Calpurni
Guten Tag, die Stiko hat ihre Impfempfehlung für die ab Fünfjährigen geändert. Wie ist diese Entscheidung einzuordnen? Ist es, weil Covid19 doch für Kinder gefährlich ist? Oder sollen die Kinder die Impflücke in der Gesellschaft verkleinern? Diese Entscheidung verunsichert mich.
Liebe C., da zitiere ich am besten die STIKO selber: "Durch die Impfung von Kindern und Jugendlichen soll zum einen eine SARS-CoV-2-Basisimmunität aufgebaut werden. Zum anderen sollen selten auftretende schwere COVID-19- Erkrankungen und Hospitalisierungen sowie mögliche Komplikationen der SARS-CoV-2-Infektion verhindert werden. Ein weiteres Ziel ist es, indirekte Folgen von SARS-CoV-2-Infektionen zu reduzieren, wie z.B. Isolations- und Quarantänephasen. Die STIKO spricht sich jedoch explizit dagegen aus, dass der Zugang von Kindern und Jugendlichen zur Teilhabe an Bildung, Kultur und anderen Aktivitäten des sozialen Lebens vom Vorliegen einer Impfung abhängig gemacht wird." Ich hatte von Anfang eine Impfung auch der Kinder befürwortet, da ich die Krankheit als deutlich gefährlicher ansehe als das absolut geringste Risiko einer dauerhaften Impfreaktion. Alles Gute!
Berlin!
Die StiKo empfiehlt nun eine einmalige Dosis für 5-11jährige Kinder. Die Impfempfehlung werde vorsorglich ausgesprochen, weil ein erneuter Anstieg von Corona-Infektionen im Herbst und Winter zu erwarten sei, heißt es in der aktuellen Empfehlung der STIKO. Mit der Corona-Impfung werde ein guter Basisschutz aufgebaut. Falls später eine Auffrischung nötig sein sollte, könne diese in einem längeren Abstand erfolgen. neben vielen: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stiko-empfiehlt-impfung-fuer-kinder-100.html
Calpurni
Re: Berlin! Ich weiß, was die Stiko empfiehlt. Aber ich möchte wissen, warum. Die hoch ansteckende Omikron-Variante war auch schon in diesem Winter/Frühling da (,,Grippezeit"). Trotzdem wurde keine Impfempfehlung für gesunde Kinder ausgesprochen. Was hat sich geändert?
Calpurni
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bin nicht prinzipiell gegen die Impfung, aber dieser Schlenkerkurs der STIKO wirkt nicht gerade vertrauenerweckend. Es wirkt nun so, als seien Risiken zu lange verharmlost worden. Oder eben so, dass die Kinder mit dafür sorgen sollen, dass jeder sicher ist. Auch die Erwachsenen, die sich bewusst gegen eine Impfung entschieden haben. Diese Vorgehensweise fände ich nicht sehr fair.
3wildehühner
Ich bin sehr froh, dass in Deutschland darauf Wert gelegt wird, genügend Daten zu sammeln, bis Impfempfehlungen abgegeben werden und dass bei Kindern noch vorsichtiger vorgegangen wird.. Das Covid-19 Virus ist erst seit 2,5 Jahren bekannt und die Impfungen vor ca. 1,5 Jahren auf den Markt gekommen. Da finde ich es absolut normal, dass es einige Zeit dauert, bis genug Daten erhoben sind, auf deren Grundlage die Impfempfehlungen ausgesprochen werden.
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