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2 unter 2 - Elternforum 2 unter 2 - Elternforum
Geschrieben von BlueKitty am 26.05.2008, 21:44 Uhr zurück

Schlechtes gewissen ...

Hallo ihr Lieben, ich hab vor ca. 5 monaten schon öfter geschrieben als ich erfahren hatte das ich wieder Schwanger bin und schon damals hatte ich viel bedenken von denen die meisten einfach mit der Zeit von alleine verschwunden sind aber auch jetzt im fast 7. Monat mache ich mir noch Gedanken ganz schlimm ist das Gefühl das ich meinen Sohnemann nicht mehr gerecht werden kann wenn unser 2. Kind da ist einfach das er hinten anstehen muss ich habe ihm irgendwie ein schlechtes Gewissen gegenüber und auch Angst das er sich verändert er ist so ein offenes Freundliches Lebenslustiges süßes Kind ich habe Angst das er sich nach der Geburt verändert, zurückzieht und so. obwohl ich selber weiss das es totaler Blödsinn ist! Ach man ich weiss auch nicht! Naja vielleicht gehts oder gings ja jemanden ähnlich und ihr könnt mir erzälen wie es war als das 2. dann da war! Lg Kitty

 
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*10 Antworten:

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von k74 am 26.05.2008, 23:01 Uhr

Was du jetzt noch nicht weiß und auch nicht nachvollziehen kannst ist folgendes:
Beim ersten Kind verändert sich dein Leben total. Alles verläuft nun anders - dein Tagesablauf, deine persönlichen Rhiten, überhaupt dein ganzes Dasein - alles dreht sich ums Baby. Seine Schlafens- und Essenszeiten, wie schläft es, wie ist sein Stuhlgang - hat es Bäuerchen gemacht. Später achtet man Fortschritte, entwickelt es sich monatsgerecht; deine Bedürfnisse stehen irgendwo ganz hinten. Und du bist sooo stolz auf deinen Prinzen.
Aber beim 2. Kind wird es komplett anders. Deine ganze Sichtweise ändert sich! Nicht mehr DU stellst dein Leben aufs Kind um, sondern nun bindest du das "neue Baby" in dein fast/gar nicht mehr so neues Leben ein - denn du musst Rücksicht nehmen aufs große Kind!
Und es geht so leicht!!! Du wirst staunen, wie einfach du nun die Dinge siehst! Dass man sich nicht umstellen muss! Liebe zählt, pünktliche Mahlzeiten und ein geregelter Stuhlgang!
Du brauchst dein erstes Kind nicht hinten anstellen - NIEMAND verlangt das! Das Geschwisterchen schon gar nicht!
Es macht so Spaß mit 2 Kindern! Meine haben 1,5 Jahre Unterschied - 2 Windelpos - 2 Münder zu füttern - und 2x Liebe geben - Nein, überhaupt kein Problem! Es ist einfach nur schön! Freu dich darauf!

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von katja7372 am 27.05.2008, 1:20 Uhr

Hallo Kitty!

Wie alt ist denn Dein Großer wenn das zweite kommt? Deine Sorgen kann ich gut verstehen, ich hatte die gleichen Bedenken, dass man dem Großes was wegnimmt, ihm irgendwelchen Schaden zufügt.. so Sachen halt. Aber ich denke die Alternative - Einzelkind zu sein - wäre die schlechtere Wahl.

Unser Großer war 20 Monate alt als sein Bruder kam und er war stolz wie Oskar als wir ihn mit nach Hause nehmen durften. Verändert hat er sich nicht, er ist immer noch der gleiche lustige neugierige Chaot und seine Schrei-Mama-hau-und-auf-den-Boden-werf-Attaken wenn es nicht nach seinem Kopf geht hätte er wohl auch ohne Geschwisterchen.

Unser Kleiner ist jetzt 8 Monate alt und die beiden beginnen immer mehr miteinander zu kommunizieren bzw. zu spielen. Man muss zwar mal eingreifen wenn der Große Hoppe Reiter mit dem Kleinen spielt (der Kleine ist natürlich das Pferd dabei) oder seine Liebe zu überschwenglich zeigen will, aber der Kleine ist sowas von zufrieden mit der Welt und seinem großen Bruder - es war wirklich die richtige Entscheidung zwei zu bekommen!

Mach Dir mal keine Sorgen, Nr. 1 wird schon dafür Sorgen dass er weiterhin die Nr. 1 bleibt, er kann das ja auch schon viel deutlicher zum Ausdruck bringen - während des Stillens vom Kleinen, als ich quasi machtlos war, ist der Große schon mal auf den Tisch geklettert und hat von dort mein Lieblingstasse lachend auf den Boden fallen lassen!

Ich wünsch Dir gute Nerven und viel Spaß
LG
Katja

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von suki am 27.05.2008, 8:18 Uhr

unsere nr1 ist fast auf den tag genau 4jahre älter als nr2. ihn konnte man schon schön einbinden, was das neue baby anging.
nr2 und nr3 werden wohl 20monate auseinander sein, wenn der bauchzwerg nicht endlich rauskommt. das wird dieses mal nicht ganz so easy, weil nr2 eine absolute mama-phase hat und selbstverständlich nicht so verständig ist wie ein 4jähriges kind.
wir haben darauf geachtet, dass unser erstgeborener auch alleine zeit mit mama, papa, oma usw. verbringen kann und dann tatsächlich nr1 ist. unserem zweiten sohn ist das noch egal. aber auch bei ihm werden wir mama-, papa- zeiten einführen.

ansonsten kann ich k74 nur zustimmen. beim ersten kind dreht sich tatsächlich alles nur ums kind. geschwister müssen sich in fast allem dem rhythmus des großen kindes anpassen. babys sind da flexibel. folgekinder bekommen schon einen tagesplan vorgelebt und binden sich automatisch ein.

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von Johnnymami am 27.05.2008, 12:41 Uhr

diese bedenken hat vermutlich fast jede, die eine mehr, die andere weniger stark ausgeprägt.
ich habe mir auch diese gedanken gemacht.
unsere kinder sind 22 monate auseinander.

als der kleine zur welt kam, war es zunächst tatsächlich so wie du es beschreibst: der große, der sonst zu allem und jedem freundlich, offen, sonnig und sehr kontaktfreudig war, zog sich in sich zurück und redete nicht mehr mit anderen Leuten.
Das ist den Leuten auch aufgefallen.

Die ersten zwei Wochen wollte er aus Eifersucht nicht zu seinem Bruder auf das Kiddyboard, dann war es plötzlich prima :o)

Nach 5 Wochen war für uns alle die stressige "Eingewöhnungsphase" eingermaßen überstanden, von da an wurde es langsam immer besser.
Nach 9 Wochen waren die Koliken des Kleinen zu Ende, also war auch das Dauerschreien beendet und die Situation entspannte sich für alle.

von da an wurde auch der große wieder "er selbst".

jetzt liebt er seinen kleinen bruder! :o)
klar, normale geschwisterrivalitäten um das lieblingsspielzeug etc. gibt es, aber das gemeinsame lachen überwiegt!!

zu wenig gekümmert haben wir uns nicht um den großen. wenn beide gleichzeitig viel aufmerksamkeit brauchten, musste in den ersten wochen eher mal das baby zurüchstecken und warten... es hat seine liebe dann ausgiebig bekommen, wenn der große geschlafen hat oder in der krippe war.
aber der große hat halt unsere anspannung/stress gespürt - das färbt dann ja natürlich auf sein befinden ab.
also, je gelassener ihr an die neue situation herangeht, desto besser wird es auch euer kind wegstecken! :o)

LG
Nadja

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von swany am 27.05.2008, 14:46 Uhr

auch ich kann das nur bestätigen. Nach einem superschönen Tag lag ich nachts zweifelnd im Bett, weil ich dachte, dass ich das so nicht wieder erleben kann.

Jetzt ist mein erster (2,5 Jahre) immer noch ein Sonnenschein und seine kleine Schwester (7 Wochen) gehört einfach mit dazu. Anfangs schlief sie viel und so hatte ich fast genauso viel Zeit für ihn wie vorher.
Jetzt geht er an ihr vorbei und streichelt sie, wenn sie weint oder steckt ihr den Schnuller rein. In den ersten Wochen war er sehr mama-anhänglich und wollte dauernd etwas haben, aber jetzt ist es schon viel besser geworden.
Und ich kann auch bestätigen, dass eher das zweite Kind zurücksteckt, bis man dann Zeit hat und der große im Bett ist. Auch wir holen dann alles nach.

Ich habe auch schon den ersten Zoobesuch wieder hinter mich gebracht. Baby schläft, großer Bruder hat alle Aufmerksamkeit.

Und noch eins: du wirst staunen wie relaxed Du mit den Situationen die sich ergeben umgehen kannst. Mit dem Wissen vom ersten wird so vieles viel einfacher.

Es bleibt nur ein Problem...Der SCHLAFENTZUG :-) gähn

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von Kayley am 27.05.2008, 14:51 Uhr

Hallo,
ich schließ mich dir voll und ganz an - habe genau dieselben Gedanken im Moment. Ich habe am 5.6. ET und mein "Großer" wird dann gerade 14 Monate alt sein. Die gesamte SS hindurch habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich die eiden unter einen Hut bekomme und gehofft, dass der Große nicht zu kurz kommt, wenn das Baby da ist.
Nachdem ich deinen Post und die Antworten dazu gelesen habe, geht's mir etwas besser und ich denke auch irgendwie: Es muss ja gehen. Mein Groer ist auch ein totaler Sonnenschein und ich würde niemals wollen, dass er sich verändert, bloß weil er nun einen Bruder hat.
Bald ist es so weit - ich berichte dann mal, wie es klappt ;).

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von lilli79 am 27.05.2008, 20:01 Uhr

hi
also ich kann dich sehr gut verstehen..meine sind jetzt 2,2 jahre und 1,1 jahr jung..als lenny zur welt kam hatte ich sofort meiner tochter gegenüber ein schlechtes gewissen. das gute ist ja, daß lia so klein war, und eifersucht so bewußt nicht erlebt hat..aber das sich was veränadert hat natürlich.ich hatte anfangs sogar ein schlechtes gewissen,wenn ich mit lenny gekuschelt habe etc.ich wollte alles perfekt machen und jedem immer alles geben und zeigen können..das macht stress!und schlaucht.ich habe heute weniger ein schlechtes gewissen, mache mir aber immer und fast täglich gedanken.ich finde schon, daß das erste etwas zurückstecken muß..bei kleinigkeiten meist. aber so ist nun mal das leben. ich habe und nehem mir viel zeit für lia und lenny..für mich ist zb heute noch vom gefühl schlimm,daß ich mit der großen ja mehr auseinandersetzzungen habe etc als mit dem kleinen..ich weiß, völlig normal in ihrem alter, aber trotzdem denke ich oft: meine güte, mit ihr muß ich manchmal so reden und oft nein sagen, und bei ihm ist das noch so sehr konfliktfrei.aber das wird ja auch kommen. man muß eigentlich kein schlechtes gewissen haben, denn ich denke, wir machen unser möglichstes..ud manche dinge/situationen lassen sich nun mal nicht ändern..jetzt wo meine 1 und 2 sind wird der alltag leicht stressfreier..aber ich finde den abstabd von 1 jahr schon ne herausforderung..ganz klar.. aber klappt:-))

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von Ines28 am 27.05.2008, 23:35 Uhr

Kann deine Gedanken vollkommen verstehen. Hatte auch schon während der Schwangerschaft schlechtes Gewissen der Großen gegenüber und auch das erste Jahr nach der eNTBINDUNG WAR NICHT EINFACH für mich. Aber weißt du was das Verrückte war, selbst wenn ich der Großen immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe, hatte ich trotzdem schlechtes Gewissen ihr gegenüber. Der Kleinen gegenüber nie, obwohl ich natürlich nicht mehr so viel Zeit hatte für sie wie für Ihre Schwester. Vielleicht liegt es daran, dass ich auch die Zweitgeborene bin und nie etwas in meiner Kindheit vermisst habe.
Das schlechte Gewissen wird mit der Zeit nachlassen und immer weniger werden, weil du merkst, dass
das zweite Kind einfach nur ein Gewinn für das erste ist. Meine Beiden sind jetzt 3 und 1,5 und ich genieße die Zeit mit ihnen und weißt du was jetzt habe ich sehr viel Zeit für Beide, weil ich ähnliche Aktivitäten unternehmen kann.
LG Ines

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von Jeany1234 am 28.05.2008, 16:25 Uhr

"...Aber ich denke die Alternative - Einzelkind zu sein - wäre die schlechtere Wahl..."

Das kann man ganz doch pauschal so gar nicht sagen, denn alles hat Vor- u. Nachteile, alles hat 2 Seiten, die man auch sehen sollte.

----------------------------------

"Bloßes Ignorieren ist noch keine Toleranz."
Theodor Fontane (1819-98), dt. Erzähler

 

Re: Schlechtes gewissen ...

Antwort von murmeldrach2 am 30.05.2008, 11:46 Uhr

Ich hatte die gleichen Bedenken (knapp 18 Monate Abstand), die völlig unbegründet waren. Mein "Großer" scheint von Anfang an geglaubt zu haben, dass wir das neue Baby nur für ihn bekamen.

Klar hatte ich manchmal weniger Zeit für ihn, wenn ich z.B. die Kleine wickelte. Beim Stillen habe ich halt mit ihm Bücher angeguckt, das war für ihn kaum eine Einschränkung. Und in manchen Situationen war er mit Schwester besser dran als vorher. Wenn ich z.B. kochte, war er ja früher nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Und jetzt hatte er das neue Baby, das ihm in solchen Momenten seine gesamte Aufmerksamkeit widmete.

Eine Umstellung ist es für das große Kind natürlich schon, denn es muss manchmal länger warten, oder es wird sogar nachts vom weinenden Baby geweckt.

Aber ich glaube, keine Mutter muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihrem Kind noch eine weitere Person schenkt, die das Kind bedingungslos liebt, all seine Bewegungen mit großem Interesse befolgt, sich von ihm streicheln und trösten lässt und all sein Können bewundert.

Meine beiden sind jetzt fast 4 und 2,5 Jahre. Sie lieben sich sehr und spielen inzwischen ziemlich gleichberechtigt miteinander. Klar gibt es mal Streit, aber meistens lachen sie mit- und übereinander, unterhalten und helfen sich. Manchmal denke ich, was ich ihnen alles vorenthalten hätte, wenn ich meinen Bedenken gefolgt wäre.

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