Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Madenwürmer

Frage: Madenwürmer

Hummel04

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Guten Tag, vor ca. 7 Monaten erkrankte unsere Tochter an Madenwürmern. Da unser Hausarzt (wir hatten damals keinen Knderarzt) es nicht für nötig hielt auch den Rest der Familie zu untersuchen (Abklatsch) oder zu behandeln erkrankte ich 3 Wochen später auch. Anschließend bekamen wir doch alle Helmex einschließlich der Großeltern, die im selben Haus wohnen. Die Wiederholungsbehandlung habe ich aus eigener Initiative nach 3 und 6 Wochen mit Molevac gemacht und auch selbst gezahlt, da auch dies unser Arzt nicht als notwenig ansah. Soweit so gut. Es wurde auch nicht mehr kontrolliert, ob es weg war, aber davon ging ich nach 3 Behandlugen aus. Es hatte auch keiner mehr Symptome (ich hatte mehrere Tage ein kribbeln und virbrieren im After, bis schließlich ein lebender Wurm in der Unterwäsche lag. Meine Tochter hatte auch ein Druckgefühl im After). Nun habe ich heute auf dem Stuhlgang etwas oben drauf liegen gehabt, was wie ein Madenwurm aussah. Es hat sich nicht bewegt, war weiß, etwas über 1cm lang und lag quasi oben auf der Wurst (entschuldigen Sie die detaillreiche Ausführung). Ich konnte es auch leider nicht genauer ansehen. Nun weiß ich nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Ich will einerseits nicht, dass die ganze Familie wieder 3x Gift schlucken muss und das nur auf Verdacht. Ich habe im Moment keine Symptome wie Kribbeln und vibrieren, ab an und an juckt es mal, aber das hat ja jeder mal. Wir haben mittlerweile auch eine neue Kinderärztin. Soll ich mich an diese wenden oder doch an den Hausarzt (die Kinder, 7 Jahre und gerade 12 Monate, haben bisher ja keine Symtome)? Soll ich erstmal abwarten? Oder sollen wir alle einen Abklatsch machen lassen? Wen ja, macht das auch bei uns Eltern die Kinderärztin? Und wie sieht es mit der Medikation aus? Die Kinderärztin verschreibt doch sicher nur für die Kinder? Was ist, wenn der Hausarzt bei uns und den Großeltern wieder nicht mit zieht? Zuletzt wüsste ich noch gerne etwas zu den Hygienemaßnahmen. Was ist wirklich nötig? Auf einigen Seiten steht, dass man z.B. 6 Wochen täglich die Betten überziehen soll? Ist das nicht etwas übertrieben? Ich habe es beim letzten Mal 10 Tage durchgehalten und dann nur noch alle paar Tage. Es ist wirklich sehr zeitaufwändig. Müssen alle Kleidungsstücke auf 60°C gewaschen werden? Manche halten das nicht aus. Was ist mit Kuscheltieren im Bett (meine Tochter hat ca. 10 Stück im Bett und möchte darauf auch nicht verzichten)? Diese kann ich auch nicht bei 60°C waschen. Was ist mit Alltagsgegenständen? Im Grunde kann doch alles kontaminiert sein, was man anfasst? Meine Tochter hat die Angewohnheit sich nachts im Schlaf an Scheide/Po zu kratzen. Das war aber schon vor den Würmern und auch danach noch ab und zu der Fall. Man riecht es morgens. Ich achte schon drauf, dass sie sich morgens direkt die Hände wäscht, aber man kann nicht immer verhindern, dass sie vorher etwas anfasst oder am Wochenende morges in ihrem Zimmer schon spielt ohne sich die Hände gewaschen zu haben. Ich habe schon Angst, dass sich andere Kinder bei uns anstecken. Ich kann ja nicht Playmobil, Lego, Barbiezeug alles waschen. Ich wäre sehr dankbar für Ihren Rat. Freundliche Grüße, Hummel


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe H., sprechen Sie doch bitte mit Ihrer Kinderärztin, ob sie nicht bei der ganzen Familie einen Abklatsch untersuchen kann und je nach Befund dann natürlich auch behandeln. Für eine ausführliche Info darüber, was Sie tun sollten, kopiere ich Ihnen hier eine Link: http://www.infectopharm.com/public_pdf/P202001-04-0411.pdf Alles GUte!


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