Er ist jünger u sagt ich hab noch Zeit, aber kein Verlangen. Das aber wird kommen u ich weiss das dieser Druck unaushaltbar ist. Es wäre grauenvoll für mich, wenn er in 10 Jahren dann eine Andere schwängert u mich sitzen lassen würde


Amysmama

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Hey 👋  wie weit bist du denn?  Also für einen Partner würde ich niemals abtreiben. Du weißt nicht, was die Zukunft bringt, am Ende ist es wirklich so, dass er mit einer anderen dann eine Familie gründet und du es bereust.  Und was das andere angeht, vielleicht hat das ja ein Vorteil, wenn man älter ist als die anderen Mamas


Wanda566

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Antwort auf Beitrag von FlyingDesaster

Also erstmal: krass, was dein Körper da hingekriegt nach so langer Zeit unerfülltem Wunsch und in einem Alter, in dem es eh nicht mehr so wahnsinnig wahrscheinlich ist. Dass du geschockt bist und das nun nicht mehr der Plan war, kann ich total verstehen, das muss ein Schock sein. Ein Kind großzuziehen ist eine krasse Aufgabe, die - zumindest zu Beginn - mit viel Verzicht verbunden ist. Es kommt aber nach und nach alles zurück. Bei uns ist es so: Unser Sohn ist 4 Jahre alt und seit kurzem merken wir, dass wir wieder mehr Freiheiten, trotz wenig familiärer Unterstützung, haben. Kita, Babysitter, man wird wieder flexibler, das Kind macht auch wieder mehr mit. Wichtig ist ja: du hast die Wahl. Wenn du nicht willst und dir das absolut nicht vorstellen kannst, musst du es nicht machen, aber du kannst.