Zeyni
Hallo zusammen, Ich habe eine 3 jährige Tochter und vor einem Jahr 2 FG. Jetzt mache ich mir Gedanken über eine neue SS. Da ich aber eine neg. Blutgruppe habe und mein Mann positiv und ich keine Anti D Spritze nach den FG bekam, habe ich Angst. Nun meine Frage: Kann eine Anti D Spritze vor der SS eine allfällige FG verhindern? Ich ärgere mich, dass mein Arzt die Spritze vergessen hat! Bitte um Erfahrungsberichte. Vielen Dank liebe Grüsse Zeyni
Hallo Zeyni, ich hatte auch zwei FGen in 2012, bin rh-neg., mein Mann pos. Mein FA hat mir bei beiden FGen schon bei der ersten leichten Schmierblutung die Anti-D verpasst, und in der Klinik haben sie eine schriftliche Bestätigung verlangt, damit ich sie nicht sicherheitshalber nochmal bekommen habe. Scheint also schon wichtig zu sein. Wenn du deinem Arzt dahingehend nicht vertraust, würde ich einen anderen FA um Rat fragen, oder hier im Expertenforum. Alles Gute, Sonne
Mit der Anti-D-Prophylaxe schon während der ersten SS und danach will man den Sensibilisierungsprozess gegen das Blutgruppenmerkmal RH positiv verhindern. Wurde das versäumt oder übersehen entwickelt der Organismus der Frau (mit RH negativem Blutgruppenmerkmal) Antikörper gegen das Blut RH positiv. Eine Sensibilisierung erfolgt. Diese Sensibilisierung kann nicht rückgängig gemacht werden. Das heisst bei jeder neuen SS (und damit dem Kontakt mit dem "fremden Blut" ) beginnt dein Organismus bzw. die Antikörper in deinen Blut, das "fremde Blut" als Eindringling zu bekämpfen. Daraus resultieren die Probleme, die mit einer erneuten SS verbunden sind. Eine bereits erfolgte Sensibilisierung/ Antikörperentwicklung kann leider nicht rückgängig gemacht werden. Nur das Verhindern dieser Sensibilisierung/ Antikörperentwicklung nach jeder erfolgten SS schützt das Kind in einer Folgeschwangerschaft. Dass heisst in diesem Fall leider, dass bei dieser Konstellation immer mit Komplikationen in der Folgeschwangerschaft zu rechnen ist. Meistens bis zur SSW 12. Und soweit der Kentnisstand kann man im nachhinein dagegen nicht viel machen. Aber ich bin kein Arzt und gebe nur wieder, was zu diesem Thema veröffentlicht wurde. In Medizin und Wissenschaft gibt es fast täglich neue Erkenntnisse. Also hierzu unbedingt immer den behandelnden Arzt konsultieren!