Sabi2211
Lieber Dr. Busse, wie Sie ja wissen, leide ich an einer Angststörung und mache mir immer zu viele Sorgen um meinen Sohn (jetzt 1 jahr alt). Ich bin bereits in Behandlung, der erfolg lässt noch auf sich warten. Es gibt im Alltag sehr viele Situationen, die mich fertig machen. Am meisten Angst habe ich vor einem Schütteltrauma, also keinem bewusst herbeigeführten, sondern einem unabsichtlichen, durch falsches halten des babies oder durch wildes spiel (wie mit dem kind hüpfen, es in die luft werfen, hoppe hoppe reiter, etwas schneller hin und herbewegen etc.) Ich selbst würde so etwas nie machen aber einige Familienmitglieder gehn da nicht so zimperlich mit dem kleinen um. Jetzt habe ich jedes mal angst wenn ihn jemand anderes nimmt und wieder so wild mit ihm rum tut. Alle wissen von meiner störung und dennoch gehn sie nicht vorsichtiger mit ihm um. Vl denken sie es macht ihm spass, aber wenn ich dabei in sein gesicht sehe, merke ich dass es auch ihm nicht ganz geheuer ist, weil er das von mir nicht kennt. Wir haben auch spass, er lacht immer wenn ich mit ihm spiele. Deshalb frage ich mich, kann das wilde spiel der anderen ihm vl doch weh tun oder auf lange sicht schaden? Kann so ein schütteltrauma dadurch hervorgerufen und womöglich unbemerkt bleiben? Das ist mein grösster alptraum, dass ich es nicht bemerke und er irgendwann spätfolgen, neurologische schäden, sehstörungen und schlimmeres davon trägt. Ich hoffe Sie können mich beruhigen. Kann ich davon ausgehen, dass all diese sachen aus der Vergangenheit (Köpfchen mal nicht richtig gut gestützt als baby, hoppe hoppe reiter gespielt...) keine auswirkungen hatten, wenn er sich ganz normal entwickelt, krabbelt, steht, an der hand geht, viel lacht, mama papa sagt und alles versteht was wir sagen? Lg
Liebe S., Sie wissen doch genau, dass ihnen nur ihre Ängste einen Streich spielen. Es besteht keine Gefahr bei solchen Spielen und ich kann nur hoffen, dass ihre Behandlung bald erfolgreich ist. Alles Gute!
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