Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Busse! Mein Sohn, 4 Jahre alt, hat ständig Atemwegserkrankungen - seit er 1 Jahr alt ist, hatte er ständig mit Bronchitis und mittlerweile schon etlichen Lungenentzündungen zu kämpfen. Dazu kommt, dass er sehr schlecht wächst, stark schwitzt und oft an Obstibation leidet. Nun ist letztens bei einer Diskussion das Wort Mucoviszidose gefallen und ich bin hellhörig geworden und habe mich ein wenig darüber erkundigt. Nun meine Fragen: Werden nicht alle Kinder nach der Geburt auf diese Krankheit untersucht? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er diese Krankheit in sich trägt? Und wie soll ich mich verhalten bzw. was gibt es für Möglichkeiten um dies festzustellen? Herzlichen Dank im Voraus C.
Liebe T., eine KLärung der vielfältigen Probleme ihres Sohnes finde ich längst überfällig und dabei sollte sicher auch ein sog. Schweißtest auf Mukovizidose gemacht werden. Alles Gute!
Mitglied inaktiv
Bei Lara stand Mukoviszidose auch mal im Raum, da war sie ein knappes halbes Jahr alt. Sie hatte ständig Durchfall und Gedeihstörungen, sprich sie wuchs nicht richtig und die Gewichtszunahme liess auch stark zu wünschen übrig. Verstopfung ist wohl eher ein Zeichen, daß er das nicht hat. Das ganze wird anhand des sog. Schweisstestes diagnostiziert, das dauert nur wenige Minuten und tut nicht weh. Eine "Frischhaltefolie" (heisst bestimmt anders, sieht aber so aus)wird auf den Unterarm gelegt und dann wird das ganze so einer Art Reizstrom bearbeitet. Das Stück Folie wird dann auf den Schweissgehalt untersucht, wobei das Ergebnis erst nach einigen Tagen da ist. Je nach Gehalt kommt die Diagnose. Bei uns war sie Gott sei Dank negativ. Screening auf Mukoviszidose ist noch nicht im Neugeborenenscreening mit drin. Gabs denn bei dir in der Familie oder in der deines Mannes Fälle von Mukoviszidose ? Du und dein Mann müssen mindestens Anlageträger sein, um das ganze an deinen Sohn weiterzuvererben. du und dein Mann könnt natürlich auch Blut abnehmen und dies in einer Stoffwechselklinik untersuchen lassen, ob ihr Anlageträger seid oder nicht. Wenn nur einer Anlageträger ist und der andere gesund ist, kann es auch nicht vererbt worden sein, denn bei der autosomal rezessiven Vererbung brauchst du -wie schon geschrieben- entweder 2 Anlageträger, 2 Kranke oder einen Anlageträger und einen Kranken. Ist nur einer davon betroffen, geht es nicht aufs Kind über. Aber mal eine andere Frage: warst du schon mal beim HNO bzw. hat er noch seine Polypen und die Mandeln ? Mein Großer (wird 3) hat auch ständig die Probleme gehabt, unser HNO hat uns zur Entfernung der Rachenmandel geraten. Die wurde nun am letzten Freitag entfernt. Seitdem bekommt er richtig Luft durch die Nase und lässt den Mund zu, sein Husten hat sich in diesen wenigen Tagen rapide verbessert, weil er nicht ständig die Bakterien durch den Mund reinzieht. LG und gedrückte Daumen, daß nichts ist Nicole