Hallo, meine Süsse, letztlich befinden wir uns wirklich in derselben Phase momentan. Zwar sind wir nicht im selben Behandlungsstadium, haben aber dieselbe Wartezeit hinter uns, und das nagt an unseren Seelen und ganz allgemein an unserem Leben. Wie Du schon geschrieben hast, alles dreht sich nur noch um den KiWu, so sehr wir uns auch dagegen zu wehren versuchen. Der Gedanke nach dem Zyklustag, das Hibbeln auf irgendwas (Mens / NMT / ES / Beginn des nächsten Behandlungsschritt usw.), all das ist omnipräsent und NERVT. Ich weiss nur nicht, wie ich die Behandlungspause, die sicherlich sehr vernünftig ist, dann bitte schön ANDERS herumkriegen soll. Kannst Du Dir wirklich vorstellen, dass Du nicht mehr daran denkst, wann es zum herzeln wohl am günstigsten ist? Dass Du nicht mehr wehmütig den vielen Kinderwagen im Einkaufszentrum hinterherschaust? Ich weiss nicht so recht, wie ich das packen soll. Vielleicht auch deshalb das Gespräch über die Adoption, dann tun wir wenigstens etwas, wo uns ansonsten doch die Hände gebunden sind. Übrigens haben wir uns letzten Samstag ein elektrisches Klavier gekauft - wir können beide nicht spielen, *nur* Noten lesen, und ich hoffe, das beschäftigt mich auch ordentlich die nächsten Monate, um ein bisschen Abstand zu gewinnen. Ich hatte immer davon geträumt, hochschwanger Klavier zu spielen und meinem Baby so eine "musikalische Einführung" zu ermöglichen, jetzt brauche ich das wohl eher, um meine Gedanken auf etwas anderes zu konzentrieren. Das Leben ist manchmal ganz schön ungerecht. Ich habe mir noch nie vorgestellt, dass ich KEINE Kinder haben könnte, und beginne nun allmählich zu begreifen, dass es zumindest möglich ist, dass es soweit kommt. Wie auch immer, wir wachsen an dieser Aufgabe und an diesem KiWu; hoffen wir nur, dass wir dafür eines Tages auch belohnt werden. Einen dicken Knutscher für Dich von Bettina