MamavonMax
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, wir sind seit kurzem Besitzer eines sehr verwilderten Kleingartens. Mein Sohn ist sehr naturbegeistert und packt gerne mit an. Gestern war gleich am Eingangstor Tierkot. Mein Mann hat bevor wir den Garten überhaupt betreten durften,.den Kot mit den Sparten entfernt und einfach in die seitlichen Hecke geschmissen. Danach hat er den Sparten kurz am Rasen abestriffen. Da wir kaum Gartengeräte haben, musste ich den besagten Sparten zum umgraben eines Beetes verwenden. Wir haben alle Gartenhandschuh getragen. Hinterher habe ich erfahren, dass in der Kleingarten Kolonie Füchse und Waschbären leben. Der Kot sah nach Fuchskot aus. Muss ich mir bereits Gedanken bezüglich Fuchsbandwurm machen? Der Sparten steht jetzt auch noch im Wohnraum der Gartenlaube, weil es keinen Schuppen oder so gibt. Wir wohnen in einer Großstadt in Niedersachsen, und gelegentlich wird der Fuchsbandwurm nachgewiesen. Wie sollten wir uns in Zukunft verhalten und können wir Obst und Gemüse dann noch bedenkenlos verzehren? Vielen Dank
Liebe M., bitte entspannen Sie sich! Das Thema "Fuchs" und seine Ausscheidungen fällt unter das Motto: "seltene Dinge sind selten". Eine Fuchsbandwurm-Infektion (alveoläre Echinokokkose) beim Menschen ist in Deutschland mit schätzungsweise 40 bis 70 gemeldeten Neuerkrankungen pro Jahr sehr selten und das Infektionsrisiko ist regional begrenzt: Über 70 Prozent der Fälle konzentrieren sich auf Baden-Württemberg und Bayern. Die wichtigen Vorsorgemaßnahmen sind gründliches Waschen von Waldfrüchten und Pilzen sowie Händewaschen nach Kontakt mit Füchsen oder deren Ausscheidungen. Ich wünsche Ihnen viel Freude an Ihrem Garten!