LÜBECK (MedCon) – Hormonelle Arzneimittel machen „trägen“ Eierstöcken buchstäblich Beine – und das mit zunehmend besseren Erfolgen, hebt der Lübecker Reproduktionsmediziner Dr. Georg Griesinger in den Gynäkologischen Nachrichten hervor. Ziel ist, die Störungen im Monatszyklus zu korrigieren, so dass die Empfängnis-Chancen optimiert werden, betonte der Gynäkologe. Bei Frauen ohne Ovulation heißt das zunächst, einen Eisprung zu erzielen. Bei normal ovulierenden Frauen kann eine Hormontherapie darauf abzielen, dass mehrere Eizellen gleichzeitig reifen und zum Sprung kommen. Schwangerschaftsraten lassen sich so steigern, doch muss man so auch mit einem höheren Vorkommen von Mehrlingsschwangerschaften rechnen. Dahin gehend sollten die Patientinnen aufgeklärt werden, so Griesinger weiter, und dann die endokrine Therapie sorgfältig ausgewählt werden. Die Wahl der Therapie bei Zyklusstörung und Kinderwunsch orientiert sich an der jeweiligen Ursache, die der betreuende Gynäkologe im Vorfeld genauestens abgeklärt haben sollte. Die meisten der verfügbaren Therapeutika haben dabei – vor allem wenn sie selbst zu verabreichen sind – bereits ihre Effektivität gezeigt. Liebe Grüße daniela