Rund ums Baby

  Expertenforen
  Foren
  Treffpunkte
  Community
  Mein RuB
  Testteam
  Videos
  Suche / Biete

Vornamen
Geburt
Stillen
Babypflege
Ernährung Milch
Ernährung Beikost
Kinderernährung
Entwicklung
Vorsorge
Kindergesundheit
Unverträglichkeiten
Allergien
Neurodermitis
Frauengesundheit
Wellness
Mein Haushalt
Kochen
Reisen
Familie
Erziehung
Tests
Finanzen
Flohmarkt
Gewinnspiele
Infos und Proben
Videos Babymassage
Stillen - so klappt es!
Stillen - so klappt es

Richtige Ernährung in der Stillzeit
Richtige Ernährung
in der Stillzeit
 
 
 
  Biggi Welter - Stillberatung

Biggi Welter
Stillberatung

  Zurück

Ist es normal dass mein Baby nach 6 Stunden Schlaf nicht richtig trinkt?

Hallo,
mein Baby ist jetzt 16 Tage alt und hatte die Neugeborenen Gelbsucht. Dadurch hatten wir große Probleme beim stillen weil sie sehr schläfrig und schwach war. Die Gelbsucht ist zum Glück überstanden und das zufüttern und abpumpen konnten wir ausschleichen lassen. Nun gibt es leider immer noch Probleme beim stillen. Es gibt Zeiten da will sie ununterbrochen an die Brust, hat Hunger und trinkt dann auch. Manchmal jede Stunde. Dann gibt es Zeiten da ist sie wieder so schläfrig, dass ich sie wecken muss zum stillen und dann trinkt sie maximal für 10 Minuten und auch nur sehr zaghaft. Ich muss sie immer wieder aktivieren dass sie wach bleibt, was sehr anstrengend ist. Ich stille immer erst mit der einen Brust, dann wickeln und dann die andere Seite. Nach dem wickeln ist sie wach und brüllt aber sobald sie an der Brust ist schläft sie ein und ist wie weggetreten und nicht mehr wach zu kriegen. Letzte Nacht hat sie 6 Stunden durch geschlafen, ist dann wach geworden aber wollte selbst nach der langen Zeit nicht richtig trinken. Ich mache mir große Sorgen dass sie zu wenig trinkt. Sie hat aber ausreichend Stuhlgang. Innerhalb der letzten Woche hat sie allerdings nur 60gramm zugenommen, währenddessen haben wir ja aber das zufüttern und abpumpen ausschleichen lassen.
Wie schätzen Sie das ein?
Vielen Dank
(ich habe vorhin schon die gleiche Frage gestellt aber ich glaube das absenden hat nicht funktioniert, daher nochmal)


von Julchen87 am 13.11.2017

Frage beantworten
Frage stellen

Antwort:

Re: Ist es normal dass mein Baby nach 6 Stunden Schlaf nicht richtig trinkt?

Liebe Julchen87,

wichtig ist das Gedeihen des Kindes und nicht die Dauer der Mahlzeit.


Ob dein Kind gedeiht kannst Du bei einem vollgestillten Baby an den folgenden Anzeichen erkennen:

• mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.).
• in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal)
• eine Gewichtszunahme entsprechende den Angaben der WHO Child Growth Standards WHO Multicentre Growth Referencs Study Group, 2006, d.h. im Durchschnitt:
• 1. bis 3. Monat: 200 400 g/Woche, mind. 150 g/Woche
• 4. Monat: 110 160 g/Woche
• 5. Monat. 400 500 g/Monat
• 6. Monat: 350 500 g/Monat
• eine gute Hautfarbe und eine feste Haut,
• Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs
• ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen.

Aus der Distanz kann ich dir jetzt keines Falls sagen, was in deinem Fall erfolgen sollte. Am besten setzt Du dich mit einer Stillberaterin in deiner Nähe in Verbindung und sprichst nochmals mit der Kinderärztin/arzt, ob es möglich ist, zunächst zu versuchen, das Kind durch ausschließliches Stillen weiter zu ernähren oder ob sofort Handlungsbedarf also die zusätzliche Gabe von künstlicher Säuglingsnahrung besteht.

Ist es notwendig zusätzliche Säuglingsnahrung zu geben, dann sollte diese Nahrung möglichst nicht mit der Flasche, sondern mit einer alternativen Fütterungsmethode nach dem Anlegen gegeben werden (z.B. Becher). Gleichzeitig sollte durch die im folgenden beschriebenen Maßnahmen versucht werden, die Milchmenge der Mutter zu erhöhen und das Kind zu häufigerem Trinken an der Brust anzuregen. Die Maßnahmen zur Steigerung der Milchmenge gelten auch dann, wenn keine Zusatznahrung erforderlich ist.

Oberste Regel: Häufiges Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb solltest Du dein Baby in den nächsten Tagen oft anlegen.

Um das Interesse deines Babys an der Brust wach zu halten, kannst Du es mit Wechselstillen versuchen. Dabei legst Du dein Baby an und stillst es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nimmst Du es sanft von der Brust (vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und lässt es aufstoßen, streichelst seine Fußsohlen oder massierst es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem Du es wieder etwas ermuntert hast. Dieses "Wecken und Wechseln" wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, wie bereits erwähnt tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden

Eventuell ist es sinnvoll zusätzlich zu pumpen. Wenn gepumpt wird, dann sollte eine möglichst effektive Pumpe verwendet werden, am besten eine vollautomatische, elektrische Kolbenpumpe mit Doppelpumpset. Zu wenig Milch ist eine medizinische Indikation für die Verordnung der Pumpe durch den Arzt (auf der Verordnung muss "mit Zubehör" stehen, sonst musst Du das Zubehör selbst zahlen).

Richte dich mit deiner Flüssigkeitszufuhr nach deinem Durstgefühl. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung ("schwemmt aus") und die Milchbildung verringert sich. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit (davon höchstens zwei bis Tassen Milchbildungstee) sind im Allgemeinen ausreichend. Wenn der Urin dunkelgelb wird und die Menge gering ist, trinkst Du zu wenig. Schwarzer Tee, Matetee und Kaffee sollten nur mäßig genossen werden. Auf Limonaden oder Colagetränke sowie künstlich gesüßte Getränke sollte möglichst verzichtet werden. Auf die (angebliche) milchflussfördernde Wirkung von Bier oder Sekt sollte verzichtet werden. Alkohol geht bereits in kleinen Mengen in die Milch über und belastet den Stoffwechsel des Babys.

Achte darauf, dass DU ausreichend und möglichst ausgewogen isst. Kohlenhydratreiche Nahrung hat einen positiven Einfluss auf die Milchbildung.

Ruhe dich oft aus und entspanne dich. Arbeite für eine Weile so wenig wie möglich. Die Hausarbeit läuft dir nicht davon! Stress wirkt sich ungünstig auf den Milchspendereflex und auf die Milchbildung aus. Vielleicht kannst Du ja ein paar "Stilltage" einlegen, das heißt Du legst dich mit deinem Baby ins Bett und kümmerst dich ausschließlich um dein Baby und das Stillen.

Wenn möglich, sollte dein Kind keinen Schnuller und auch keine Flaschensauger bekommen, denn diese können dazu führen, dass dein Baby nicht mehr weiß, wie es richtig an der Brust trinken soll. Die eventuell notwendige Zusatznahrung sollte mit einer alternativen Fütterungsmethode gegeben werden.

Außerdem solltest Du unbedingt Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort aufnehmen, die dich und dein Kind beim Stillen beobachten kann. Es ist wichtig, dass Du korrekt anlegst und dass dein Kind korrekt saugt. Es kann auch sein, dass dein Baby nicht richtig saugt oder eine Saugschwäche hat, was korrigiert werden müsste. Das kann ich nicht beurteilen, denn ich kann dich nicht sehen.

Ich würde dir zusätzlich noch empfehlen, ihm eine Kalorienbombe aus Muttermilchsahne zu geben, das gibt den Kleinen meist einen wirklich guten Zunahme- und Entwicklungskick. Schau, dass du Milch ausstreichst oder abpumpst, die du in 10 ml Spritzen aufziehst und dann kopfüber in ein Glas stellst (also mit der Spitze nach unten). Lass aber ein bisschen Luft, denn die Schwerkraft wird den Kolben vielleicht etwas weiter in die Spritze drücken... Oben auf der Milch wird sich eine Fettschicht absetzen, der Muttermilchrahm. Nach ca. 2 Stunden kannst du den wässrigen unteren Teil der Milch ausdrücken und deinem Kind die verbleibende Sahne in den Mund träufeln.

Statt mit leeren Spritzen kannst du natürlich auch mit einer Tasse arbeiten, in die du die gewonnene Muttermilch gibst. Oben wird sich der fetthaltige Rahm absetzen, du kannst ihn mit einem Löffel abschöpfen und deinem Baby geben.

Wenn du das 3-4 Tage lang machst (je mehr, desto besser), wird dein Baby ganz sicher einen Schub machen.

Probier es mal aus!


Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst.
Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter:
http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).

LLLiebe Grüße
Biggi

Antwort von Biggi Welter am 13.11.2017
Ähnliche FragenÄhnliche Fragen rund ums Stillen an Biggi Welter und Kristina Wrede:

Baby trinkt nur im Schlaf

Hallo Frau Welter und Frau Heindel, unser 11 Monate alter Sohn (einer von Zwillingen - 6 Wochen zu früh geboren) trinkt seit längerem nur noch im Schlaf (Muttermilch, aber aus der Flasche). Wenn man versucht im im wachen Zustand die Flasche zu geben sieht es so aus, als wenn er ...

bornar   18.02.2011

Frage und Antworten lesen

Stichworte: trinkt, schlaf
 

Baby trinkt nur im Halbschlaf

Hallo.. Mein Baby ist nun 4 Monate alt und er hat immer wieder Probleme mit dem Trinken. Alles fing mit ca. 6 Wochen an. Bis dahin hatte ich ihn gestillt. Mit 6 Wochen verweigerte er die Brust total, nahm massiv ab und scheidete weder Urin noch Stuhl aus. Ab da habe ich dann ...

Spätzle92   09.11.2017

Frage und Antworten lesen

Stichworte: trinkt, schlaf
 

Trinkt mein Kind zu wenig?

Sehr geehrtes Expertenteam, ich mache mir (mal wieder) Sorgen um die Trinkmenge meiner Tochter. Nachdem ich bei meinem Sohn schon große diesbezügliche Ängste hatte, habe ich mir eigentlich vorgenommen, bei meiner Tochter alles gelassener zu sehen und darauf zu vertrauen, dass ...

Julex   07.11.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: trinkt
 

14 Monate und der Schlaf wird weniger ... warum ?

Hallo liebes Team mein Sohn ist 14 Monate alt. ich stille gern und würde dies auch gern weiterhin machen. aber seit er ca 1 Jahr alt ist will er wieder ständig an die Brust... ich habe es erst einfach zugelassen aber irgendwann wurde es mir zu viel und ich habe es auf 1 ...

hoppeditz   02.11.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: schlaf
 

Schlafen im eigenen Bett?

Hallo Biggi, mein Sohn ist jetzt fast 22 Monate alt und hat bis vor ein paar Tagen immer bei uns im Bett geschlafen. Stillen tue ich nur noch zum Mittagsschlaf. Abends und nachts habe ich bereits abgestillt. Jetzt haben wir ihn vor einigen Tagen das erste Mal in sein Bett ...

Isabeljohanna   02.11.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: schlaf
 

noch immer Schlafprobleme mit knapp 6 Monaten

Hallo, mein kleiner Mann hat seit Geburt an Schlafprobleme gehabt und hatte sich zu einem kleine Schreikind entpuppt. Nachdem wir auch Blockaden entfernen lassen hatten ( Schräglage etc.) hatten wir gehofft, das sich das Schlafverhalten bessert. In der Schreiklinik in Jena ...

josephine85   02.11.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: schlaf
 

Stillen vor dem Schlafengehen

Liebe Biggi, meine Tochter wird 7 Monate alt und sie bekommt seit 1 Monat Gemüsebrei im Wechsel mit Fleisch und Obstbrei als Nachtisch. Zusätzlich stille ich, möchte aber langsam die Mittagsmahlzeit ersetzen und eine Stillmahlzeit aussetzen, aber im fließendem Übergang und nicht ...

Luty78   01.11.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: schlaf
 

weint sich nach abstillen in den schlaf

ich habe nach 18 monaten beschlossen abzustillen. seit längeren habe ich meine tochter nur noch zum einschlafen mittags und abends in den schlaf gestillt. jetzt will ich es aber nicht mehr. ich habe ihr erklärt das keine milch mehr in der brust ist und mich kuschelnd neben sie ...

christine937   30.10.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: schlaf
 

Still- und Schlafprobleme

Hallo! Also ich habe mit meinem fast 1-jährigen Sohn zwei Probleme, die irgendwie auch miteinander zu tun haben. Zum einen zappelt er ganz oft beim Stillen rum. Vor allem wenn ich ihn im Liegen stille also zum Einschlafen oder wenn wir ein bisschen Ruhe brauchen tagsüber, ...

Marikeks   25.10.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: schlaf
 

Schlaf mit 1 Jahr

Liebes Stillberaterinnenteam, Meine Kleine ist nun fast 13 Monate alt. Sie verbindet Schlafen definitiv mit der Brust. Zum Mittagsschlaf. Egal ob ich sie in den Schlaf stille (was meist der Fall ist) oder sie im Kinderwagen einschläft (selten) , ist sie nach ca 45 Min ...

Susiii   17.10.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: schlaf
    Die letzten 10 Fragen an Biggi Welter und Kristina Wrede  
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz
Forenarchiv
 
© 1998-2017 USMedia