eumeline
Hallo Herr Dr. Busse, unsere Tochter (3,5 Jahre alt) hat seit sie Säugling war extreme Probleme beim Stuhlgang. Als Baby schrie sie jedesmal zum Erbarmen, hatte aber regelmäßig Stuhlgang, weshalb wir nie von "Verstopfung" sprachen. Sie bekam sobald als möglich Movicol als Hilfestellung, obwohl der Stuhl nie hart war. Inzwischen ist sie 3,5 Jahre alt und wir mit unserem Latein am Ende. Das Stuhlverhalten ist umgeschlagen in Verstopfung. 1mal die Woche hat sie Stuhlgang, nachdem vorher mit Klistieren und Zäpfchen nachgeholfen wurde. Wenn Stuhlgang "ansteht" quält sie sich 3-4 Tage extrem und es gehen immer nur Bröckchen ab. Diese sind auch selten hart. Sie drückt extrem, teilweise bis zum Erbrechen. Durch den seltenen Stuhl kommt inzwischen wirklich massig Stuhl, der natürlich nach einer Woche auch ziemlich fest und dick ist. Es geht also tageweise breiiges ab, nach mehreren Tagen dann der "gesammelte" Stuhl. Sie hatte noch nie Durchfall, selbst bei Magen-Darm-Infekten hat sie nur erbrochen, das Stuhlverhalten war nie anders. Nun meine Frage: Movicol hat zwar geholfen, wir haben es aber im August abgesetzt, da ab und an ja mal pausiert werden soll und wir als Eltern inzwischen echt Sorge haben bei einer "Dauerunterstützung" durch das Medikament. Der KIA findet dieses Stuhlverhalten unbedenklich - für unsere Familie bedeutet es inzwischen echte Einschränkungen. Der Große (7) weint mit, wenn seine kleine Schwester sich wiedermal quälen muss. Ich bin manchmal so verzweifelt, daß meine "Hilfewunsch" in Wut umschlägt und mein Kind das so schon ziemlich leidet noch geschimpft bekommt. Dafür schäme ich mich, weine am Ende auch heimlich mit...Das kann ja keine Lösung sein. Die Ernährung haben wir inzwischen angepasst, sie bekommt keine Kuhmilch mehr, nur noch Sojamilch, sie isst und trinkt eigentlich ansonsten alles. Süsses ist inzwischen ebenso tabu wie stopfende Lebensmittel. Stuhl- und Blutproben waren unauffällig, also keine Unverträglichkeiten festzustellen. Ebenso ein Ultraschall. Meine Mutter leidet an Collitis Ulzerosa, meine Schwiegermutter hatte Verwachsungen im Darm, die erst bei einer OP mit Ende 20 aufgefallen sind. Dadurch bin ich natürlich auch nicht zufrieden mit dieser Situation und besonders hellhörig, versuche aber immer noch, meine Bedenken zerstreuen zu lassen. Ich komme mir so hilflos vor. Und auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, überzureagieren. Ein Ostheopath teilt die Meinung meines KIA, die Behandlung hat nicht wirklich angehalten. Er hat dazu Globuli (Podophyllum) verordnet. Beides (Behandlung und Globuli) hatte einen Wirkzeitraum von 3 Wochen, wobei der Stuhl dann komplett unregelmäßig war und sie eben noch öfter "beschäftigt" war, das ganze rauszudrücken. Da sie nun auch trocken wird, leidet sie natürlich besonders. 3 Tage komplett ohne Windel, zuverlässig trocken und dann gehts los, daß sie 4 Tage die Windel braucht, weil sie sonst ständig auf der Toilette sitzen würde. Ich muss nicht erwähnen, daß der Kindergarten inzwischen auch "leicht entnervt" reagiert und ich sie gegen Ende der Woche oft zuhause lasse...5mal Windelnwechseln am Vormittag und das 3mal die Woche ist eine Herausforderung...Man lässt das Kind ja auch nicht in der dreckigen Windel sitzen. Welche Untersuchungen können noch gemacht werden, um körperliche Ursachen auszuschließen? Eine Darmspiegelung würde vermutlich unter Vollnarkose gemacht? Ich habe echt Angst vor diesen Schritten, aber so langsam denke ich, daß wir anders keine Gewissheit bekommen. Auch wenn viele Kinder an Stuhlproblemen leiden - ich kenne keins in meinem Umfeld das solche starken und lange anhaltenden Probleme hat(te). Irgendwann sollte der Darm sich doch auch so "gewöhnen", daß es sich "auswächst" (wie der KIA immer so schön sagt)? Haben Sie eine Idee, wie ich damit umgehen kann? Könnte ein "Stuhltraining" das wir in Eigenregie durchführen helfen? Wäre es übertrieben einen Spezialisten aufzusuchen? Könnte es sein, daß sich im Enddarm ein Engpass befindet und sie sich deshalb so quält? Wie unbedenklich ist die Gabe von Movicol bei der Dauereinnahme? verzweifelte Grüße eumeline
Liebe E., ich gebe Ihnen völllig recht, die Situation kann nicht so bleiben. Und da das Problem warum auch immer schon so lange besteht, sollten Sie sich unbedingt an einen Kinder-Gastroenterologen wenden und um eine ausführliche Untersuchung bitten. Wahrscheinlich wird man zur Sicherheit um eine Darmspiegelung nicht herumkommen, das ist aber in Narkose keine Belastung für Ihr KInd. Und dann muss bie unauffälligem Befund eine Art "Stuhltraining" unter Gabe von einem Stuhlweichmacher wie "Movicol junior" erfolgen, das völlig unbedenklich ist. D.h. Ihre Tochter muss die Angst vor dem Stuhlgang aus dem Kopf bekommen. Alles Gute!
eumeline
Habe wohl schon im September dazu geschrieben...Daran sieht man, wie oft ich darüber nachdenke, Rat einzuholen aber wie ich mit mir kämpfe, daß doch alles "normal" ist. Sie brauchen dann natürlich die ewig lange Mail nicht zu beantworten. Danke!
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