Mitglied inaktiv
Hallo Hr. Dr. Busse Bei uns in der Tageszeitung am Samstag stand drinnen Babygläschen mit Säure verunreinigt. Bei der Untersuchung von 60 Stichproben, darunter auch einigen Bioprodukten, entdeckten Lebensmittelchemiker der Universität Würzburg bei 80 Prozent der Kleinkindernahrung und 73 Prozent der Säfte die Verbindung 2-Ethylhexansäure (2-EHA). Sie stehen im Verdacht Embryonen zu schädigen. Die Wissenschaftler vermuten das die Chemikalien aus den Schraubdeckel der Gläser und Glasflaschen stammt. Es soll anscheinend auch Krebsgefahr bestehen. Soll ich ab sofort keine Gläschen mehr geben uns selber kochen? Ist es wirklich so Schädlich? Was meinen sie dazu?
Liebe Simone, In vielen Tageszeitungen wurde leider so über den Nachweis von 2-Ehtylhexansäure in Gläschenkost und Fruchtsäften berichtet, dass Eltern von Kleinkindern verunsichert und in großer Sorge sind. 2-Ethylhexansäure entsteht bei der Herstellung der Gummidichtungen für Schraubdeckel aller Art. Zur Risikobewertung dieser Substanz liegen auch international noch sehr wenige wissenschaftliche Daten vor. Nimmt man diese als derzeit bestmögliche Grundlage der Bewertung, dann ergibt sich folgendes: Unbekannt ist bisher leider, welche Produkte von welchem Hersteller an der Universität Würzburg untersucht wurden. Für die Mehrheit der untersuchten Proben (31 von 35) von Babynahrung und für alle Fruchtsaftproben besteht beim Verzehr durch einen mit Beikost gefütterten Säugling ein sehr hoher Sicherheits-abstand zu einer möglicherweise toxischen Dosis. Daraus schließt auch das Bundesamt für Risikobewertung, dass es bei diesen Proben keinen Anlass zu gesundheitlichen Bedenken gibt. Prinzipiell ist folgendes zu bedenken: Immer genauere Analysemethoden werden auch in Zukunft immer wieder Spuren von ähnlich unerwünschten Substanzen in Lebensmitteln zu Tage bringen. Gerade die Hersteller von Babynahrung wie die Firma Hipp nehmen dabei ihre Verantwortung gegenüber dem Verbraucher sehr ernst. Umfangreiche weitere Analysen wurden in Auftrag gegeben und nach Lösungen zur Vermeidung jeglicher Schadstoffe in Zusammenarbeit mit der Verpackungsindustrie wird seit längerer Zeit intensiv gesucht. Jetzt nur noch selber kochen und auf Gläschenkost für Babys zu verzichten, wäre kein guter Rat für Eltern. Die Wahrscheinlichkeit wäre sehr hoch, dass man „den Teufel mit dem Belzebub austreiben“ würde. Denn leider müssen wir davon ausgehen, dass wir selbst bei kritischem Einkauf frischer Lebensmittel nie wissen, ob und wie viel sie an möglichen Schadstoffen enthalten. Alles Gute!
Ähnliche Fragen
Sehr geehrter Herr Dr. Brügel, ich habe oft Angst, dass ich meinem Kind (20 Monate) an vielen Schadstoffen ausgesetzt habe. In den ersten 7 Monaten seines Lebens habe ich leider heißes Wasser für seine Milch in den Milchflaschen aus Kunststoff abkühlen lassen. Die Flaschen darf man abkochen, deshalb hatte ich nicht weiter daran gedacht. Aber be ...
Guten Tag, Mein Kind (12) war gestern bei einem Freund. Als er nachhause kam hat er mir erzählt dass sie dessen schon kaputtes Handy komplett "zerstört" haben, weil sie wissen wollten wie ein Handy von innen aufgebaut ist. Damit beschäftigten sie sich fast den kompletten Nachmittag. Nun las ich im Netz dass Handys hochgiftige Stoffe innen verb ...
Sehr geehrter Herr Busse, wir haben unserm Kind in den ersten 3 Monaten ergänzend zum Stillen mit angerührter Babymilch gefüttert. Entweder beim Stillen über die Brust oder gerade zu Beginn über den Finger. Jeweils über ein Schlauch und natürlich mit frisch gewaschenen Händen. Die Fingervariante hat oft der Vater übernommen, da ich dachte, dass es ...
Sehr geehrter Herr Dr. Brügel, ich habe leider eine Angststörung bezüglich rauchen. Befinde mich in Therapie. Aber wir wollen seit langem mal wieder zu meinen Großeltern fahren die 700km weit weg Wohnen. Nur das Problem sie haben eine Hauswirtschaftsdame die raucht. Mein Therapeut meinte ich soll meinen KiA fragen aber der hat Urlaub. Deswegen ...
Guten Tag! Wir haben 2,5 Jahre alte Schränke eines großen schwedischen Möbelherstellers. Diese waren in einer Art Abstellkammer aufgestellt (nicht permanent ausgelüftet). Nach unserem Umzug sind die Kästen zum Teil im Wohnraum und zum Teil im Schlafzimmer aufgebaut. Nun ist mir aufgefallen, dass die Schränke noch riechen. In diesem Geruch hat a ...
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, wir haben kürzlich einige Tage bei einer Freundin Urlaub in einem älteren Wohnwagen (ca. 30 Jahre alt) gemacht. Meine Freundin hat eine Lampe über unserem Schlafplatz abgeschraubt. Dabei rieselte etwas Staub oder möglicherweise Dämmmaterial? aus der Decke auf unser Bett. Ich habe die sichtbaren Krümel entfernt, und ...
Hallo, Ich wasche buntwäsche seit ein paar Monaten immer bei 60 Grad, Hygiene bei 70 oder 95 Grad mit Vollwaschmittel - wir hatten einen feuchten Keller und eine Maus in der Garage - daraus hat sich ein kleiner Tick bzgl Klamotten und Keime entwickelt. Nun hab ich leider zu viel gelesen und mir stellt sich die Frage, ob durch hohe Temperaturen ...
Da das gerade heute Thema auf der Arbeit war möchte ich mich einmal erkundigen wie gesundheitsschädlich konventionelles Obst und Gemüse aus dem Supermarkt für Kleinkinder ist. Ich hole von anfang an Bio Bananen und seit mein Kleiner (gerade 2) auch Äpfel mag auch Bio Äpfel aber Weintrauben, Erdbeeren, Heidelbeeren etc nicht/nicht immer. Ich wasche ...
Guten Tag Herr Dr Busse, Wir haben meinen 13 Monate alten Sohn die letzten Wochen mit La Roche Posay 50+ Anthelios Dermo-Pediatrics (geeignet bei Neurodermitis) aus der Apotheke eingecremt. Da wir an den sonnigen Tagen viel draußen und im Schwimmbad waren, haben wir auch nachgecremt und alles, was nicht von Kleidung bedeckt war, großzügig eingecre ...
Guten Tag, ich habe eine Frage: meine fünfjährige Tochter hat von der Verwandtschaft solch billige Puppenkleidung von Amazon bekommen. Leider habe nicht daran gedacht, diese zu waschen. Sie hat nicht viel, aber doch immer mal wieder damit gespielt. Jetzt mache ich mir Sorgen wegen der Schadstoffe. Wie schätzen Sie das ein? Zudem hat sie noch ander ...