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Mehrsprachig aufwachsen Mehrsprachig aufwachsen
Geschrieben von platschi am 11.02.2013, 21:38 Uhr.

Re: Kind Englisch-Deutsch aufziehen?

Zu deiner Aussage
"Rede sehr gut englisch. :-) Will es auch später studieren."
fällt mir eine Konversation ein, die mein Mann und ich mal am Flughafen in Kopenhagen zwangsweise belauscht haben. Hinter uns stand ein Pärchen aus GB (die nicht mitbekommen hatten, dass wir alles verstanden haben, denn da ohne Kind unterwegs sprachen wir ja deutsch) und sie erzählte ihm, dass ihre Freundin aus Dresden nun ihr Studium (Lehramt Englisch) abgeschlossen hätte. Ihr Kommentar: "She thinks her english is good but it is horrible. No wonder Germans can't speak proper English if their teachers talk like that."
Aber das nur mal als Anekdote am Rande.


Die Frage ist ja nicht nur, ob dein Englisch gut ist. Kannst du dich wirklich in JEDER Situation angemessen in der Sprache ausdrücken? Fühlst du dich der Sprache und einem Land in dem sie gesprochen wird besonders zugetan? Hast du die Möglichkeit, dein Kind auch anderweitig mit dieser Sprache zu konfrontieren? Wie geht es dir dabei mit deinem Kind englisch zu sprechen, auch wenn um dich herum keiner was versteht? Wie sieht's mit Kinderliedern, Babyreimen etc. aus - kennst du welche in englisch, fühlt es sich für dich natürlich an oder würdest du lieber die Lieder/Reime deiner eigenen Kindheit in deutsch weitergeben?
Fragen über Fragen Und meine ehrliche Meinung dazu - wenn du dir diese überhaupt erst stellen musst, dann lass es bleiben.

Meine Kinder wachsen bilingual auf, obwohl wir beide deutsche Muttersprachler sind. Ich spreche mit beiden von der ersten Minute an englisch, mein Mann deutsch. Ob wir es machen war aber keine Frage die wir uns vorher gestellt haben, dass war etwas dass ganz tief aus meinem Herzen kam. Wir hatten in eine Weile GB gelebt und sind im Herzen wahrscheinlich mehr britisch als deutsch. Das Verhältnis zu meiner Mutter war alles andere als gut - was hätte ich aus meiner Kindheit auch weitergeben sollen/können? Ich habe nicht vorher überlegt als ich meinen Sohn im Kreißsaal mit "Hello my little darling" begrüsst habe - das kam einfach. Im Umfeld wurde es nicht immer nur positiv aufgenommen, eine Physiotherapeutin (die auch Psychologie studiert hatte) warf mir mal vor, ich würde meinem Sohn durch unsere gemeinsame Sprache eine zu enge Mutter-Kind-Bindung aufzwingen. Aber ich habe mich nicht davon abbringen lassen, wir gingen in einen englischen Spielkreis, wo man uns anfangs als Nichtmuttersprachler skeptisch aufnahm. Beide Kinder kamen mit zwei Jahren in einen bilingualen Kindergarten, der Große besucht mittlerweile eine englischsprachige Schule. Urlaubsziel ist fast immer GB, der Weihnachtsmann kommt bei meinen Kindern erst am 25.12., unser Bücherregal ist mit mehr englischen als deutschen Kinderbüchern bestückt. Ich könnte sicher noch andere Dinge aufzählen, aber vielleicht gibt dir das ja schon genug zu denken.

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