Goggolinchen
Mein Opa ist mittlerweile 90 und hatte vorgestern wiederholt einen Schlaganfall :( Nun ist er noch im Krankenhaus und mein Vater,bei dem meine Großeltern wohnen,sagte er würde uns nicht mehr kennen,wenn er von uns erzählt. Meine Schwester ist nun nicht sicher,ob sie ihn nochmal besuchen möchte,um eine schöne Erinnerung an ihn zu behalten. Ich hoffe es ist verständlich geschrieben... Andererseits wäre es doch schön,wenn die Familie bei ihm ist. Wie seht ihr das? was würdet ihr tun? lg
hey,ich würde auf jeden fall hin.. das letzte mal das ich meine schwie-oma gesehn habe war auf dem sterbebett,aber einen geliebten menschen alleine zu lassen,egal was einen erwartet,könnte ich nicht übers herz bringen und würde mir ewig vorwürfe machen.. lg
ich würde immer hin fahren wir waren auch noch bei meiner oma als sie im sterben lag
Hallo, ich würde ihn besuchen. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass die Betroffenen einen zwar vielleicht nicht bewußt erkennen, aber sie haben ein vertrautes Gefühl --- das spürt man sehr deutlich. Und auch wenn sie noch so krank sind --- es sind doch die Menschen, die man vorher auch geliebt hat. LG K erstin
Ich würde gehen, selbst wenn er euch nicht erkennt. Das heißt nicht, dass er eure Gesellschaft nicht genießt /bemerkt und ich denke, ihr würdet es bereuen nicht gegangen zu sein .
Es soll jeder selber entscheiden ob er einen Menschen so in Erinnerung behalten möchte wie er ihn kennt. Für manche ist es vielleicht schwer zu verstehen, ging mir damals auch so als ich täglich bei meiner schwerstkranken Oma war und meine Schwester sie ab dem Zeitpunkt wo sie ins Krankenhaus kam nicht mehr besucht hat.
ich kann nur anraten zu ihm zu fahren... ich bin ausgebildetet pflegekraft und ich schätze familien sehr die bei ihren angehörigen sind und sie begleiten... an ihrer seite stehen..egal ob sie ihre lieben erkennen oder nicht...ich kann mir vorstellen dass es deinem opi sehr freuen würde...er spührt und hört ja noch....
also ICH habe damals entschieden, meine oma in den letzten monaten ihres lebens nicht mehr zu besuchen...als ich das vorletzte mal da war, hielt sie mich noch für die tochter einer freundin ihrer mutter (!), beim letzten besuch war sie panisch, weil sie niemanden mehr erkannte...und schon gar nicht so informationen verarbeiten konnte, dass sie oma und sogar uroma ist. ich habe es dann ihr und mir zu liebe gelassen, weil ich wusste, dass mein vater sich öfters um sie kümmert (ihn hielt sie für einen pfleger) aber bei demenz ist das ja auch irgendwie eine andere situation.. es tut mir sehr leid, aber das ist wahrscheinlich eine entscheidung, die euch niemand abnehmen kann (und ein richtig oder falsch gibts da auch niht) LG
Bist Du Dir denn sicher? Möchtest Du "Adé!" sagen? ich denke, das ein Mensch, dessen Gehirn langsam abschaltet, trotzdem noch "Liebe" spüren kann, auch wenn er oder sie das nicht mehr "zuordnen" kann.
Ich würde hinfahren. Ich konnte/kann/und werde es mir nie verzeihen können, dass ich beim meinem Vater damals zu spät kam. Bei meiner Oma sollte mir das nicht passieren, oft bin ich "umsonst" (bitte diesen Ausdruck nicht falsch verstehen) die 100 km zum Verabschieden gefahren, denn die alte Dame war sehr stark und hing am Leben. Aber ich bin froh und dankbar, das sie so lange bei uns war. Als sie im März verstarb, war ich 3 Tage vorher nochmal mit meiner kleinen Tochter da. Egal was andere sagten, sie hat es gespürt, wir konnten uns verabschieden. Sie hat uns gespürt. Und als die Nachricht kam, hatte ich wenigstens kein schlechtes Gewissen. Nur ganz viel Liebe und Dankbarkeit im Herzen. LG D.
ich werd mich nochmal mit meiner Schwester zusammen setzten.