Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Wie findet mein überreiztes Baby in den Schlaf?

Frage: Wie findet mein überreiztes Baby in den Schlaf?

Kristina86

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Guten Tag Herr Dr. Busse, Mein Sohn ist 8 Wochen alt und findet seit seiner Geburt sehr, sehr schlecht in den Schlaf. Anfangs konnte ich ihn irgendwann in den Schlaf stillen, inzwischen funktioniert auch das leider nicht mehr. Er ist generell sehr aktiv, strampelt und zappelt den ganzen Tag übermäßig und lässt sich durch kuscheln und im Arm halten nicht beruhigen. Ich vermute, dass er auf Reize ‚schlecht‘ reagieren kann, vielleicht eine Regulationsstörung hat. Er schläft oft den ganzen Tag über so gut wie gar nicht. Er döst an der Brust kurz ein (oft nicht einmal für wenige Minuten), beginnt dann zu zappeln und reißt die Augen wieder auf. Er wird immer hektischer und immer quengeliger und aktiver, je länger er nicht geschlafen hat. Es gibt bei uns viele Tage an denen er tatsächlich gar nicht schläft, obwohl er offensichtlich übermüdet ist. Auch bei den ersten Müdigkeitsanzeichen bekomme ich ihn nicht in den Schlaf. Abends schläft er in der Regel zwischen 21 und 23 Uhr ein und schläft mit mehreren Stillunterbrechungen in der Regel bis etwa 6 Uhr. Das ist dann aber tatsächlich auch fast aller Schlaf, den er über den Tag bekommt. Es ist doch nicht normal, dass ein so kleines Baby so wenig schläft, oder? Ich mache mir Sorgen, dass der fehlende Schlaf sich irgendwie negativ auf seine Entwicklung auswirken kann. Auch dass er quasi den ganzen Tag über so hyperaktive zappelt, habe ich noch bei keinem anderen Baby gesehen. Auch an wirklich ruhigen Tagen, ohne Ausflüge, Besuch oder Ähnliches, die wir einfach gemütlich auf der Couch verbringen (ohne Fernseher, Radio...) ist es nicht besser. Er findet auch im Auto, oder im Kinderwagen nicht in den Schlaf, ablegen zum einschlafen -oder ihn schlafend- weg legen brauche ich gar nicht zu versuchen. Ich lege mich tagsüber mit ihm hin, stille, kuschele, auch pucken haben wir schon versucht. Den Schnuller verweigert er. Er scheint sich tagsüber regelrecht gegen das einschlafen zu wehren und ist dabei völlig überdreht und das im Prinzip seit seiner Geburt. Es gab noch nicht einen Tag, an dem er tagsüber mal eine Stunde geschlafen hätte. Können Sie mir sagen, wie dieses Verhalten einzuordnen ist und was ich vielleicht noch tun kann, um ihm beim entspannen, zur Ruhe kommen und einschlafen zu helfen? Muss ich mir Sorgen machen, dass mein Kind generell hyperaktiv ist, oder sich dieses Verhalten auf seine Entwicklung auswirkt? Sein Gehirn benötigt doch definitiv mehr Schlaf für eine gesunde Entwicklung, oder? Ich freue mich auf Ihre Antwort! Freundliche Grüße, Kristina


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe K., Ihre Diagnose ist im Prinzip richtig: es gibt viele Babys, die sich schwer tun mit der Selbstregulation und dem Abschalten und das erst lernen müssen. Sie können Ihrem Baby am besten dabei helfen, wenn Sie Ihren Sohn immer dann, wenn er anfängt müde und quenglig zu werden - und natürlich auch am Abend -umgehend im abgedunkelten Schlafzimmer in sein Bett legen. Und sich dann nur leise redend oder singend daneben setzen und Geduld haben bis er zur Ruhe findet. Alles Gute!


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