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Geschrieben von DK-Ursel am 06.10.2017, 10:11 Uhrzurück

Re: Schweizerdeutsch

Hej und willkommen hier!

ich mußte bei Deinem beitrag etwas shcmunzeln:
Wie stellst Du Dir denn ansonsten unser aller Leben vor????
Wir leben dochalle als "Fremde" mit fremder Sprache in einem Land, wo man etwas gan zanderes spricht - und in den seltensten Fällen klumpen sich da die Natzionalitäten so zusammen, daß man in einer Oase der "fremden" Sprache lebt.

ich lebe hieri n einem dän. Dorf 2 Stunden Autofahrt von der dt.-dän. Grenze, kein Mensch kann hier Deutsch.
Durchs Internet habe ich zwar 2 dt. Freundinnen gefunden, aberdie leben nicht so nahe,d aß wir uns täglich sehen --- deren Kinder sind zudem alles jungs, ich habe 2 ZTöchter, Interesse war also Null.
Und Ich traf sie erst,als meine kinder schon aus demGröbsten raus waren.

So geht es doch den meisten:
man zieht in ein anderes Land und ist dann allein dafür verantwortlich,d aß das Kind auch diese Muttersprache lernt.
Inden meisten Fällen, wenn Du hier nachliest ,klappt das auch ganz gut.
Meine langjährige Erfahrung ist:
1. Finde den Weg,der am besten zu Dir und Deiner Familie paßt - wo Du gut und ungehemmt Deine Sprache mit Deinem Kind redest.
ich habe das auch getan, wenn wir auf den Bus warteten, in der Kassenschlange standen etc. - aber das entscheidet jeder selbst.
Ich habe dän. gesprochen, wenn hier dän. Kinder, die Großmutter o.a. dän. Besuch dabei war, der einbezogen werden sollte. Ich habe auch im Schuhladen dän. gesprochen, wenn sich das Kind Schuhe aussuchte und die Verkäuferin dabei war.
Mein Motto war: Sprache soll verbinden, es ist nicht höflich eine Sprache zu sprechen, die die anderen nicht kennen, wenn sie doch mit uns reden und in Verbindung sein sollen - anders als im Bus oder der Kassenschlange eben.
Je natürlicher es für Dich ist, daß da eien zweite Sprache gesprochen wird, umso natürlicher und selbstverständlicher ist es auch für Dein Kind.
Und umso leichter fällt Dir das Durchhalten.
Und je überzeugter Du vom Erfolg bist - und das darfst Du ruhig sein! - umso weniger zweifelt Dein Kind.
Das ist wie mit allem in der Erziehung: authentisch sein und keine Zweifel säen!

2. Der Zeitfaktor ist enorm wichtig.
Je mehr ein Kind (auch Erwachsener!) eine Sprache hört - egal o b Muttersprache oder Fremdsprache - umso besser lernt es sie.
Daher nutze jede Möglichkeit, deine Sprache mit dem Kind zusprechen, denn der Einfluß wird mit zunehmendem Alter geringer - sei es, weil die Kinder mehr außer Haus und weg von uns sind, sei es, weil sie viele Kameraden mit heimbringen, die uns dann ja nicht verstünden,wir nicht die Umgebungssprache sprächen.

Meine Kinder sind übrigens fließend zweisprachig auf einem sprachlich hohen Niveau - also:
Daß´Du allein mit der Sprache bist, ist kein Grund, daß es nicht klappen könnte.

Ich kenne viele, denen es ähnlich gegangen ist - manchmal mußte der Einsatz erhöht werden (eine berufstätige deutschsprachige Mutter hat ihre Kindersamstag zum Muttersprachenunterricht geschickt o.ä.), weil die Umstädne anders waren ,aber .. .es geht.
Du bist nicht allein, sondern genau lebst genau in derselben Situation wie die aller-allermeisten von uns!

Gruß Ursel, DK

 

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