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Die männliche Samenzelle wird nach einer reifenden Rast mit Botenstoffen und Wärme zur Eizelle geleitet Spermien lassen sich von Temperaturunterschieden zum Ort der Befruchtung leiten. Das zeigt eine Studie des israelischen Weizmann Instituts, die vom Nature Medicine veröffentlicht wurde. Die Stelle, an der sich die Eizelle befindet, ist etwas wärmer als der Ort, an dem die Spermien auf ihrer Reise durch den weiblichen Genitaltrakt eine Pause machen. Männliche Samenzellen orientieren sich bei ihrer Navigation offensichtlich an diesem Temperaturunterschied. Spermien gelangen über die Gebärmutter in den Eileiter. Dort heften sie sich an die Innenwand und machen eine Rast, wobei sie einen Reifungsprozess durchlaufen, der sie auf das Eindringen in die Eizelle vorbereitet. Eine Samenzelle, die diese Reifung vollzogen hat, löst sich von der Wand und verlässt die Raststelle. Hat in den vorangegangenen 24 Stunden ein Eisprung stattgefunden und sich eine befruchtungsfähige Eizelle aus dem Eierstock gelöst, macht sich das gereifte Spermium auf eine komplizierte Reise durch den Eileiter, um zum Ort der Befruchtung zu gelangen. Zu einem früheren Zeitpunkt schon hatte Eisenbach herausgefunden, dass die Eizelle die reife Spermazelle "ruft", indem sie eine chemische Substanz freisetzt. Das chemische Signal kann jedoch das Spermium nur aus einer kurzen Entfernung anlocken: Da sich der Eileiter normalerweise wellenartig bewegt, kann sich die chemische Substanz offensichtlich nicht wirksam durch den gesamten Eileiter verteilen, das Signal kann über weite Entfernungen das Spermium nicht erreichen. Die chemische Steuerung, "Chemotaxis" genannt, kann also nicht für die gesamte Reise des Spermiums maßgeblich sein. Da sich herausstellte, dass die Raststelle des Spermiums um ungefähr zwei Grad Celsius kühler ist als die Befruchtungsstelle, stellten die Forscher die Hypothese auf, dass das Spermium durch die Temperaturdifferenz zur Befruchtung gelockt wird. Der technische Ausdruck für diese Art von Steuerung ist "Thermotaxis". Um diese These zu überprüfen, bauten die Wissenschaftler eine Laborinstallation mit simulierter Raststelle, einer Befruchtungsstelle und einer Verbindungsröhre. Sie testeten das Verhalten von Hasensperma in diesem System und fanden heraus, dass die Spermien tatsächlich auf Wärme reagieren. Selbst ein halbes Grad Unterschied reicht aus, um die Spermien anzulocken. Darüber hinaus stellten die Wissenschaftler fest, dass sich nur gereifte Spermien, also diejenigen, die auch in die Eizelle eindringen können, von der Temperatur leiten ließen. So des wär´s jetzt für´s erste! *puhh* Hoffe konnte euch ein paar lese anregungen geben?? LG daniela