Armvorfall bei Geburt

 Silke Westerhausen Frage an Silke Westerhausen Hebamme der Frauenklinik St. Anna in Herne

Hallo! Im September habe ich meine Tochter zur Welt gebracht. Die Geburt selbst war sehr schön und ich hatte Dank Selbsthypnose kaum Schmerzen. Allerdings dauerte die Geburt fast 24 Stunden, die Pressphase war 4Stunden lang und zum Schluss brauchte ich, da die Wehen zu kurz waren einen Wehentropf. Das Kreissaalteam konnte sich nicht erklären, "was so lange dauert"... Als meine Tochter schließlich geboren wurde wurden Kopf und rechter Arm bis zum Ellenbogen gleichzeitig aus der 2. Schädellage geboren, so steht es im Protokoll. Ich erlitt einen Scheidenriss und Dammriss 2. Grades. Bis heute konnte mir niemand erklären wie es zu diesem Armvorfall gekommen ist. Scheinbar ist dies sehr selten. Vor der Geburt wurde ein Ultraschall gemacht, dort fiel nichts auf. Ich möchte die Geburt nun verarbeiten, daher würde ich es gerne verstehen. Zeichnet sich sowas vorher ab? Müsste nicht normalerweise das Baby seinen Arm von selbst zurückziehen? Wann sieht man als Geburtshelfer dass ein Armvorfall vorliegt? Kann mir so etwas wieder passieren bzw. Stimmt vielleicht etwas mit meinem Becken nicht? Wie werden sich die Narben bei einer weiteren Geburt verhalten, muss ich damit rechnen dass alles wieder aufreißt? Vielen herzlichen Dank im Voraus!

von Sunny878 am 07.03.2014, 14:31



Antwort auf:

Re: Armvorfall bei Geburt

Hallo, Von einem "Armvorfall" kann man hier nicht sprechen - dieser kommt nur vor bei Querlage,Blasensprung und Wehen.. Wie Sie es beschreiben war das Ärmchen neben dem kindlichen Köpfchen,das ist nicht schlimm und hat auch im Vorfeld keine Konsequenzen;es fordert lediglich etwas mehr Raum in der Scheide. Das Baby "muss" seinen Arm nicht zurückziehen - es kann ja auch auf diese Art und Weise zur Welt kommen... Wie gesagt ein Armvorfall kann es nur bei Querlage geben - mit Ihrem Becken und Ihrem Kind ist alles in Ordnung. Die Geburtsverletzungen werden bei der zweiten Geburt deutlich geringer ausfallen - im Wasser noch geringer,da sich dort alles in Ruhe dehnen kann. Viele Grüße Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 07.03.2014


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