Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Säuglingskolik oder steckt mehr dahinter?

Rund ums Baby Adventskalender 2025
Frage: Säuglingskolik oder steckt mehr dahinter?

Bambinas

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Guten Tag Herr Dr. Busse, liebe Mitleser, ich versuche mich kurz zu fassen, bitte verzeihen Sie daher die kühle Art. Ganz unten irgendwo stehen meine Fragen (die mit Sicherheit auch viele andere Mütter interessieren). Meine Tochter (5 Monate), hat seit ihrer 3. Lebenswoche Bauchbeschwerden. Anzeichen: starkes Beine umherwedeln, oft Pupsen, unregelmäßiger Stuhlgang, C-Haltung/ Hohlkreuz beim Liegen Wann? jeden Tag, meist nachmittags/ abends Baby's Empfinden: sehr wuselig, quängelig, ab und zu weinerlich, sehr selten Schreianfälle Baby's Vorgeschichte (evtl. wichtig!?): Geburt in 37. SSW, danach 7 Tage im Krankenhaus da Neugeborenengelbsucht mit 2x Phototherapie. Danach alles gesund. Bisherige Versuche: Tees (Kümmel, Fenchel etc.), Bauchwehsalbe, Bauchmassage (von Hebamme u. Ärztin gezeigt), Gymnastik (wie vorherstehend), Wärmekissen, Kümmelzäpfchen, Lefax (hat 2 Wochen gewirkt, danach ergebnislos aufgegeben) Sonstiges: 2x beim Osteopath, Beckenblockade und Halswirbel-/ Nackenblockade vorhanden gewesen und erfolgreich gelöst. - Baby wird voll gestillt (Etappentrinker!) und muss auch während des Stillens oft hoch genommen werden, da Bäuerchen quer sitzen - Schlafrythmus: welcher Rhythmus? Mal 10 Min., mal 2 Stunden. Das Wachsein überwiegt häufig, dafür schläft sie nachts durch - schläft derzeit nur an Brust ein, ist das einzige was ihre Schmerzen lindert und sie endlich zur Ruhe kommen lässt Mama's Ernährung: vernünftig, zwar keine Bio-Tante aber esse recht ausgewogen und trinke auch oft Tee (esse viel Schokolade, wohl einziges Manko - habe dies aber zum Testen einige Tage komplett weggelassen, auch dadurch keine Besserung) So, bis hierhin das wichtigste. Nun mein Anliegen: Ich habe dies alles bei meiner Hebamme wie auch beim Kinderarzt erläutert und werde jedes Mal(!) nur lächelnd mit den Worten "Durchhalten, die Koliken gehen vorüber." weggeschickt. Sind es wirklich 'nur' die Säuglingskoliken? Kann es auch eine Unverträglichkeit gegen irgendetwas sein (Muttermilch??? Allergie?)? Wie bekommt man das heraus? Wieso wird man von vielen Kinderärzten so niederschmetternd weggeschickt (habe dies schon seeehr oft in Foren gelesen)? Was kann man noch probieren? Und nun noch das übliche Rumgejammere: Ich bin froh, dass meine Kleine kein Schreikind ist. Dennoch ist das extreme und dauerhafte Rumgewusel und gequängel seeehr anstrengend. Ich kann sie auch selten wie ein 'typisches' Bilderbuchbaby an meinen Körper legen, da sie ihren Kopf immer nach hinten drückt (Hohlkreuz), im Kinderwagen liegt sie selten gerne, Fliegergriff und Bauchliegen sind auch nicht der Hit. Sie ist eine Strahlemaus, durch und weg. Nur tut es mir in der Seele weh, wenn ich sie so leiden sehe. Was zum Teufel kann ich noch machen? Und bitte nicht die Worte "einfach durchhalten..." Besten Dank für's Durchlesen und jeden Tipp.


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe B., Ihr Kind gedeiht gut, entwickelt sich gut, schläft (eher ungewöhnlich) nachts durch,.......... Kann es sein, dass Sie sich völlig unnötige Sorgen machen, viel zu viel tun, damit Ihr Kind "nerven" und dabei völlig übersehen, dass es gesund und normal ist und es wunderbare Zeiten gibt, in denen es munter und fröhlich ist? Es ist schwierig, aus so einem "Teufelskreis" auszubrechen ohne Hilfe, und ich kann Ihnen nur raten, sich an eine spezielle Sprechstunde zu wenden für Babys mit "Schreistörungen". Alles Gute!


Bambinas

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Guten Tag Herr Dr. Busse, vielen Dank für die Antwort. Sie beruhigt mich, dass ich mir wohl unnötig Sorgen machen. Aber das mit der Sprechstunde habe ich nicht ganz verstanden. Meine Tochter leidet nicht unter Schreistörungen. Sie schreit so gut wie nie.


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