Impfung vor und während der Schwangerschaft Das amerikanische Komitee für Impfempfehlungen hat im Oktober 2001 Daten untersucht, welche zeigen, dass kein Fall des typischen Röteln-Syndroms bei Kindern gefunden wurde, deren Mutter zufällig innerhalb von 3 Monaten vor der Schwangerschaft oder früh in der Schwangerschaft gegen Röteln geimpft worden waren. Empfehlungen Die Untersuchungen wurden durchgeführt in den USA (U.S. Rubella Vaccine in Pregnancy Registry), in England (U.K. National Congenital Rubella Surveillance Programme) in Schweden und in Deutschland (G. Enders, M.D., Labor Enders und Partner, und Institut für Virologie, Infektologie und Epidemiologie) anhand von 680 Lebendgeburten, bei denen die Mutter innerhalb von drei Monaten vor Schwangerschaftsbeginn bzw. zu Beginn der Schwangerschaft gegen Röteln geimpft worden war. Keines der Kinder hatte das typische Röteln-Syndrom. Nichtsdestotrotz bleibt ein Restrisiko von 0,5%. Das Risiko bei den 293 Kindern, deren Mütter innerhalb von 1-2 Wochen vor und 4-6 Wochen nach der Befruchtung eine Rötelnimpfung erhielten, wird mit 1,3% angegeben. Es ist also deutlich geringer, als die >20% Risiko, die bekannt sind, wenn die Mutter innerhalb der ersten 20 Schwangerschaftswochen an Röteln erkrankt. Aufgrund dieser Untersuchungen ist die Empfehlung für Frauen, nach einer Rötelnimpfung eine Schwangerschaft in den ersten drei Monaten zu vermeiden, auf 28 Tage reduziert worden.