Elternforum Bitte noch ein Baby

Austauch zu dem Thema: Single und Kinderwunsch bzw. private Samenspende

Austauch zu dem Thema: Single und Kinderwunsch bzw. private Samenspende

roseng11

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Hallo zusammen! Ich möchte ein Thema ansprechen, das lange ein Tabu war und heute ein wichtiges Thema geworden ist. Nämlich: privaten Samenspender suchen als Single-Frau. Für viele Frauen ist das eine Möglichkeit, wenn man z.B. als Single Kinderwunsch hat, aber in Deutschland durch Gesetze daran gehindert wird. Ich würde mich gerne mit Frauen austauschen, die sich auch mal Gedanken darüber gemacht haben und Informationen suchen. Vielleicht gibt es hier in dem Forum keine Alleinstehenden, aber vielleicht Paare, die sich mit diesem Thema ebenso beschäftigt haben und noch beschäftigen. Ich freue mich auf seriöse Antworten hierzu. Viele Grüße


Mitglied inaktiv

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Ich kenne ein paar lesbische Paare, die in KiWu Kliniken gegangen sind. Und eine ExKollegin, zu der Zeit Single, hat in der Disco einen Mann aufgerissen und sich von dem ONS schwängern lassen. Ich finde, als Mutter werden wollende Frau, schon mit der "Planung", sollte man sich der Verantwortung für sein Kind bewusst sein. Und dann die egoistischen Gründe "ich wünsche mir ein Kind" auch mit dem "was ist ein gutes Nest für mein Kind" zusammenbringen. Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, aber wir reden hier von einem Kind, das zum Beispiel auch ein Recht hat über seine Herkunft Bescheid zu wissen Es ist kein Spielzeug und kein Haustier, dass man, wenn es doch nicht so ist, wie erträumt, man ne Allergie hat usw ins Tierheim bringen kann.


Mitglied inaktiv

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Bevor ich falsch verstanden werde: Wenn zB Homosexuelle eine stabile Partnerschaft haben, usw, das Nest bereitet usw. finde ich das völlig ok Es gibt auch hetero Paare, die ne Samenspende brauchen


Blume292

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Ich schließe mich Pattylabelle an. Grundsäzlich sollte man bei der Planung einer SS und dem Wunsch nach einem Kind für stabile Verhältnisse sorgen, auch wenn viele danach doch alleinerziehend sind. Aber genau diese alleinerziehenden Mütter kennen die traurigen Augen und noch traurigeren Fragen ihrer Kinder wenn diese fragen wo und wer Papa ist (vor allem wenn der sich nicht um seinen Nachwuchs kümmern mag). Ich kenne auch viele Erwachsene, die noch lange mit dem Schicksal hadern, weil sie Vater oder Mutter (also ihre Wurzeln) nie kennenlernen durften oder Kontaktversuche nach dem Ausfindigmachen abgelehnt wurden. Sicherlich gibt es Gründe, warum man als Frau einerseits ein Kind möchte, andererseits eine Beziehung ablehnt. Aber optimal ist das für keines der geborenen Kinder. Und genau deshalb gibt es Gesetze, die diese Form der Familienplanung erschweren oder verhindern sollen. Diese haben einen ethischen Hintergrund und begründen sich auf dem Gesetz das alle Kinder ein Recht darauf haben Mutter UND Vater zu kennen! Aber wer will, findet sicherlich immer ein Schlupfloch und eine Möglichkeit. Das muss dann jeder selber wissen, auch mit der Verantwortung für sein Kind.


merrie85

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Ich schließe mich Patty und Blume in jedem Punkt an. Ich kann gut verstehen, wenn der KiWu übermächtig wird bei einer Single Frau, , irgendwann möchte man ja gerne eine Familie, aber vielleicht sollte man sich erstmal darüber klar werden (und zwar ganz ehrlich mit sich selbst), ob man den KiWu nicht eventuell als 'Vorwand benutzt', seine eigene Einsamkeit hinter sich zu lassen. Ein Kind braucht Eltern, ob das jetzt Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann ist. Auch wenn viele Ehen geschieden werden und die Kinder dann doch nur bei einem Elternteil aufwachsen, sollte man überlegen, ob man diese Situation wirklich als Ausgangsposition für sein Kind möchte.


Lulila36

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eine lesbische bekannte hat sich künstlich in dänemark befruchten lassen und sie und ihre partnerin haben jetzt einen 3 jährigen sohn. ich persönlich befürworte das nicht.


Lulila36

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achso bei single frauen finde ich es egoistisch.


Shentea

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Auch wenn ich hier vielleicht den einen oder anderen vor den Kopf stoße: mir war immer klar, dass ich ein Kind will - auch wenn ich nicht den richtigen Partner dafür haben sollte. Vielleicht liegt es daran,dass ich bei einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen bin, die ich immer als starke Frau bewundert habe. Ich wusste, dass ich mein Lebensglück (oder Unglück) nie von einem Mann abhängig machen wollte, daher kann ich Singlefrauen mit Kinderwunsch sehr gut verstehen. Was, wenn man einfach keinen passenden Partner findet? Dann ein Leben lang kinderlos und unglücklich bleiben? Just my 2 cents, Shentea


roseng11

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Liebe Shentea, vielen Dank, dass Du meine Beweggründe verstehst. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass auch alleinstehende Frauen sehr wohl in der Lage sind, ein Kind so zu erziehen, dass es glücklich wird. Man hat zwar viel zu kämpfen und alles lastet auf diesen einen Schultern, aber dadurch kann man viel Stärke erreichen für sich selbst und auch für das Kind. Ich habe bereits ein Kind und "komischerweise" ist dieses sogar mehr sozial im Kindergarten als andere Kinder mit Eltern, also Mutter und Vater. Ich werde immer wieder von Fremden angesprochen, da diese mehr als verwundert sind, wie toll sich mein Kind verhält. Mein Kind ist, auch ohne Vater, wunderbar entwickelt und geht mit seinen Mitmenschen sehr respektvoll um. Man sagt mir immer wieder, wie extrem ausgeglichen es ist und dass es immer so fröhlich und aufmerksam ist. Natürlich fehlt in manchen Situationen der Vater und oft frage ich mich auch, ob ich wirklich richtig entschieden habe. Aber jeden Tag bekomme ich die Bestätigung, dass es richtig war. Mein Kind wird nicht daran scheitern, keinen Vater zu haben, sondern ich lege grossen Wert darauf, dass es die richtige Beziehung zum männlichen Geschlecht lernt und später einmal eine gesunde Einstellung zu einer Partnerschaft haben wird. Ich sehe viele Familien im Kindergarten, wo ich denke, dass es doch manchmal besser ist, wenn ein Kind solch einen Alltag zu Hause nicht miterleben muss, wo viel gestritten und auch sich getrennt wird. Mein Kind ist für mich der Beweis, dass ich es richtig mache, denn ich tue alles, damit ich es richtig mache und mein Kind eine gute und fröhliche Zukunft haben wird.


Lewanna

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Also ich finde es unfair. Warum sollten Frauen, die einfach nicht das Glück haben den richtigen Partner zu finden keine Kinder haben dürfen? Sich einfach von einem ONS nach der Disco schwängern zu lassen ist viel Verantwortunsloser als eine Samenspende. Da ist ja auch noch das Krankheitsrisiko, und es klappt ja auch nicht unbedingt beim ersten Versuch. Wie viele Paare trennen sich teilweise noch während der Schwangerschaft. Und „nur wegen der Kinder“ zusammenzubleiben ist ja auch keine Lösung. Ich denke, dass sich Frauen, die keinen Partner haben und auf diesem Wege schwanger werden wollen, sich mehr Gedanken gemacht haben, um die Erziehung des Kindes, als andere.


keinnamemehrfrei

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Antwort auf Beitrag von roseng11

da verläuft man sich hier her und entdeckt so ein spannendes Thema. ich glaube die Skepsis liegt nicht darin das die Menschen denken das ein "armes Kind" von einer alleinerziehenden Person erzogen wird, sondern darin, das es für immer ausgeschlossen ist, das das Kind seine Wurzeln zurück verfolgen kann. ich bin auch der Meinung das manche Paare sich besser trennen sollten anstatt ihren Kindern ein schreckliches Vorbild zu sein aber selbst wenn ich mich mal von meinem Mann trennen sollte, so ist für meinen Sohn ja trotzdem ein Leben lang klar wer der Vater ist. das ist bei einer Spende eben nicht möglich und da frage ich mich ob das nicht eine riesen Last ist, die man seinen Kindern auferlegt? Grundsätzlich bin ich überhaupt nicht der Meinung das es nicht möglich ist, das eine alleinerziehende Mutter ihre Kinder liebevoll aufzieht und ein tolles Leben ermöglicht. Nur weil man einen Partner hat, ist man ja kein besserer Vormund. Aber das sind nur meine ersten Ideen zu dem Thema, habe da noch nie drüber nachgedacht aber finde gut wenn solche Dinge in den Alltag der Menschen finden.