matildamatilda
Hallo Herr Dr. Busse, mein Sohn (4;6 J.) hatte vor genau zwei Wochen eine Zecke am Haaransatz im seitlichen Nacken links. Ich selbst habe diese nicht gesehen, er schlief bei den Großeltern. Die Oma fuhr zur Zeckenentfernung direkt zu mir, angekommen war das Vieh verschwunden (Fahrtdauer nicht mal 10 Minuten), es fanden sich nur zwei sehr kleine "Krümel" geronnenen Blutes. Ich dachte, alles sei draußen und habe die reizlose Stelle mit Octenisept desinfiziert. Am gleichen Tag wurde mein Junge kränklich und entwickelte einen deftigen Schnupfen (ca. 10 Tage andauernd, allerdings - erstmals bei so einer Erkältung - OHNE Fieber , anfangs zwei Tage etwas Halsschmerzen, nach dem ersten Tag war er wieder sehr fit, nur eben starker Schnupfen, der den Rest der Familie dann auch abbekam). Komisch ist, dass die Zecke lt. meiner Mutter noch nicht sehr vollgesaugt aussah (aber auch nicht komplett "nüchtern") und wir eigentlich auch jeden Abend kontrollieren, so dass ich davon ausgehe, dass der Zeck nachts zubiss, irgendwo rumkrabbelte usw., und dann ja eigentlich nicht "von alleine loslässt", die Blutkrümel würden ja auch eher für ein Abkratzen durch das Kind sprechen, wobei dann ja ein Teil steckenbleiben müsste. Leider bin ich, wenn es um meine Jungs geht, geradezu krankhaft panisch, so kontrolliere ich die Stelle mehrmals täglich, es zeigten sich aus meiner Sicht zunächst keinerlei Auffälligkeiten, es handelt sich um eine weniger als erbsengroße papulöse, leicht rote aber reizlose Stelle die ihn anscheinend überhaupt nicht juckt oder stört (und da ist er normalerweise sehr empfindlich). Vor sechs Tagen, nach dem Baden, tastete ich dann erstmals zufällig beim Nackenkraulen einen retroaurikulären Lymphknoten, fast auf dem Mastoid und ca. 2 cm vom Zeckenbiss entfernt, schätzungsweise nicht ganz 1cm messend, schon eher hart, wenig verschieblich, reizlos, schmerzlos, oval, der seither persistiert, mal etwas kleiner wirkt, dann wieder wie anfangs, aber definitiv nicht wächst. Man sieht ihn mit bloßem Auge, v. a., wenn der Junge den Kopf dreht (er ist aber insgesamt ein sehr zartes Kerlchen). Rechts fand ich einen ähnlichen Lymphknoten, etwas kleiner und komplett auf dem Mastoid). Zugegebenermaßen habe ich schon einiges nachgelesen über Borreliose und Co (leider ist er auch NOCH nicht gegen FSME geimpft, trotz Risikogebietes, das haben wir dieses Jahr bisher nicht geschafft, er ist erst jetzt in den Kindergarten gekommen und dementsprechend häufiger erkältet), und mir Sorgen gemacht. Ich bin unsicher, ob dies schon eine Indikation für eine Antibiose darstellt - nach Leitlinien ja nicht. Es ist ja davon auszugehen, dass die LK (von denen mich nur der bei dem Biss besorgt) eher durch den Schnupfen kommen. Vor zwei Tagen, als das Ohr auf der betreffenden Seite abends plötzlich ganz rot war, bin ich mit dem Jungen zu einem Hausarzt/ Internisten in der Nachbarschaft, der noch im Dienst war (als wir da waren, war das Ohr wieder normal, dass war wohl eher der Wind am Tag), der akute Infektzeichen ausschloss, meinte, dass sei entweder ein LK oder eine knöcherne Erhebung (was ich nicht glaube, da ich das sicher vorher schonmal gemerkt hätte) und sagte, wir sollen die Stelle weiter beobachten. Etwas unsicher war er schon, ist eben kein Kinderarzt (den es hier aber leider auch nicht mehr gibt!). So lange nichts weiter auffällt, gehe das aus seiner Sicht in Ordnung. Seit heute meine ich, dass da doch noch ein bisschen was von der Zecke drin ist, was sich jetzt "abkapselt", die Stelle ist immer noch leicht erhaben, leicht rot (ohne Hof), schmerz und juckt nicht, ist nicht warm etc, ca. 4 mm im Durchmesser. Wenn man genau schaut (helles Licht und Lupe), sieht man ein kleines "gelbes Pünktchen", ich vermute jetzt, dass ist das Beisswerkzeug, was sich rausarbeitet. Halten Sie weiterhin abwarten für vertretbar? Wie lange kann dieser Lymphknoten so bleiben, ohne dass ich mir Sorgen machen muss? Wie gesagt, die 1cm Grenze aus dem Lehrbuch hat er nicht überschritten, soweit ich das fühle, aber er war vorher eben nicht da? Wie groß ist eigentlich die Gefahr der primären Neuroborreliose, ohne dass es vorher Anzeichen für eine Borreliose i. S. eines Erythema migrans oder "grippale Symptome" oder so etwas gab? Darf man direkt gegen FSME impfen, oder soll man vier Wochen warten nach dem Stich jetzt? Ich finde kontroverse Meinungen dazu. Entschuldigen Sie die langen und wohl hysterisch anutenden Ausführungen. Danke für Ihre Bemühungen!!!!
Liebe M., wenn Sie sich und ihrem Sohn etwas gutes tun wollen, dann vergessen Sie die ganze Geschichte möglichst rasch und hören vor allem damit auf, sich irgendwelche wissenschaftlichen Brocken zusammenzulesen, was nur zu Missinterpretationen und Panik führen muss. Lymphknoten gibt es in dieser Region viele und je nach Dicke des Fettgewebes und der Haut sind sie mal mehr oder weniger tast- und sichtbar, ohne dass dies irgendeine Bedeutung hätte. Und wenn Sie wirklich Risiko vermeiden wollen, dann wird es Zeit, dass endlich die ganze Familie gegen FSME geimpft wird. Alles Gute!
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