KirschWunschMama34
und "I don't give a shit anymore". Ich habe keinen Bock mehr auf den Scheiß. Ich habe keine Luste mehr, immer brav und angepasst zu sein. Auf die Straße auszuweichen, weil die Leute meinen, sie müssten zu dritt nebeneinander den Gehweg blockieren (Eltern mit kleinen Kindern und Menschen mit Beeinträchtigungen hier ausdrücklich ausgenommen). Mir als Radfahrer die Vorfahrt nehmen zu lassen. Ich hab die Schnauze voll von schlechten Arbeitgebern, schlechten Partnern, schlechtem Essen und schlechtem Wetter. Von "das darfst du nicht anziehen" oder "das darfst du nicht sagen". Ich will nicht mehr alles schlucken. Ich will nicht mehr funktionieren (müssen). Ich will nicht mehr nett sein zu Menschen, die nicht nett zu mir sind. So. Was lasse ich mir jetzt im November von meinem Gyn dagegen verschreiben? Ich bin nämlich auf meinen Job angewiesen und kann mich daher leider nur bedingt mit meinem Arbeitgeber anlegen. Die Gedanken sind frei und ich darf denken, dass mein Chef inkompetent ist, ich sollte es ihm aber nicht an den Kopf werfen. Ich kann mich auch nicht von Manta Manni überfahren lassen, nur weil es mich nicht als vollwertigen Verkehrsteilnehmer ansieht, Vorfahrt hin oder her. Und mein Mann muss zumindestens so lange bei uns leben, bis ich im Lotto gewonnen habe und für den Unterhalt von drei Personen alleine aufkommen kann. Ich will auch nicht von nem Nazi auf die Fresse bekommen, ich mag meine Zähne (und meine Mutter wirft mir bis heute vor, wie teuer die Zahnspange war). Ich würde meine Schmerzgrenze bei "Wenn ich mir die Haare grün färben lassen will, dann mache ich das" und "Für kein Geld der Welt machen ich dir Platz für dein Manspreading, du Affe" setzen. Vielleicht noch bei "Nope, heute echt keinen Bock auf einen Besuch bei Oma. Ich möchte bitte auf die Couch." Östrogen? Progesteron? Vitamin D? Ashwaganda? Mönchspfeffer? Ein emotional support Frettchen? Und vor allem: wie verkaufe ich das meinem Gyn? Ich habe zwar gefühlt eine Million kleine Anzeichen für die Perimenopause, aber dank Hormonspirale kommt das erste Mal in meinem ganzen Leben meine Mens regelmäßig. Jahrelanger unerfüllter Kinderwunsch, jahrelange Kinderwunschbehandlung, PCOS, Verdacht auf Endometriose... und mit grob so um die Mitte 40/wir gehen scharf auf die 50 zu, verkürzt sich mein Zyklus plötzlich von 90 auf 30 Tage, ich habe spinnbaren Zervixschleim, ich spüre meinen Eisprung (quasi in jedem Monat). Dafür habe ich halt auch chronisches "LMAA", Gelenkschmerzen, Wassereinlagerungen (ich habe nichtmal in der Schwangerschaft Wasser eingelagert!), Zwischenblutungen, ständige Müdigkeit, Durchschlafstörungen, Konzentrationsprobleme und mir wachsen plötzlich komische Haare am Kinn, ich bin nur noch eine Warze auf der Nase vom nächsten Hexenprozess entfernt (meine Laune hilft da nur bedingt). Letztes Jahr fand er das alles fine, weil der Zyklus ja regelmäßig ist. Ich aber nicht (mehr). (Mein Psychodoc lacht mich immer aus, wenn ich das so sage und meint, mit mir sei abgesehen von meiner mini Depression alles in Ordnung, das sei hormonell, daran könne er nix tun, das müsse mein Gyn, vielleicht noch der HA oder ein Endo, aber das sei nicht sein Spezialgebiet. Wir könnten lediglich drüber reden, was ich tun kann, statt meiner Bereichsleitung eine Glitzerkarte zu Weihnachten zu schicken.)
Hallo, dass du alles sehr negativ siehst, hat ja nicht mit den Wechseljahren zu tun, das gibt es in jedem Alter. Ich selbst bin in den Wechseljahren, kenne das aber nicht. Es klingt, als ob es eher mit der Persönlichkeit zu tun hat. Du tickst eben so, und ganz ehrlich: Du scheinst das Rumkritteln auch ein wenig zu genießen, so selbstironisch und witzig wie du alles schilderst. Sorry, wenn ich so ehrlich bin. Ja, ich weiß, du hast Leidensdruck, aber eben nicht nur. Klar, vom Alter her kommst du demnächst allmählich in die Wechseljahre. Aber deine jetzigen Symptome klingen für mich noch nicht unbedingt danach. Du hast einen regelmäßigen Zyklus mit Eisprung. Das liegt nicht an der Hormonspirale, diese macht keine regelmäßigen Eisprünge. Haare auf dem Kinn und Zwischenblutungen deuten eher auf ein Ungleichgewicht bei bestimmten Hormonen hin als auf Wechseljahre. So etwas passiert zum Beispiel durch falsche Ernährung, Bewegungsmangel und vor allem ein paar Pfunde zu viel. Dies würde auch zu deiner früheren Diagnose PCOS passen. Übrigens begünstigt dies alles auch Depressionen, weil der Darm hier ein Wörtchen mitredet, wie man heute weiß. Der nächste Schritt ist jetzt, dass du deinen Gyn um eine Blutabnahme mit Bestimmung der Zyklushormone bittest. Man muss mal schauen, ob es hier einen Mangel oder einen Überschuss bestimmter Hormone gibt. Dann erst kann man überlegen, ob und wie man es behandelt. Der Hausarzt sollte auch die Schilddrüsenhormone mal checken. LG und immer cool bleiben, eh? 🤓
Ich verstehe nicht, warum du gegensteuern willst, ich finde es ganz wunderbar, dass man nicht als angepasstes obrigkeitshöriges menschenkind durch die gegend rennt! Lebe diese entwicklung mit verstand, dann brauchst du keine pillen.... Ich bin bj 1967 und lasse mich weder von schlechten chefs, noch schlechten partnern, noch sonstigen energieräubern beirren. Man kann alles ändern, wenn man will!!! Ich verstehe auch ehrlich gesagt dieses gewese um die wechseljahre nicht....