Sehr geehrter Dr. Brügel, Mein Sohn ist 6 Jahre alt geworden und hatte diese Woche seinen Eignungstest für die Schule.  Sein Abschneiden war mittelmäßig bis schlecht, obwohl er motorisch fit ist, seinen Namen schreiben kann, Würfelbilder auf Anhieb erfasst, bis 100 zählt und auch sozial keine Auffälligkeiten zeigt.   Auf meine Nachfrage hin, warum sein Ergebnis dann so schlecht war, hat die Lehrerin geantwortet, er konnte die gestellten Aufgaben nicht richtig lösen. Zum Beispiel "drei Ritter wohnen in einer Burg; zwei weitere kommen dazu. Wie viele Ritter sind in der Burg?". Er konnte die Aufgabe nur mithilfe seiner Finger und einer Erklärung durch die Fachkraft lösen. Oder er sollte freihändig einen Kreis, ein Dreieck und ein Viereck auf ein weißes Blatt zeichnen. Das konnte er nicht (gut). Bin ich verkehrt oder lernt man sowas nicht erst in der Schule? Er kann schon einfache Rechenaufgaben wie "was ist 2 plus 2?" und er kann vorgegebene Linien nachzeichnen, sich selbst und seine Familie malen. Auch Paare bilden/zuordnen; Mengen benennen, reimen, Silben klatschen, Anlaute benennen, einige Zahlen schreiben. Ich dachte wirklich, ich höre schlecht.  Und bezüglich seiner Sprache: Er redet noch undeutlich von der Aussprache her, besonders die S und SCH Laute. Aber wir hatten bereits 2 x 10 Einheiten Logopädie. Was sollen wir noch alles machen? Das ist auch sehr teuer (für Logopädie zahlen wir trotz Krankenkasse 400 Euro für 10 Einheiten).  Laut Kindergarten ist alles super, da war nichts auffällig.  Viele Grüße