BARBATA
Ich weiß, ich bin wahrscheinlich nicht ganz richtig hier, da mein Herz und mein Körper zwar unbedingt ein Baby wollen, mein Kopf aber nicht. Um mein "Dilemma" zu beschreiben, muss ich etwas ausholen: Mit 16 wurde ich ungeplant schwanger und habe abgetrieben. Jahrelang habe ich darunter stark gelitten. Hatte Depressionen und starke Migräne und wollte unbedingt ein Baby. Ein paar Jahre später lernte ich im Studium meinen heutigen Mann kennen. Wir bekamen recht früh zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen und die Abtreibung und all das Leid waren vergessen. Die Kinder sind nun 9 und 7. Wir sind heute eine glückliche Familie. Eigentlich ist alles perfekt, wir haben beide gute Jobs, können uns Urlaube leisten. Die Kinder verstehen sich super und werden immer selbstständiger, was für uns Eltern natürlich auch mehr Freiheiten bedeutet. Wir gehen wieder öfter aus, können auch mal ausschlafen alles ist schön und das Thema Kinder war für mich abgeschlossen. Seit ein paar Monaten merke ich aber, dass mein Körper wieder ein Baby will. Es ist wie damals nach der Abtreibung; wenn ich andere Babys sehe, will ich auch eins. Aber unser ganzes schönes entspanntes Leben dafür aufgeben? Ich bin echt verzweifelt. Ich habe gerade beruflich richtig Fuß gefasst und ein weiteres Kind würde mich wieder zurückwerfen. Auch unsere jetzige Wohnung wäre für ein weiteres Kind zu klein. Andererseits kann es ja auch nicht gesund sein dieses Bedürfnis nach einem Baby zu verdrängen. Ich habe Angst, dass ich wieder Migräne und Depressionen bekomme. Gibt es unter euch Mütter mit ähnlichen Gedanken? Oder die ähnliche Gedanken hatten und sich dann für oder gegen ein weiteres Kind entschieden haben? Hört dieses Babywunsch überhaupt irgendwann auf? Ich bin erst Anfang 30 und könnte ja theoretisch noch 5 Kinder kriegen. Ich weiß echt nicht was ich machen soll. Mein Mann sieht alles ganz entspannt und sagt wir hätten ja noch viel Zeit für ein weiteres Kind.
Na, im Grunde genommen hast du doch 3 Optionen: 1. Du gibst dem Wunsch nach und wirst schwanger. Ehrlich gesagt, den Beruf würde ich da eher zur Seite schieben. Immerhin ist es auch möglich weiterhin mindestens in TZ zu arbeiten selbst solange wie das Kind noch arg klein ist. man muss also nicht "raus aus dem Beruf" wenn man nicht will. Zumal es ja auch noch einen Vater gibt... 2. Du verweigerst dir dem Wunsch, gibst ihm nicht nach und endest evtl irgendwann in der Depression oder ähnlichem. Ist dem Berufsalltag auch nicht wirklich förderlich - und schmeißt dich sicherlich weit länger aus dem Beruf und Alltag heraus... 3. Du machst einen Termin bei einem Therapeuten/Psychologen und schaust ob da nicht was ganz anderes hinter steckt. Evtl ja, evtl nein, aber auf jeden Fall kann der dir evtl Wege zeigen gegen die Migräne und den Depressionen. Und dann kannst du immer noch entscheiden. Welcher Weg sich für DICH !! richtig oder einfach auch nur richtiger anfühlt, musst du entscheiden. Das kann kein anderer.