Was kann mein Kind im 1. und 2. Lebensjahr?

Die Entwicklung im ersten und zweiten Lebensjahr

© fotolia, jeecis

In den ersten Lebensjahren schreitet die Entwicklung von Babys und von Kleinkindern mit riesigen Schritten voran und die meisten Eltern staunen, wie schnell sich ihr Kleines verändert und entwickelt.

Ist ein Neugeborenes alleine noch vollkommen hilflos und in wirklich allen Lebenslagen komplett auf seine Eltern angewiesen, so entwickelt sich das Kind in den ersten beiden Jahren nach und nach zu einer Person mit Charakter, Vorlieben und Abneigungen. In den nächsten drei Monaten möchten wir Ihnen einen Überblick darüber geben, was Kinder in welchem Alter können - angefangen vom Köpfchen heben in den ersten Monaten bis zu den Fähigkeiten, die für die Einschulung notwendig sind.

Lesen Sie im ersten Teil die Entwicklung in den ersten beiden Lebensjahren:

Neugeborene: Reflexe geben den Ton an

Um das Überleben zu sichern, gibt es beim Neugeborenen einige Reflexe, die mit der Zeit verblassen. Dazu gehören unter vielen anderen der Suchreflex, Saugreflex und der Greifreflex. Doch schon nach etwa drei Monaten kann man feststellen, dass die Fäustchen nicht mehr immer geschlossen sind, sondern sich die Händchen öffnen - eine wichtige Voraussetzung für das willentliche Greifen, das um den 4.-6. Monat herum beginnt. Nun kann sich das Baby auch schon auf die Seite rollen, manche schaffen schon die Drehung vom Rücken auf den Bauch.

Im zweiten halben Jahr wird das Kind mobil

Drehen, robben, krabbeln, sitzen - all das folgt im zweiten halben Jahr. Die Reihenfolge kann variieren, auch wenn die meisten Kinder erst robben (oder eine ähnliche Fortbewegungsart wählen), dann krabbeln und sich dann aus eigener Kraft hinsetzen können. Zwischen dem 10. und 12. Monat versuchen viele Kinder, sich an Möbeln zum Stehen hoch zu ziehen und gehen die ersten Schritte an der Hand.

Ganz sportliche Babys machen in diesem Alter auch schon die ersten freien Schritte, doch ist alles im Rahmen des Normalen, wenn das Kind bis etwa zum 18. Monat mit dem Laufen beginnt. Mit etwa einem Jahr interessieren sich die Kinder auch zunehmend für das Essen am Familientisch.

Sie wollen selber essen - entweder mit einem Löffel oder mit den Fingern. Jetzt ist auch die richtige Zeit, um mit dem Trinken aus einem Becher zu beginnen.

12 - 18 Monate: Mama, Papa!

Im Alter von 1 bis 1,5 Jahren beginnen die meisten Kinder mit dem Sprechen. Sind die ersten Worte meist Mama und Papa, folgen relativ bald weitere Worte. Mit 18 Monaten können die meisten Kinder drei Wörter klar aussprechen. Im motorischen Bereich lernen Kinder in dieser Zeit, rückwärts zu gehen, den Löffel zum Mund zu führen und Essen mit der Gabel aufzupiksen. Beim Spielen beginnen Kinder damit, alltägliche Handlungen nachzuahmen.

Jetzt geht es auf die "2" zu

Bis zum 2. Geburtstag können die meisten Kinder rennen, lernen zu hüpfen, können Treppen steigen und klettern auf Stühle und Klettergerüste. Sie "helfen" gerne im Haushalt mit, wollen beispielsweise auch den Tisch abwischen oder die Einkäufe ausräumen. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei so gut wie möglich - gefährliche Dinge darf das Kind natürlich nicht machen, aber den eigenen Teller in die Spülmaschine stellen sollte es ruhig dürfen.

Nun schreitet meist auch die sprachliche Entwicklung mit großen Schritten voran. Bis zu 10 neue Wörter können pro Tag hinzukommen! Und es folgen die ersten Zwei-Wort-Sätze (z. B. Mama weg!), bald darauf häufig auch schon Drei-Wort-Sätze.

Außerdem verstehen die Kinder sich selbst jetzt als eigene Person, so dass sie sich einerseits selbst beim Namen nennen und sich andererseits selbst im Spiegel erkennen. Jetzt beginnt auch die Phase, in der das eigene Spielzeug vehement verteidigt wird. Je nach Charakter des Kindes kann das mehr oder weniger ausgeprägt sein.

Jedes Kind hat sein Entwicklungstempo

Machen Sie sich bitte keine Sorgen, wenn Ihr Kind sich nicht genau der Norm entsprechend verhält, oder mit Entwicklungsschritten früher oder später dran ist. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und Entwicklung vollzieht sich auch in Schüben.

Manchmal legt ein Kind seine gesamte Energie ins Krabbeln lernen; währenddessen können andere Vorgänge vorrübergehend auf der Strecke bleiben. Sollten Sie aber den Eindruck gewinnen, dass bei Ihrem Kind bestimmte Entwicklungen ganz anders oder gar nicht ablaufen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt! Des Weiteren möchte ich Sie dazu ermuntern die Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) lückenlos wahrzunehmen. Hier wird sowohl die körperliche wie geistige Entwicklung des Kindes eingehend untersucht, so dass Abweichungen schnell erkannt werden können.

Im nächsten Monat lesen Sie die etwas über die Entwicklung im 3. und 4. Lebensjahr.
Hier erfahren Sie mehr über die Entwicklung im 5. und 6. Lebensjahr.

Weitere Themen:

HiPP Kindermilch Combiotik
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.