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Alle Produkte liefern mindestens die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag. Der Großteil der untersuchten Produkte enthält sogar fünf Milligramm, also 5000 Mikrogramm Folsäure pro Tablette. Diese Präparate sind nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch zur Behandlung eines nachgewiesenen Folsäuremangels zugelassen. Da Überdosierungserscheinungen überaus selten sind, haben wir hier nicht abgewertet. Die Lederfolat Tabletten von Teofarma (früher Lederle) enthalten als einziges Produkt im Test keine Folsäure, sondern das Kalziumsalz der Folinsäure, was aber an der Zufuhr nichts ändert. In der Gebrauchsanweisung empfiehlt der Hersteller zur Vorbeugung 0,16 bis ein Milligramm Folinsäure täglich. Unklar bleibt lediglich, wie der Anwender dies angesichts der Fünf-Milligramm-Tablette umsetzen soll. In drei Folsäurepräparaten stecken PEG/PEG-Derivate. Die Emulgatoren können Schadstoffe durch die Darmwand schleusen. Keines der getesteten Produkte enthält künstliche Süßstoffe, Natriumdodecylsulfat oder Paraffine. Das haben wir untersucht Folsäure: Die mittlere, vom Anbieter empfohlene Tagesdosis in Milligramm reicht bei den untersuchten Produkten von 0,4 bis zehn Milligramm. Einige Firmen betonen, dass zwar laut Beipackzettel die Einnahme von ein bis drei Fünf-Milligramm-Tabletten möglich ist, in der Praxis aber üblicherweise nur eine Tablette täglich eingenommen werden würde. Überschüssige Folsäure scheidet der Körper mit dem Urin aus. Gesundheitlich bedenkliche Hilfsstoffe: Darunter fallen Polyethylenglykole und deren Abkömmlinge (PEG/PEG-Derivate). Sie verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. In Tabletten stecken sie als technische Hilfsstoffe. Sie können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen. Zu den gesundheitlich umstrittenen Hilfsstoffen zählen künstliche Süßstoffe, die die Arznei angenehm schmecken lassen sollen. Doch Süßstoffe sind nicht nur häufig gentechnisch hergestellt, sondern verleiten auch dazu, das Präparat häufiger als notwendig einzunehmen. Umweltbelastende Verpackung: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe belasten die Umwelt bei Herstellung und Entsorgung. Folsäure schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen Folsäure scheint auch eine Rolle bei der Arteriosklerose zu spielen. Die verkalkten Gefäße können zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen in den Extremitäten führen. Das Risiko für diese Krankheiten steigt, wenn die Aminosäure Homocystein im Blut erhöht ist. Da diese mit Hilfe der Tetrahydrofolsäure sowie der Vitamine B6 und B12 in die harmlosen Aminosäuren Methionin und Cystein umgewandelt wird, senkt eine ausreichende Folsäureversorgung das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bereits mit der täglichen Einnahme von 800 Mikrogramm Folsäure verringerte sich das Schlaganfallrisiko um ein Viertel, ergab eine kürzlich abgeschlossene Auswertung von annähernd 100 Studien. Als Risikofaktoren für erhöhte Homocysteinwerte gelten eine mangelnde Versorgung mit den Vitaminen B6, B12 und Folsäure, die Einnahme von Medikamenten gegen Epilepsie oder der Pille sowie höheres Alter (Männer ab 60 Jahren und Frauen nach den Wechseljahren). Der Hausarzt kann den Homocysteinspiegel bestimmen, was etwa 20 Euro kostet, und dann zu einer Vitamintherapie raten, die die schädliche Aminosäure in Schach hält. Grüße,dani