Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Influenza Typ A

Frage: Influenza Typ A

Ninnikuh

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Sehr geehrter Herr Dr. Busse, meine Tochter 5 Jahre alt, geht alle 14 Tage übers Wochenende zu ihrem Vater. Sie wurde mir am Sonntag, den 23.02. zurückgebracht und hatte erhöhte Temperatur und wurde auch schon ziemlich schnell schlapp und ist eingeschlafen. Am Montag hatte sie dann Fieber bei 40,6 Grad rektale Körpermessung. Sie klagte zudem über Bauch, Kopf, sowie Halsschmerzen. Für mich sah es nach einer Influenza aus.Da sie auch nichts essen oder trinken wollte, fuhr ich mit ihr in die Notaufnahme des Klinikums. Ich bestand auf einen Abstrich, die Ärztin wollte ihr eigentlich keinen entnehmen, tat es aber auf meinen Wunsch hin. Letztenendes wurden wir nach Hause geschickt und meine Tochter soll trinken. 2 Stunden nachdem wir zuhause waren, riefen wir nochmal in der Klinik an und fragten nach dem Ergebnis des Abstriches. Ergebnis: Positiv Influenza Typ A. 2 Tage später hatte sich der Zustand kein bisschen verändert. Sie hat weiterhin hohes Fieber, verweigert Essen, sowie Trinken. In der Nacht vom 25.02. auf 26.02. bekam meine Tochter eine zeimlich heftige Blutung aus Nase und Mund. Ich rief sofort den Notdienst. Diese konnten die Blutung nach einiger zeit stoppen und haben meine Tochter zuhause gelassen, weil sie sagten es seie nicht notwendig sie mitzunehmen. Die Nacht verlief dann ohne weitere Blutung bis zum Morgen, da fing es dann noch stärker an und es kamen sehr viele große Koagel aus ihrem Mund mit heraus. Bestimmt 10 Stück in Kirschengröße. Die Blutung stoppte auch nach einer Stunde nicht, ich habe aber in der Zwischenzeit wieder den Notdienst gerufen und habe diesmal darauf bestanden, dass sie mitgenommen wird, da auch diese die Blutung erstmal nicht gestoppt bekamen. Sie wurde im Krankenhaus untersucht und es wurde nichts unternommen, außer dass sie Bepanthen Nasensalbe in die Nase bekommen soll. Da meine Tochter aber weiterhin Fieber hatte,sowie Nahrung und Flüssigkeit verweigerte musste ich regelrecht eine stationäre Aufnahme erkämpfen, damit sich überhaupt mal etwas tut. Seit Mittwoch, 26.02. liegt sie nun stationär und bekommt den gesamten Tag über Infusionen NaCl mit Glucose. Sie möchte weiterhin nichts essen und trinken. Nur schlafen. Seit gestern Nachmittag steigt ihr Fieber ständig wieder an. Die ganze Zeit davor waren die Zeitabstände von Temperatur und Fieber größer. Nun hatte sie gestern Abend gegen 22.30 Uhr wieder fast 40 Fieber und bekam Ben-u-ron Saft, gegen 02.30 Uhr wieder das gleiche. Fast 40 Grad und wieder Ben-u-ron Saft. Heute Morgen um 8 wieder fast 40 Grad nun bekam sie Novalgin. Jetzt habe ich aber in der Apotheken Umschau folgendes über Influenza gelesen: Das Fieber kann 3 bis 4 Tage andauern. Ein erneuter Fieberanstieg um den 3. Krankheitstag weist auf den Beginn einer zusätzlichen bakteriellen Infektion hin.  Jetzt hat sie ja schon ziemlich lange diese Symptomatik und ich mache mir natürlich riesengroße Sorgen. Sie röchelt auch teilweise sehr beim Atmen oder auch zwischendurch sehr unregelmäßig, auch mal schneller und dann wieder normal. Ich habe Angst, dass sie eine bakterielle Lungenentzündung bekommt. Können Sie mir sagen, was ich machen kann? Sie hat auch keinen trockenen Reizhusten, sondern ist ziemlich verschleimt. Die Symptome von Influenza sind doch aber eher trockener Reizhusten, dazu läuft ihre Nase wie Wasser. Wie könnte man eine bakterielle Infektion diagnostizieren und könnte man ihr schon vorab ein Antibiotikum verabreichen? Ich bin zudem noch risikoschwanger aufgrund von 8 Fehlgeburten momentan Ende 33 SSW. Meine Nerven liegen echt blank, ich könnte den ganzen Tag über nur weinen. Ich hoffe sehr auf eine Antwort. Ganz liebe Grüße von einer verzweifelten Mama


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe N., ich verstehe, dass man sich Sorgen um sein so lange hoch fieberndes Kind macht. Ihre Tochter wird aber sicher jetzt in der Klinik bestens betreut, täglich auf mögliche Komplikationen untersucht und bei Bedarf behandelt. Und es gibt nun mal auch so lange Verläufe einer echten Grippe. Reden Sie mit den Ärzten und Schwestern in der Klinik auch über Ihre Sorgen. Wenn Sie das ohne Vorwürfe tun, wird man Ihnen sicher gerne alles in Ruhe erklären. Alles Gute!


Mamamaike

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Hallo, das einzige, was Du tun kannst, ist mit den Ärzten auf Station reden. Lass Dir einen extra Termin machen, wenn Du das Gefühl hast, bei der Visite geht das unter. Viele Grüße und alles Gute


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