Gretchenfrage: Ranzen oder Rucksack?

Schulranzen oder Rucksack?

Schulranzen und Schultaschen sind wie alles andere dem Zeitgeist unterworfen. Nicht nur was das Design angeht, auch die Form passt sich den aktuellen Modetrends an. 

 

Vor ein paar Jahren haben Hip-Hop-Kids auch den Rucksack auf dem Schulhof "salonfähig" gemacht. Richtige Schulranzen sieht man seitdem eigentlich nur noch an Grundschülern. Aber auch die möchten dem Vorbild der Großen nacheifern und wünschen sich inzwischen oft Schulrucksäcke.

Rucksäcke - für die Kleinen geeignet?

Ganz klar: Ein klassischer Schulranzen ist nicht nur besser auf den zierlichen Kinderrücken abgestimmt, sondern bietet auch verschiedene Fächer, in denen Bücher, Hefte und Federmäppchen ihren Platz finden. Das erleichtert den Kleinen das anfangs ohnehin sehr schwierige Ordnunghalten. Der stabile Rahmen sorgt dafür, dass nichts beschädigt und verknickt wird, auch wenn der Ranzen mal unsanft in der Ecke landet. Und wenn der Lehrer sagt "Hefte raus", hilft die große Öffnung beim schnellen Finden. Die Vorteile des Rucksacks liegen hingegen eher im niedrigen Gewicht und dem großen Platzangebot. Aber gerade Letzteres verführt dazu, nicht benötigte Bücher oder unnötigen Krimskrams mit sich herumzuschleppen. Deshalb gilt beim Rucksack noch mehr: immer am Abend vorher für den jeweiligen Tag packen!

Trend zum Schulrucksack

Trotzdem erfreuen sich Schulrucksäcke immer größerer Beliebtheit - selbst bei den Schulanfängern. Ranzenhersteller haben den Trend inzwischen aufgegriffen und stellen auch für Grundschüler geeignete Modelle her. Diese neuen schlanken Schulrucksäcke, die von der Form her mehr einem Rucksack als einem klassischen Schulranzen gleichen, sind ein guter Kompromiss und bieten einen großen Vorteil gegenüber normalen Rucksäcken: Es gibt sie auch in Ausführungen, die der Schulranzen-Norm DIN 58124 entsprechen und daher die so wichtige Sicherheitsausstattung mitbringen. Achten Sie beim Kauf aber trotzdem unbedingt darauf, dass der Schulrucksack gut sitzt, auch mit Jacke nirgends einschnürt und möglichst plan am Rücken anliegt. Ein verstärktes Rückenteil und gepolsterte Tragegurte sollten für Erstklässler unbedingt dazugehören.

Rucksack richtig packen und tragen

Schulrucksäcke sind weicher und verformen sich leichter. Deshalb sollten schwere Dinge wie Bücher immer direkt an die Innenseite gepackt werden. Ansonsten zieht ihr Gewicht das Kind nach hinten.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Rucksäcke verführen dazu, dass man sie lässig über eine Schulter wirft. Aber gerade diese einseitige Belastung ist für die weichen, noch formbaren Knochen der Grundschüler sehr ungünstig und kann zu Haltungsschäden führen. Das Gewicht von Büchern und Heften sollte immer gleichmäßig auf beide Schultern verteilt werden.

Schultrolleys - schwere Bücher einfach hinterherziehen

Eine weiterer Trend sind Schultrolleys, die man wie Reisekoffer an einem Griff hinter sich her ziehen kann. Noch vor wenigen Jahren hätte man sich das kaum vorstellen können. Welches Kind wäre freiwillig mit einem Oma-Einkaufswägelchen zur Schule gegangen? Doch inzwischen sieht man sie immer öfter. Nach Bedarf kann man den Griff einklappen und den Schulranzen wie jeden anderen auf dem Rücken tragen. Sehr praktisch sind auch Trolleys, die man als Zusatzausstattung kaufen kann. An Tagen, wo der Ranzen recht schwer ist, schnallt man ihn dann auf das Rollgestänge und zieht den ganzen "Schulkram" einfach hinterher.

Fazit: In punkto Raumaufteilung und Sicherheit haben Schulrucksäcke im Vergleich zu Ranzen inzwischen aufgeholt. Für die ganz Kleinen bietet der klassische Schulranzen aber nach wie vor eine Menge Vorteile. Wenn es doch ein Schulrucksack sein muss, sollten Sie unbedingt ein Modell wählen, das auch für Grundschüler schon geeignet ist.

Zuletzt überarbeitet: Januar 2019

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