Die Mönche des Mittelalters benutzten seine Früchte als Pfefferersatz, denn Gewürze waren fast unbezahlbar. Zugleich half er ihnen, das Keuschheitsgelübde einzuhalten, denn er soll den männlichen Sexualtrieb dämpfen. Von dieser "Nebenwirkung" hat der Mönchspfeffer denn auch seinen anderen Namen: Keuschlamm (lies Keusch-Lamm), die Übersetzung des lateinischen Begriffs Agnus castus. Die unscheinbare Wiesenpflanze aus dem Mittelmeerraum und dem vorderen Orient half den heiligen Brüdern also sozusagen, immer lammfromm zu bleiben. Heute ist der Mönchspfeffer (von Insiderinnen kurz "Möpf" genannt) eines der meist verordneten Heilmittel in der Gynäkologie. Inzwischen hat man nämlich herausgefunden, dass dieses Eisenkrautgewächs vor allem beim weiblichen Geschlecht seine starken Seiten entfaltet. Natürlich ist damit keineswegs eine Dämpfung der Lust auf Sex gemeint... LG,dani