Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Hilfe! Ich schaffe keinen normalen Alltag mehr

Frage: Hilfe! Ich schaffe keinen normalen Alltag mehr

NoramitLilly

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Ich habe eine dringende Frage. Meine Tochter ist 8 Monate und ich stille sie neben der Beikost.  mein Problem ist folgendes - seit Entbindung leide ich immer wieder alle 5-7 Wochen unter einem Herpes Ausbruch an der Hand. (Meine Hand ist seit März im Verband eingebunden. Natürlich regelmäßiger Wechsel aber seit dem ohne Pause) Der Hautarzt möchte aufgrund des Stillens keine systematische Therapie verordnen. (Langzeit Einnahme von Aciclovir) Das hat dazu geführt, das sich bei mir richtige Ängste ind Zwänge entwickelt haben.  mein Alltag zu meistern ist sehr schwer. Ich habe Angst Dinge zu berühren. Nach allem was ich berührt habe wasche ich meine Hände Minuten lang. Manchmal gehe ich sogar duschen, wenn ich das Gefühl habe, zu viel berührt zu haben. Einkaufen ist eine komplette Qual geworden. Raus zu gehen ist furchtbar für mich. Ich möchte meiner Tochter so gern ein aufregendes Leben bieten. Wir sind viel draußen am spazieren… auch gehen wir mal zum Spielplatz. Für mich einfach durch den Ekel ein furchtbares Gefühl. Ich würde so gern mit ihr mehr machen. Auch mal schwimmen gehen, aber aufgrund er eingebunden Hand, nicht möglich.   Allerdings ist das mit meinen Zwängen einfach super schwer. In allem was ich an Gegenständen berühre, ich muss meine Hände waschen. Niemand darf mich anfassen. Mein Mann auch nicht. Auch keine Umarmung oder sonstiges. Einen Arzt der mich dran nimmt oder ernst nimmt, habe ich bis jetzt nicht gefunden.  Haben Sie einen Rat für mich?   


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe N., ich bin mir bewusst, dass auch die Aussage, dass auch eine Infektion mit dem Herpes simplex Virus für ihr 8 Monate altes Baby in der Regel keine ernsthafte Bedrohung mehr wäre, Ihnen nicht Ihre Ängste nehmen wird. Deshalb kann ich Ihnen nur dringend raten, sich fachliche Hilfe dagegen vor Ort zu suchen und sich an Ihren Frauenarzt oder Ihren Hausarzt zu wenden, wenn Sie Probleme haben, einen Termin dafür zu bekommen. Alles Gute!


lw87

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Die Beschreibung gibt einige Anhaltspunkte für eine behandlungsbedürftige psychische Störung (F-Diagnose). Das heißt, dass Ihnen (insofern sich die Annahme bestätigt), eine psychotherapeutische Behandlung zustehen würde; diese erscheint auch gerade auf Grund der starken akuten Belastung in der aktuellen Situation angeraten. Niedergelassene Psychotherapeuten müssen heute mindestens 200 Minuten telefonische Erreichbarkeit pro Woche sicherstellen sowie psychotherapeutische Sprechstunde von angemessener Dauer. Das bedeutet, selbst wenn die Wartelisten für Psychotherapie sehr lang sind (das sind sie, leider), sollten Sie innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit eine Möglichkeit haben, eine psychotherapeutische Sprechstunde aufzusuchen. Dort wird in jedem Fall eine diagnostische Einschätzung vorgenommen und Ihnen ggf. weitere Anlaufstellen (insofern keine direkten Termine im Anschluss verfügbar sind) vorgeschlagen. Angst- und Zwangserkrankungen sind gut behandelbar, neigen allerdings zur Chronifizierung, weswegen eine zeitnahe Konsultation eines Psychotherapeuten anzuraten ist. Auch die Krankenkassen können Sie mit Adressen / Kontaktdaten für entsprechende niedergelassene Psychotherapeuten mit Kassenzulassung versorgen. Alles Gute!


NoramitLilly

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Ich habe eine Nummer mit Telefon Nummern erhalten. Es geht keiner ran, ich muss auf den AB sprechen (erhalte aber keinen Rückruf), oder ich werde abgewiesen.    Mein Arzt sagt, ich soll mich nicht so anstellen. Das ganze schränkt den Alltag super ein. Mich belastet das und mir geht es damit auch nicht gut. Ich bin super ratlos.     


Cpt_Elli

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Bei der Kassenärztlichen Vereinigung erhältst du eine Liste mit Therapeuten, die vor Ort freie Plätze haben. Das Kontaktieren kann mühsam sein, da die alle nur sehr eingeschränkte Sprechzeiten haben, nicht über die Kapazität für Rückrufe verfügen und Termine nur telefonisch vereinbart werden können. Da muss man leider dranbleieben. Wenn du in einer größeren Stadt lebst, gibt es vielleicht auch eine psychotherapeutische Ausbildungsambulanz. Dort bekommt man oft einfacher Termine und die Therapeuten sind fast fertig ausgebildet - wird auch alles supervidiert. Ansonsten gibt es Krankenkassen (z. B. die Barmer), die Online-Therapie bezahlen. Dort gibt es immer Termine. Das ersetzt nicht das Vorort-Gespräch, aber in einer Akut-Situation ist es sicher besser als nichts. Frag mal bei deiner KK nach oder schau auf deren Website.   


Kickmaus81

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Versuch mal, den sozialpsychiatrischen Dienst anzurufen, denn da wird dir auch koordinatorisch weitergeholfen. Die haben ein sehr gutes Netzwerk! Außerdem können sie die Zeit bis zur Therapie überbrücken. Jede Kreisstadt hat so eine Einrichtung, meistens bei der Caritas. Kostenlos und wirklich empfehlenswert.  Alles Gute für dich! 


Frau_H.

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Bitte wechsele deinen Arzt!  Und sprich mit deiner Krankenkasse. Hier bekam eine Freundin kurzfristig Hilfe- erstmal in Form von 5 Therapiestunden und anschließend Weitervermittlung. Manche Kliniken bieten m.W. auch ambulante Sprechstunden an.   


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