Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Langer Verlauf normal? Die zweite!

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Frage: Langer Verlauf normal? Die zweite!

hola3

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Sehr geehrter herr dr Busse, Unten füge ich nochmal meinen Text von 18.02. ein und setze diesen hier nun fort. Entschuldigen Sie die Länge des Textes, ich versuche es kurz zu halten. Ich hatte ja geschrieben, dass unser Sohn drei Tage nach dem Krankenhausaufenthalt schweren Durchfall und Erbrechen bekam. Als seine Schwester zwei Tage später auch damit anfing, war klar, dass er sich zusätzlich noch einen Infekt eingefangen hatte, eine Stuhlprobe bestätigte, dass es die Rotaviren waren. Welch ein Pech aber wir waren wirklich fast beruhigt, weil das ja alles plausibel und beruhigend klang und konnten unseren Sohn letzte Woche das erste mal seit fast 4 Wochen wieder in die Kita schicken. Das ganze ging 3 Tage gut! Donnerstag wurde er schon wieder so weinerlich und aggressiv, freitags mittags bekamen wir die Rückmeldung aus der Kita, dass er schlecht beisammen sei und fast nicht zu erwecken gewesen sei, nachmittags fing er wieder an zu humpeln und ab abends hat er das laufen erneut komplett eingestellt. Das dritte mal in 4 Wochen. Wir dachten zunächst wieder an den Fuß aber diesmal ist es das rechte Knie (mittlerweile fragen wir uns aber ob es das letzte mal nicht auch das Knie war, da er ja am Fuß überhaupt keine Schmerzen bei Berührung hatte, vielleicht sind wir damals einfach nicht aufs knie gekommen, können das aber nicht mit Sicherheit sagen). Das Knie war dick und eine Streckung überhaupt nicht möglich. Er lief dann 2 1/2 Tage gar nicht, ab dem 3 Tag humpelte er und heute (Tag 5) kann er wieder gehen und laufen aber eine Streckung ist immer noch nicht möglich und er ist sehr instabil und Berührung tut ihm weh, alles mit gebeugten Knie ist möglich und wohl auch schmerzlos, auch krabbeln schien ihm keinerlei Schmerzen zu bereiten. Da unser Sohn diesmal kein Fieber hatte, sind wir, nach langer Überlegung, nicht ins Krankenhaus und haben zu Hause mit Ibuprofen behandelt (es war ja Wochenende und Karneval und da hätte man ja eh nicht viel machen können). Das hat ihm scheinbar gut geholfen. Wir waren natürlich heute beim Kinderarzt, der die mögliche Diagnose :reaktive arthritis stellte. Wir haben uns darauf geeinigt wieder erstmal abzuwarten ob nochmal was kommt! Also kein Labor, keine Bildgebung, keine weitere Behandlung. Wir haben einen tollen Kinderarzt aber er gibt auch offen zu, dass er sich nicht so ganz sicher ist, in welche Richtung das ganze läuft. Und doch lässt mich das Gefühl nicht los, dass wir eventuell etwas übersehen. In 4 Wochen dreimal nicht laufen können erscheint mir doch eigenartig. Andererseits hat unser Sohn ja nun auch einfach viel Pech gehabt (hohes Fieber unbekannter Ursache, Influenza a, rotaviren, alles in 3 Wochen!) auch die Urtikaria besteht weiterhin. Ich mache mir einfach Sorgen und weiß nicht recht weiter. Haben sie vielleicht noch eine Idee? Übersehen wir etwas? Hat unser Sohn einfach Pech und wir haben es jetzt ausgestanden oder sollten wir doch nochmal genauer nachschauen lassen? Einfach abwarten? Mittlerweile wissen wir selber nicht mehr was richtig und falsch ist. Er ist auch so wahnsinnig anstrengend, schreit permanent und lässt kaum Raum für seine Schwestern. nach diesen 4 Wochen sind wir alle etwas müde und erschöpft und würden uns einfach freuen, wenn uns jemand außenstehendes nochmal eine Einschätzung geben könnte. Man macht sich ja doch Sorgen. Ich danke Ihnen Herzliche Grüße Hola3 Sehr geehrter Herr Busse, Unsere Sohn ist nun schon seit 3 Wochen krank und wir sind etwas ratlos. Angefangen hat alles am 30.01. abends, unser Sohn wollte plötzlich seinen rechten Fuß nicht mehr belasten und hat das Laufen komplett verweigert. 4 Tage lang ist er nicht mehr aufgestanden, wir sind am nächsten morgen direkt zum röntgen ins Krankenhaus weil wir dachten, dass er vielleicht unbemerkt umgeknickt ist aber dort war alles gut. Zeitgleich bekam er sehr hohes Fieber und war schlecht beisammen. Da die große Schwester Scharlach hatte, war die Vermutung, dass er es ebenfalls hat und wir haben ihm Cefaclor für eine Woche gegeben. Darunter hat er nur sehr langsam entfiebert. Als er dann am darauffolgenden Wochenende fieberfrei war, war er trotzdem extrem weinerlich und anstrengend. Den Fuß hat er immer noch nicht belastet. Am nächsten Montag, also genau eine Woche nachdem das Fieber und die Fussproblematik begann, entwickelte er erneut hohes Fieber. Am Dienstag wachte er mit schwerer Nesselsucht auf, diese wurde bis Mittwoch früh so schlimm, dass er ins Krankenhaus eingewiesen werden musste. Händchen, Füße, Augen, Gesicht und alle Gelenke schwollen stark an und unser Sohn kratze sich blutig. Auch konnte er nicht mehr laufen, man konnte ihn nicht mal mehr auf die Beine stellen. Dazu das hohe Fieber. Im Krankenhaus ergab der Schnelltest dann, dass er an Influenza a erkrankt ist. Er war stark ausgetrocknet, Ketone im Urin, LDH Erhöhung , Crp erhöht. Die anderen Werte lagen im Normalbereich. (Auch konnte die möglich zurückliegende Scharlachinfektion nicht nachgewiesen werden). Er bekam Nurofen, Cetirizin und Fenistil Tropfen und war 5 Tage am Monitor. Nach 5 Tagen konnten wir wieder gehen und seit dem tut sich unser Sohn doch sehr schwer wieder richtig zu Kräften zu kommen. Er isst und trinkt sehr schlecht, eigentlich kaum, hat die letzten 3 Wochen 2 kg abgenommen, er schläft sehr viel und braucht sehr lange um danach überhaupt wieder wach zu werden, die Urtikaria ist immer noch stark vorhanden und sobald man ihn anfasst oder er sich selber kratzt, flammt sie sofort auf, die Haut schwillt an und bildet Pustel usw. Seit nun vier Tagen hat er schwere Durchfälle und Erbrechen und nun auch wieder Fieber. Vormittags Ist er immer gut drauf und wir denken jedesmal, dass er er nun geschafft hat, am späten Nachmittag baut er ab, bekommt die Durchfälle und erbricht! Fieber ist bei 39 grad. Er hat nun seit 3 Wochen Fieber, mit wenigen Tagen, wo er fieberfrei ist. Zwischendurch gibt es immer wieder Momente am Tag, wo er froh und munter erscheint, so dass wir immer unsicher sind. Abends baut er immer massiv ab, ist aber nicht apathisch, sondern einfach schlapp, fiebrig und wie oben geschildert mit Erbrechen und Durchfall. Nachts ist nichts mehr. Ist dies alles noch im "normalen" Rahmen einer Influenza a Infektion und wir lassen ihm einfach noch was Zeit oder sollte doch nochmal ein Labor etc. gemacht werden? Eigenartig ist auch, dass sich sonst keiner angesteckt hat, was ja auch eher untypisch ist! Könnte es vielleicht auch ein anderer Infekt gewesen sein? Vielen Dank für ihren Rat und freundliche Grüße von hola3 am 18.02.2017


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe H., Sie haben doch offensichtlich in der Tat einen "tollen Kinderarzt" und es gibt keinen Grund, warum Sie ihm nicht vertrauen und erst mal Geduld haben sollten. Mit Aktionismus wäre auch Ihrem Kind nicht gedient. Natürlich dürfen kranke Kinder etwas "anstrengender" sein und verwöhnt werden, aber es muss nicht die ganze Familie nach seiner Pfeife tanzen und es darf auch klare Grenzen und klare Ansage geben. Alles Gute!


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