Mentholhaltige Erkältungsmittel? Bitte nicht für Babys und Kleinkinder!

Mentholhaltige Erkältungsmittel? Bitte nicht für Babys und Kleinkinder!

© fotolia, victoria p.

Eine Erkältung mit verstopfter Nase und Husten kann für Babys und Kleinkinder sehr belastend sein. Besonders Babys mögen nicht gerne durch den Mund atmen und bekommen daher bei Schnupfen nur sehr schlecht Luft.

Vielleicht haben Sie in Ihrer Jugend menthol- und campherhaltige Salben zum Einreiben der Brust und des Rückens oder zum Inhalieren bekommen?

Ätherische Öle - bitte nicht für Babys und Kleinkinder

Ätherische Öle haben oftmals eine sehr angenehme Wirkung, dürfen aber bei Babys und Kleinkindern nicht verwendet werden! Bei Kindern unter drei Jahren können Erkältungsmittel mit ätherischen Ölen zu starken Atembeschwerden und sogar Erstickungsanfällen führen.

Es wird immer wieder von Kindern berichtet, die auf solche Präparate mit schwerer Atemnot reagieren und dann im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ätherische Duftstoffe wie Menthol, Campher und Eukalyptus können bei Kleinkindern die Atemwege so sehr reizen, dass sie vermehrt Schleim bilden. Dadurch verengen sich die Atemwege, die ja aufgrund der Erkältung ohnehin schon entzündet und verschleimt sind, noch stärker. Das heißt: solche Erkältungsmittel bewirken bei Kindern keine Linderung der Beschwerden, sondern vielmehr eine Verschlimmerung, die unter Umständen sogar lebensbedrohlich sein kann.

Bei einer Erkältung: viel trinken!

Bitte verzichten Sie zum Wohle Ihres Kindes auf solche Produkte! Um bei Erkältungen schnell Besserung zu erfahren, sollten Kinder auf jeden Fall viel trinken: das verflüssigt den Schleim, wodurch er besser abfließen kann.

Nasentropfen mit Kochsalzlösung oder Meersalzlösung können helfen, den Schleim zu verdünnen, ebenso das Inhalieren mit einem elektrischen Vernebler und Salzlösung. Ist der Schlaf durch die verstopfte Nase beeinträchtigt, können Sie auch abschwellende Nasentropfen in einer speziellen Dosierung für Säuglinge und Babys oder Kleinkinder geben.

Feuchte Tücher im Kinderzimmer oder Luftbefeuchter sorgen gerade bei trockener Heizungsluft im Winter für die richtige Luftfeuchtigkeit. So werden die Schleimhäute nicht zusätzlich gereizt. Tritt zusätzlich starker Husten auf, sollten Sie das Kind dem Kinderarzt vorstellen. Er kann feststellen, ob der Husten in den Bronchien fest sitzt oder lose ist und welche Behandlung angebracht ist.

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