Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

Kindergesundheit

Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

   

 

Neuigkeiten zum Hustenden Kind

Hallo Dr. Busse.
Vielleicht erinnern sie sich an meinen Beitrag von vor ca. 1 woche- da habe ich geschildert, dass mein 6 wochen junger sohn schlimm hustet uns manchmal etwas dunkelrot /"blau" anläuft und efeuzäpfchen vom hausarzt verschrieben bekommen hat. Der Husten hat sich kurzfristig scheinbar gebessert, wurde dann wieder schlimmer und dann bestellte meine "überbesorgte" tante ihren freund, ein professor dr.feist (wissenschaftlicher berater an der uni heidelberg) im ruhestand, um sich den kleinen anzugucken. Der legte uns nochmals (wie sie per "ferndiagnose" schon zuvor)ans herz mit dem kleinen ein paar tage zur abklärung ins Krankenhaus zu gehen.
Nunja- es handelt sich also tatsächlich im Keuchhusten.
Das nächste mal werde ich schneller handeln- oder zumindest auf ihre ratschläge hören ;-)
Wir bekommen hier intravenöses Antiobiotikum, salzwasserdampfinhalation und ggf. sauerstoff.
Laut hustenprotokoll hat sich der husten jetzt aber wirklich schon leicht verbessert- naja- wir werden wohl trotzdem noch ne woche bleiben müssen. Keuchhusten ist langwierig.... :-(
Wir bekommen für zuhause noch ein sauerstoffsättigungsüberwachungsgerät mit.

Können sie mir nur ganz kurz noch die frage beantworten:
WARUM kann es zu atemstillständen beim Keuchhusten-Säugling kommen? Kommt es STATT eines Hustenanfalls zum atemstillstand, oder NACH einem Keuchhustenanfall- wenn das kind zu schwach wäre für luft zu ziehen?
Ich überlege und überlege: Das atemzentrum im Gehirn ist doch schon ausgereift? Also kommt doch der impuls, wenn das kind nicht atmet: Du musst jetzt luft ziehen!?
Oder ist es, wenn der rachenraum anschwillt , dass es dann zu anstrengend für einen säugling ist zu husten oder luft zu ziehen?
Ist es, weil der säugling ggf. gebildeten schleim nicht rausbekommt und sich beim husten am eigenen schleim verschluckt und bis ins koma hustet?

Einer tante ist ein kind mal am "normaler erkältung" gestorben und lag dann einfach tot im bett. Sie schob das auf die "unausgereifte lunge" , ich sage: vielleicht lag es an einer verstopften nase- weil junge säuglinge ja nasenatmer sind??

Meine Fragen nochmal zusammengefasst:
1.Ist die Antibiotikumtherapie und salzwasserdampfinhalation ihrer meinung nach sinnvoll- oder gibt es noch etwas, was wir tun können um den husten schneller zu bekämpfen?
2.Was führt denn nun zu den vielerwähnten atemstillständen? wie wirkt dieser atmenstillstand-mechanismus??
Oder ist dieser "plötzliche kindstod" noch nicht ausreichend erforscht??
3. Wird der Atemstillstand infolge eines Keuchhustens auch als "Plötzlicher kindstod" bezeichnet??? Oder ist der atmenstillstand nach keuchhusten besser erforscht als atemstillstand bei plötzlichem kindstod.

( Ich glaube es gibt keinen "Plötzlichen Tod", der Tod hat immer eine ursache! Organversagen, herzstillstand, erstickung,....)

MFG
Sabine

von Grünkernfrikadelle am 05.11.2009, 17:11 Uhr

 

Antwort:

Neuigkeiten zum Hustenden Kind

Liebe G.,
da haben SIe ja Gott sei Dank doch noch rechtzeitig gehandelt. Also in Zukunft bitte immer zum KInderarzt!!! Warum es beim Keuchhusten zum Atemstillstand kommen kann, weiß ich nicht, das ist wohl noch nicht so exakt erforscht. Sie haben aber sicher recht, dass ein Teil der angeblichen Fälle von plötzlichem KIndstod durchaus Keuchhusten unerkannt sein können.
Alles Gute!

von Dr. med. Andreas Busse am 06.11.2009

Die letzten 10 Fragen an Dr. med. Andreas Busse
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.