Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Busse, ich bin fleißige Mitleserin und hätte da eine Frage. Mir ist aufgefallen, dass Sie immer wieder dazu raten, Kinder noch wach im abgedunkelten Zimmer in ihr Bettchen zu legen und leise zu reden oder zu singen, bis sie ruhig werden. Vom Hochheben oder gar Familienbett raten Sie grundsätzlich ab. Meine Tochter ist nun 3 Monate alt. Als sie noch in meinem Bauch war, hatte ich mir vorgenommen, alles richtig zu machen. Schlafsack, Rückenlage, Babybalkon - ich habe alle Richtlinien zum Thema SIDS gelesen und mir fest vorgenommen, keinen Meter weit davon abzuweichen. Tja, und dann kam meine Tochter auf die Welt. Bis vor kurzem habe ich auch noch alle Regeln fest verfolgt, koste es was es wolle. Aber sie wacht immer öfter auf, schreit, wimmert und quengelt vor sich hin. Mein Mann und ich sind für Wochen völlig fertig vom Schlafentzug gewesen. Und irgendwann ist sie dann während dem Stillen mit mir in unserem Bett eingeschlafen und hat mit mir durchgeschlafen bis zum morgen. Einfach so. Als ich aufgewacht bin, habe ich mir zunächst Vorwürfe gemacht. Aber nun habe ich sie tatsächlich auch schon mehrere Male nachts, wenn gar nicht mehr ging, mit ins Bett genommen. Die Nähe zu uns tut ihr sichtlich gut und sie schläft einfach besser. Ich kenne die Empfehlungen zu SIDS alle auswendig. Aber ich verstehe es nicht ganz. Wenn das Familienbett ausreichend groß ist, die Eltern darauf achten, dass das Kind nicht unter einer Decke verschwinden kann, das Kind im Schlafsack in Rückenlage liegt...worin liegt denn das SIDS-Risiko überhaupt? Ich selber merke ja, dass ich intuitiv immer wieder nach ihr schaue und auf sie aufpasse, sogar im Schlaf. Das gemeinsame Schlafen sorgt, auch wenn sich das jetzt komisch anhören mag, für eine intensivere Bindung zwischen uns und alle kommen zu etwas mehr Schlaf. Zudem raten auch die Hebamme und Stillberaterin hier bei RuB zum Familienbett und auch die WHO spricht sich dafür aus. Ich will hier kein Plädoyer fürs Familienbett halten, auch ich bin noch hin und hergerissen und lege das Kind jeden Abend in den Babybalkon ab. InsBett hole ich sie, wenn überhaupt nur manchmal nachts. Aber ich stelle mir dennoch die Frage, ob das Familienbett nicht zu Unrecht dämonisiert wird? Warum raten Sie pauschal davon ab? Und ja, ich bin mir der Tatsache bewusst, dass die Eltern weder rauchen noch Trinken sollen, dass die Matratze nicht zu weich sein darf und...und...und... Das Familienbett ist sehr fehleranfällig. Das stimmt sicherlich. Aber das ist das Beistellbett doch auch? Oder was glauben Sie, wie viele eifrige Verkäuferinnen mir versucht haben, Nestchen und Co. zu verkaufen? was ich damit sagen will: Birgt nicht jeder Schlafplatz seine Gefahren, wenn man unvorsichtig ist? Und kann das Familienbett nicht für alle Beteiligten eine tolle Lösung sein, wenn man es vernünftig anstellt? Entschuldigen Sie die lange Rede. Sie sehen, ich hab mir eine Menge Gedanken gemacht. Ich freue mich auf Ihre Antwort. Liebe Grüße
Liebe P., an wissenschaftlichen Erkenntnissen, die in die Empfehlungen zum Schlafen im eigenen Bett im Schlafzimmer der Eltern als Vorsorge gegen den plötzlichen Kindstod eingeflossen sind, kommt man nicht vorbei. Auch wenn letztendlich die eindeutige Ursache für den plötzlichen Kindstod immer noch nicht geklärt ist, sollte man diese Empfehlungen ernst nehmen. Und es funktioniert, wenn man sein Kind von Anfang an daran gewöhnt, im eigenen Bett einschlafen zu können und als Unterstützung nur da ist, leise redet, die Hand darauf hält und Geduld hat. Alles Gute!
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