Wann man sich da anmelden kann, ist von Klinik zu Klinik anders. Bei uns ist es so, dass man bereits jetzt zu einem Gespräch hin kann, aber erst etwa 6 Wochen vorher eine komplette Anamnese dort macht. Bis dahin kann sich an den Werten ja noch einiges tun. Mir war es aber aus folgenden Gründen wichtig, die Sache frühzeitig vom Tisch zu haben: Ich habe dort bereits schon mal entbunden und weiß jetzt, dass ich manches gerne anders hätte, als es damals der Fall war. Ich bin privat versichert und bekomme da viele Leistungen, die ich weder brauche, noch haben will. Ich brauche beispielsweise nicht den Chefarzt im Kreißsaal. Mir reicht da die Hebamme und der diensthabende Oberarzt bzw. Stationsarzt. Mal als Beispiel. Aber eines war mir eben wichtig: Ich möchte, dass unser (großer) Sohn bei uns im Zimmer ebenfalls übernachten darf. Dazu bedarf es der Sicherheit, dass wir ein entsprechendes Zimmer beziehen können. Und für solche Dinge brauchen sie in den Planungen einen gewissen Vorlauf bzw. das Wissen, dass ich um den x.August herum entbinden werde - wenn alles normal läuft. Dass der Umstand nun geklärt ist, beruhigt mich schon mal ungemein. Er hätte natürlich mit Papa zuhause schlafen können, aber bei seiner Geburt damals war ich sehr froh, dass mein Mann die Nacht geblieben war, weil ich zu schwach war, mich um den Kleinen richtig zu kümmern. Und ich möchte eben Gewissheit haben, dass mein Mann in jedem Fall bleiben kann und unser Sohn dann auch bei uns bleiben darf und nicht sonst wo übernachten muss - was er überhaupt nicht kennt, weil unsere Familien ja weit weg wohnen. Und bei Freunden hat er mit seinen 2 Jahren auch noch nicht geschlafen. Aber das ist nun alles in der Akte vermerkt und beruhigt mich wirklich sehr. Für solche Dinge eben sind sie froh, wenn man sich frühzeitig meldet. Aber das war für mich nun insofern einfach, dass ich unter den Oberärzten eben zwei Ansprechpartner habe, die ich von der letzten Geburt da kenne, und selbst als ich in den Kreißsaal kam heute, erkannten mich die beiden diensthabenden Hebammen auch wieder. Bei meiner ersten Geburt bzw. vor meiner ersten Geburt, als ich da nur zur Besichtigung war und dann ein Anmeldeformular ausgefüllt habe, hatte ich weder konkrete Ansprechpartner, noch Erfahrungswerte. Ich muss nun erst wieder zur Anamnese in der 34. Woche. Dann kann ich auch die ganzen Bögen bezüglich PDA, eventuellem Kaiserschnitt, Narkose usw. (alles, was halt so passieren kann) ausgefüllt mit hin nehmen und muss mich da im Rahmen der Geburt dann auch nicht mehr drum kümmern. Das würde ich im Übrigen jedem hier raten: Möglichst alle Formalitäten vor der Geburt machen. Wenn eine PDA beispielsweise eine Option sein könnte, dann vorher die Einwilligung geben, dann muss man das nicht mehr alles lesen und ausfüllen, wenn es einem eh schon beschissen geht. Die machen dann trotzdem nicht einfach so eine PDA, sondern nur in Absprache. Aber es geht dann a) schneller und b) muss man sich nicht noch mit den Zetteln beschäftigen. So... Jetzt mal etwas Sonne genießen...